FC Lehrte können nur Siege retten

Können die Lehrter auch nach dem letzten Spieltag jubeln und den Klassenerhalt feiern? (Foto: Kamm)

Heeßel will Tabellenführer TuS Sulingen zu Fall bringen

BURGDORFER LAND (kd). Zwei Spieltage vor Saisonschluss in der Fußball-Landesliga ist das eingetreten, was nicht nur Trainer Willi Gramann befürchtet hatte. Sein FC Lehrte ist auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und muss nun bereits am Freitag, 19. Mai, um 19 Uhr zu Hause gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen gewinnen, um sich noch Chancen auf den Klassenerhalt auszurechnen. Einen Tag darauf empfängt der Heesseler SV am Sonnabend, 20. Mai, von 16 Uhr den Tabellenführer TuS Sulingen, während die TSV Burgdorf am Sonntag um 15 Uhr ebenfalls zu Hause auf den VfL Bückeburg trifft.

FC Lehrte -
SV Ramlingen/E.

Bereits am Freitag, 19. Mai, findet von 19 Uhr an das Altkreisderby zwischen dem FC Lehrte und dem SV Ramlingen/Ehlershausen statt. Ein Duell, bei dem es besonders für die Lehrter um sehr viel geht. Steht doch der Verbleib in der Fußball-Landesliga auf dem Spiel. „Wenn wir uns überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt ausrechnen wollen, müssen wir am Freitag gewinnen“, legte sich Lehrtes Coach bereits fest. „Es ist schon bitter, dass wir jetzt nach der 2:4-Niederlage in Krähenwinkel auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind, den wir zuvor während der gesamten Saison nicht belegt haben", klagte Willi Gramann.
Wie brisant die Lage für den Aufsteiger FC Lehrte ist, belegt ein Blick auf die Tabelle. Neben den bereits feststehenden Absteigern vom TSV Wetschen und Koldinger SV sind die Lehrter als Tabellenvierzehnter mit 28 Punkten ebenfalls auf einen der vier Abstiegsplätze abgerutscht, auf dem auch noch der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide mit 30 Punkten platziert ist, der ebenfalls am Freitag zu Hause den TSV Pattensen erwartet und dann noch zum Abschluss am 27. Mai beim SV Ramlingen/Ehlershausen antreten muss.
Fünfter ernsthafter Anwärter auf einen der Abstiegsplätze ist der MTV Almstedt mit 31 Punkten, der am Sonntag beim OSV Hannover antreten muss und zum Abschluss den FC Lehrte erwartet. „Es ist schon eine bittere Angelegenheit, dass wir noch so in die Bredouille geraten sind“, gestand Willi Gramann ein, dessen Mannschaft in Krähenwinkel durch das Tor vom Michael Fitzner (26.) mit 1:0 in Führung gehen konnten.
Nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Tjark Miener (21.) brachte Krähenwinkels Alexander Dosch (47.) seine Mannschaft unmittelbar nach dem Seitenwechsel erstmals mit 2:1 in Führung. Zu allem Überfluss verletzte sich Lehrtes Torjäger Patrick Heldt in der 54. Minute so schwer, dass er gegen Patrick Werner ausgewechselt werden musste, der kurz nach seiner Einwechslung Pech hatte, als ein Kopfball gegen die Latte statt ins Tor ging. Um das Maß der Unzulänglichkeiten beim FC voll zu machen, unterlief Antonio Marotta (72.) ein Eigentor zum 1:3. Zwar konnte Michael Fitzner (84. mit einem Handelfmeter) noch einmal auf 2:3 verkürzen, doch sorgte Marc Ulrich in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 4:2-Endstand für die „Krähen“ wieder für den alten Zwei-Tore-Abstand.
In einer Zwickmühle sieht sich auch Trainer Kurt Becker mit seiner Ramlinger Mannschaft. „Für mich ist die Situation alles andere als angenehm, da wir in unseren letzten beiden Spielen mit dem FC Lehrte und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide auf zwei befreundete Vereine aus der Nachbarschaft treffen. Ich brauche wohl nicht extra zu betonen, dass ich auch in der kommenden Saison gerne mit meiner Mannschaft gegen die FCer und die Krähen spielen würde.“
Ob dies zutreffen wird, wird wohl erst am letzten Spieltag (Sonnabend, 27. Mai) entschieden werden, der einheitlich von 16 Uhr an stattfinden wird. Kurt Becker ist allerdings auch klar, dass sich seine Mannschaft keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben darf, um in der Endabrechnung nicht auf dem 4. Rang zu landen, wie es derzeit nach dem 2:2 (2:1)-Unentschieden gegen den OSV Hannover der Fall ist. Durch die Punkteteilung verpassten die Ramlinger die Gelegenheit, den OSV in der Tabelle zu überholen, der mit 51 Zählern einen Punkt mehr als der RSE aufzuweisen hat.
„Es war ein verrücktes Spiel“, ließ Kurt Becker die Begegnung gegen den OSV Hannover noch einmal Revue passieren. „Alle Tore fielen nach Eckbällen“, sagte Ramlinges Coach, dessen Mannschaft einen Traumstart hinlegte und nach Kopfballtoren von Kirill Weber (10.) und Aron Gebreslasie (20.) bereits mit 2:0 vorne lag, dem jeweils Eckbälle von Kesip Caran vorausgingen. „Leider haben wir dann nicht aufgepasst, so dass unser Gegner noch vor der Pause durch Tore von Ferhat Bikmaz und Alexander Lackmann zum 2:2 ausgleichen konnte, was aber auch nach dem Verlauf der 2. Halbzeit dem Spielverlauf entsprach“, gab der RSE-Trainer zu.

Heesseler SV -
TuS Sulingen

Noch einmal das Zünglein an der Waage im Kampf um die Meisterschaft kann der Heesseler SV am Sonnabend um 16 Uhr im Heimspiel gegen den TuS Sulingen spielen. Zwar sind die Heeßeler als derzeitiger Tabellensiebter mit 41 Punkten trotz ihres 2:1 (2:0)-Erfolges über den TSV Pattensen außen vor, was die Titelvergabe betrifft, doch darf sich der Tabellenführer TuS Sulingen mit derzeit 57 Punkten in seinen beiden noch ausstehenden Auswärtsspielen in Heeßel und Pattensen keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben, da ihm mit zwei Punkten Rückstand der Tabellenzweite SV Bavenstedt im Nacken sitzt.
„Wir wollen uns in unseren beiden Heimspielen gegen TuS Sulingen und die TSV Burgdorf so teuer wie möglich verkaufen“, ließ Heeßels Trainer Pascal Preuß bereits wissen, der den 2:1-Sieg über den TSV Pattensen in erster Linie der Torgefährlichkeit seines Kapitäns Mark Wielitzka verdankt, der mit seinen beiden Kopfballtoren in der 1. Halbzeit (22. und 45.), jeweils nach Eckbällen von Kai-Niklas Marx, für eine 2:0- Führung sorgte.
Zwar entwickelten die Pattenser in der 2. Halbzeit mehr Druck, doch blieben klare Chancen für die Gäste trotz eines Zwei-Tore-Rückstandes Mangelware. Erst als in der 84. Minute Dennis Albrecht für die Gäste noch der 1:2-Anschlusstreffer glückte, erlebten die Heeßeler noch eine stürmische Schlussphase des TSV Pattensen, ohne das sich am Sieg des kleinen HSV allerdings noch etwas änderte.
„Nun wollen wir auch den TuS Sulingen ärgern“, kündigte Heeßels Coach an, dessen Elf aus dem Hinspiel, das mit 2:3 verlorenging, noch etwas gut zu machen hat. Der Heesseler SV muss allerdings auf Jan-Henrik Matthes und Jannis Iwan verzichten.

TSV Burgdorf -
Vfl Bückeburg

Immer besser kommt die TSV Burgdorf in Schwung, die nach der Hinrunde mit gerade mal 16 Punkten nur zwei Zähler von den Abstiegsplätzen trennte. Erfreulicher sieht die Bilanz der Mannschaft von Trainer Holger Kaiser nach 28 Spielen mit dem 4:0 (2:0)-Auswärtssieg beim SV B-E Steimbke aus. Mit 40 Punkten schoben sich die TSVer bereits auf den 8. Tabellenplatz vor und stellen zudem mit 24 Zählern das viertbeste Rückrundenteam.
Auf immerhin 25 Rückrundenpunkte brachte es bisher der VfL Bückeburg, der am Sonntag ab 15 Uhr in der Burgdorfer MARKTSPIEGEL-Arena zu Gast ist. „Das ist eine äußerst ausgebuffte und vor allem erfahrene Mannschaft, gegen die wir im Hinspiel am 6. November nach einer torlosen 1. Halbzeit bitteres Lehrgeld zahlen mussten, da wir dann danach noch mit 0:4 untergegangen sind. Da brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, dass wir uns für diese Schlappe revanchieren wollen“, betonte noch einmal Holger Kaiser, der aber guten Mutes ist, dass seiner Mannschaft die Revanche gelingen wird, wenn sie sich nur halbwegs in der Form präsentiert wie beim 4:0 (2:0)- Sieg in Steimbke.
So führte seine Elf bereits zur Pause durch Armend Musa nach Flanke von Louis Mau (29.) und Patrick Hiber (30.) mit einem Freistoß mit 2:0. Zwar war dem Aufsteiger in der 2. Halbzeit das Bemühen nicht abzusprechen, noch für eine Wende zu sorgen, doch machte Lorenzo Pombo-Wulfes bereits in der 66. Minute die Hoffnungen zunichte, als er nach einer Flanke von Julius Moraitis auf 3:0 erhöhte, dem dann noch Jonas Künne (78.) nach einem Querpass von Lorenzo Pombo-Wulfes das Tor zum 4:0-Endstand folgen ließ.