Favorit aus der Hauptstadt soll straucheln

Sprungkraft, Armzug und eine Länge von 2,03 Metern verhilft Barut Mackovsek zu spektakulären Sprungwürfen und Treffern für die Recken der TSV Hannover-Burgdorf. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf hofft auf Sieg gegen Füchse

BURGDORF (st). In der nächsten Begegnung der DKB Handball-Bundesliga trifft die TSV Hannover-Burgdorf wieder auf eine Spitzenmannschaft der stärksten Liga der Welt. Die Füchse Berlin kommen nach Hannover in die Swiss Life Hall. Nach der SG Flensburg/Handewitt und den Rhein-Neckar Löwen wird es auch gegen das Top5-Team aus Berlin einen spannenden Handballtag geben. Voraussetzung ist eine gute Leistung der RECKEN, die den Favoriten in eigener Halle straucheln lassen wollen.
Im Mai diesen Jahres brachten Jan Fiete Buschmann und seine Mitspieler die Füchse bei der hauchdünnen 30:31-Niederlage in Schwierigkeiten und das wollen sie auch am Sonntag, 13.Oktober, ab 17.15 Uhr versuchen. Die Möglichkeit besteht durchaus, denn die TSVer sind mittlerweile gut eingespielt, haben einen ansprechenden Saisonstart hingelegt und werden mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Da wird auch ein Topteam nicht ohne harte Gegenwehr die Punkte aus Hannover entführen können.
Die Berliner mussten mit Torsten Laen (zu KIF Kolding Kopenhagen), Ivan Nincevic (HC Dinamo Minsk), Johannes Sellin (MT Melsungen), Mark Bult (VfL Gummersbach) und Ramon Tauabo (TuS N.-Lübbecke) vor der Saison auf fünf Spieler verzichten, haben dafür aber guten Ersatz gefunden. Neben Jonas Thümmler und Fabian Wiede aus der eigenen Jugend wurden Fredrik Petersen (vom HSV Hamburg), Pavel Horak (Frisch Auf Göppingen), Mattias Zachrisson (IF Guif Schweden) und Jesper Nielsen (IK Sävehof Schweden) in das Team um Sigurdsson geholt.
Die Füchse wollen vermehrt auf Nachwuchsspieler und Talente setzen, das zeigen sie mit der Verpflichtung der jungen Schweden und der Einbindung von Akteuren aus der eigenen Jugend. „Wir können stolz darauf sein, zwei junge Leute aus dem eigenen Nachwuchs dabei zu haben“, meinte Sigurdsson vor der Serie zu diesem Umbruch. „Sie müssen lernen, mit dem Druck umzugehen, im Profiteam zu spielen.“
Neben den jungen Wilden stehen aber genug gestandene Spieler im Team der Füchse, die die Qualität der Mannschaft ausmachen. Angefangen bei Nationaltorhüter Silvio Heinevetter und dem zweiten Keeper Petr Stochl bis hin zu den Rückraumassen Iker Romero, Sven-Sören Christophersen, Konstantin Igropulo, Bartlomiej Jaszka oder den Außenspielern Markus Richwien oder Colja Löffler. Die Füchse werden mit breiter Brust in Hannover antreten und wollen keine Überraschung durch die Recken zulassen.
Lars Lehnhoff und seine Mitspieler hatten in den letzten Spielen gegen die Berliner aber gute Karten und sahen gegen Heinevetter immer gut aus. Ein wichtiges Ziel für Sonntag wird sein, den Ausnahmetorwart überwinden zu können. Zudem ist eine stabile Defensive gefragt, damit die gefährlichen Angreifer aus Berlin keinen Spielraum bekommen. Gelingt es so aufzutreten, das kaum leichte Treffer für die Gäste fallen, die TSV-Rückhalte Martin Ziemer und Nikolai Weber dagegen gute Paraden zeigen und im Gegenstoß wichtige Treffer erzielt werden, dann ist ein Sieg in der Swiss Life Hall zwar eine Überraschung, aber keinesfalls unmöglich.