FC Lehrte lud seine Gegner viel zu häufig zum Toreschießen ein

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Vom Aufsteiger aus Eilvese trennten den Tabellendritten FC Lehrte am Ende 22 Punkte

LEHRTE (kd). Mit dem Erreichen des 3. Tabellenplatzes in der Fußball-Bezirksliga 2 erreichte der FC Lehrte zwar eine seiner besten Platzierungen der letzten Jahre, doch darf der dritte Tabellenplatz der Lehrter mit 51 Punkten und 86:72 Toren nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch ein weiter Weg ist, um die FCer als Titelanwärter einzustufen. So trennten die Mannschaft von Trainer Willi Gramann am Saisonende 22 Punkte vom Tabellenführer STK Eilvese, der nach seinem Abstieg vor einem Jahr den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga schaffte. Davon waren die Lehrter aber ein ganzes Stück entfernt, obwohl sich Trainer Willi Gramann in seiner 10. Saison als Trainer bei dem Klub von der Hohnhorst die Meisterschaft angepeilt hatte. Doch einmal mehr mangelte es dem FC Lehrte an der Konstanz.
Nachdem der FC Lehrte in der Saison 2012/2013 56 Gegentreffer einstecken musste, hatte der ambitionierte Klub großen Wert auf eine Stabilisierung seiner Abwehr gelegt. Namhafte Neuzugänge wie Sebastian Ernst (SV Ramlingen/Ehlershausen) oder Patrick Heldt (TSV Burgdorf) sollte ihren Teil mit dazu beitragen, dass nicht mehr so viele Gegentreffer fallen würden. Doch sollte sich die Zielsetzung bereits nach wenigen Spielen als eine Fehleinschätzung erweisen. Nach 15 Spielen hatten die Lehrter bereits 43 Gegentreffer und damit nahezu so viele Gegentore wie in der abgelaufenen Saison kassiert. Zwar wurde es in der Rückrunde mit 29 Gegentoren etwas besser, doch belegen insgesamt 72 Gegentreffer eindeutig die Schwäche der Abwehr des FC Lehrte, die viel zu häufig die gegnerischen Mannschaften zum Toreschießen einlud. Da nutzte es auch nichts, dass die Lehrter mit 86 geschossenen Toren den drittbesten Angriff stellten.
Nachdem der FC Lehrte nach der Hinrunde mit 27 Punkten noch den 4. Rang belegte, sprangen für die Mannschaft von Trainer Willi Gramann in der Rückrunde nur noch 24 Zähler heraus, womit sie als das sechstbeste Team die Rückserie abschlossen. Trotzdem beendete der FC Lehrte als Tabellendritter die Saison 2013/2014, da sich auch die Mitkonkurrenten um eine der vorderen Plätze zu viele Ausrutscher erlaubten. Vom Tabellenführer und Aufsteiger STK Eilvese einmal abgesehen, der in der gesamten Saison nur drei Niederlagen und vier Unentschieden zuließ und es in der Endabrechnung auf 73 Punkte, bei einem Torverhältnis von 99:46, brachte. Auch die Bilanz des Tabellenzweiten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide mit 61 Punkten und einem Torverhältnis von 108:45 Treffern kann sich sehen lassen.
Mit Patrick Heldt, der 31 Treffer erzielte, stellt der FC Lehrte allerdings den zweitbesten Torjäger der Bezirksliga 2. Die Erwartungen, die an einen Torjäger gestellt werden, erfüllten als sechstbester Schütze auch Sage Post, der 17 mal traf und Michael Fitzner, der als achtbester Schütze 16 Tore erzielte. Als Absteiger muss nach dem TSV Engensen, TuS Wettbergen und Adler Hämelerwald nun auch noch das Blaue Wunder aus Hannover den Weg in die Kreisliga antreten. Die Mannschaft von Trainer Oliver Rothenburger scheiterte im entscheidenden Spiel der Relegationsrunde mit 1:2 am Kreisligisten TSV Kirchdorf, der sich künftig Bezirksligist nennen darf, während das Blaue Wunder in die Kreisliga Stadt Hannover absteigen muss.
Zu den vier Absteigern, was die Fairnesswertung betrifft, hätte auch der FC Lehrte gehört. Neben 87 gelben Karten wurden FC-Spieler auch dreimal mit einer gelb-roten Karte bedacht und mussten damit das Spielfeld ebenso frühzeitig verlassen, wie drei ihrer Mitspieler, die die rote Karte sahen. Damit belegte der FC Lehrte mit einem Quotienten von 3,7 nur den 12. Rang in der Fairnesstabelle.