Erneute eine knifflige Aufgabe für die „Recken“

Recken-Coach Christopher Nordmeyer verspricht sich von Rückraumspieler Tamas Mocsai gegen die Rhein-Nackar Löwen wieder positive Akzente. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf erwartet die Rhein-Neckar Löwen

BURGDORF (st). Das Heimspiel am heutigen Sonnabend ist noch nicht beendet, da müssen die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf und Trainer Christopher Nordmeyer bereits mit einem Seitenblick auf die nächste Partie am kommenden Mittwoch, 25. September, ab 20.15 Uhr schauen. Gegner wird dann in der Swiss Life Hall in Hannover die Spitzenmannschaft der Rhein-Neckar Löwen sein. Ein Erfolg wäre eine große Überraschung.
Die Recken der TSV waren in der vergangenen Spielzeit immer gut für einen nicht erwarteten Sieg, das zahlte sie aus. Bisher ist ihnen das in dieser Serie noch nicht gelungen, dafür sind aber bereits einige Teams aus den Top 5 gegen andere, vermeintlich schwächere Mannschaften gescheitert. Die Füchse Berlin, HSV Hamburg und auch die SG Flensburg/Handewitt standen bereits knapp vor einer nicht erwarteten Heimniederlage gegen Frisch Auf Göppingen.
Kann die TSV ein erstes Ausrufezeichen setzen? Mit den Rhein-Neckar Löwen kommt ein Geheimfavorit auf die Deutsche Meisterschaft nach Hannover. Der Tabellendritte der vergangenen Spielzeit hält sich seit der Serie 2007/2008 beharrlich in den Top 5, konnte aber nie den Titel einspielen. Die Mannschaft hat sich mit den Rückraumspielern Sergei Gorbok (Medwedi Tschechow/Russland), Runar Karason (TV Großwallstadt) und Nikola Manojlovic (RK Koper/Slowenien), Torwart Roko Peribonio (TVG Großsachsen) und Nachwuchstalent Tim Suton (HG Saarlouis) gezielt verstärkt. Nur Nils Kretschmer und Jonas Maier verließen den Verein.
Das Gudmundsson-Team ist sehr ausgeglichen, hat sich zu einer echten Einheit zusammengeschlossen und könnte in dieser Saison ganz vorn in der Tabelle landen. Namen wie Torwart Niklas Landin, Rückraumspieler Kim Ekdahl du Rietz, Zarko Sesum und Isaias Guardiola, Außenspieler Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki, aber auch Kreisläufer Bjarte Myrhol sprechen für ein starkes Team.
Da werden die Recken sich schon mächtig strecken müssen, damit am Mittwoch ab 20.15 Uhr ein Erfolg oder auch nur ein Punktgewinn gelingt. Aber die Nordmeyer-Schützlinge sind in eigener Halle nicht zu unterschätzen, können über sich hinauswachsen und einem Favoriten lange Zeit Paroli bieten. In der entscheidenden Spielphase werden dann aber auch ein wenig Fortune, glückliche Schiedsrichterentscheidungen und eine optimale Chancenauswertung dazu kommen müssen.