Erste Rückrundenpunkte gegen den Aufsteiger?

Borut Mackovsek liebt 1 gegen 1-Situationen, in denen er am Ende seinen gefürchteten Distanzwurf durchziehen kann. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf empfängt am Sonnabend ThSV Eisenach

BURGDORF (st). Im vierten Heimspiel innerhalb von zwei Wochen erwartet die TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend, 14. Dezember, ab 17.15 Uhr, den Aufsteiger ThSV Eisenach und will mit einem Erfolg das Punktekonto verbessern und den guten Mittelfeldplatz in der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga festigen. In der Swiss Life Hall in Hannover wird das aber nicht einfach werden, was der Blick zurück auf das Hinspiel verdeutlicht.
Die Gäste aus Eisenach gehören zwar zu den Abstiegskandidaten, stehen aber nicht chancenlos auf einem der Abstiegsplätze. Auch im Hinspiel in Eisenach gelang ihnen gegen die Recken fast eine erste Überraschung. Erst nach großem Kampf konnten sich Lars Lehnhoff und seine Mitspieler knapp mit 29:28-Toren durchsetzen. Es wird demnach kein einfaches Spiel und der ehemalige TSV-Spieler Aivis Jurdsz will dafür sorgen, dass Eisenach nicht aufgibt. Mit dem Ex-Burgdorfer Hannes Jon Jonsson fehlt den Gästen ihr Spielmacher wegen Kniebeschwerden, aber Jurdsz wird versuchen, Nikolai Weber und Martin Ziemer im Tor der Hannoveraner zu überwinden.
Beide Spieler freuen sich auf die Rückkehr zu alter Wirkungsstätte, kennen das TSV-Team gut und zumindest Jurdsz will seinem ehemaligen Coach Christopher Nordmeyer zeigen, welche Qualitäten er besitzt. Neben dem im linken Rückraum gefährlichen Letten muss die Defensive der TSV auf Dener Jaanimaa aus dem rechten Rückraum achten. Der Landsmann von Mait Patrail schenkte den Recken im Hinspiel sechs Treffer ein und sollte früh angegriffen werden. Auch Nikolai Hansen darf in seinem Wirkungskreis keine freie Hand haben. Der Däne kam in Eisenach zu fünf Treffern und ist ein ständiger Unruheherd auf der Kreisläuferposition.
Gästetrainer Adalsteinn Eyolfsson hat keine echten Stars im Team, dafür aber eine geschlossene Mannschaft zusammen, die mit jeder Haarspitze um den Klassenerhalt kämpft und auch in Hannover die Chance auf einen Punktgewinn wittert.
Bis auf die Langzeitverletzten Tamas Mocsai, Jan Fiete Buschmann und Torge Johannsen kann die TSV voraussichtlich alle Spieler aufbieten. Einige Spieler haben kleinere Blessuren, stehen aber für einen Einsatz am Sonnabend zur Verfügung. Neuzugang Runar Karason zeigte zuletzt gute Leistungen, obwohl die Trefferquote noch nicht ganz passt. Er hat sich aber gut ins Team integriert und das ist für einen Wechsel innerhalb der Saison nicht selbstverständlich.
Die Nordmeyer-Schützlinge werden den Kampf von Eisenach annehmen und trotz der hohen Belastung in den vergangenen Wochen 100 Prozent Einsatz zeigen müssen. Nur dann und mit einer guten Chancenverwertung, sowie einer konzentrierten Abwehrarbeit kann der erste Sieg in der Rückrunde eingespielt werden. Das nächste Heimspiel wird dann zwischen den Feiertagen am Freitag, 27. Dezember um 19.45 Uhr gegen Frisch Auf Göppingen in der TUI-Arena angepfiffen. Für dieses Handball-Event gibt es noch Karten in der Geschäftsstelle des MARKTSPIEGEL-Verlags.