Endlich wieder ein Heimspiel für die Recken

Auf die Bärenkraft von Juan Andreu setzt die TSV Hannover-Burgdorf auch im Spiel gegen den SC Magdeburg. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf hat den SC Magdeburg zu Gast

BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf greift in der DKB Handball-Bundesliga an und möchte in den letzten fünf Punktspielen der Saison noch etwas bewegen – heißt noch einen Europapokalplatz erobern. Dazu muss die Mannschaft aber den HSV Hamburg oder die Füchse Berlin abfangen und darf in den verbliebenen drei Heim- und zwei Auswärtsspielen voraussichtlich keinen Punkt mehr abgeben. Am Sonnabend, 11. Mai steht die erste Aufgabe in der Swiss Life Hall in Hannover auf dem Spielplan.
Der nächste Gegner ist bekanntlich immer der schwerste Gegner und am Sonnabend ab 19 Uhr wartet der SC Magdeburg auf die Recken. Dabei hoffen die Spieler um Mait Patrail wieder auf die Unterstützung ihrer Fans, die zuletzt zahlreich in die Halle kamen und den Besuch bei zwei dramatischen Unentschieden gegen TBV Lemgo (28:28) und HSG Wetzlar (29:29) nicht bereuen mussten. Nach sechswöchiger Heimspielpause lechzen die Handballfans deshalb nach Bundesligahandball und der Vorverkauf lässt eine gut gefüllte Halle erwarten.
Die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer muss sich aber auch auf dem Spielfeld von ihrer besten Seite zeigen, wenn der Kampf um den 5. Platz noch offen bleiben und der 6. Platz gesichert werden soll. Denn die Magdeburger stehen direkt hinter der TSV mit einem Rückstand von fünf Punkten auf dem 7. Platz. Am Sonnabend könnte deshalb zumindest für einen schon herausragenden 6.Platz die Weichen gestellt werden. Ein doppelter Punktgewinn würde hier eine Vorentscheidung herbeiführen.
Aber die Mannschaft will jetzt mehr. Noch vor der Saison sprachen alle Verantwortlichen von einem Platz, der besser sein sollte, als der 14. Platz im vergangenen Jahr. Jetzt muss diese Einschätzung merklich nach oben korrigiert werden, denn auch der 6. Platz könnte unter Umständen noch zur Teilnahme am Europapokalwettbewerb reichen. Das wären schon eine Sensation und gleichzeitig der größte Erfolg der Vereinsgeschichte der TSV.
Zunächst richten sich aber alle Blicke zur nächsten Aufgabe Magdeburg. Und dass diese Begegnung nicht einfach sein wird, verrät schon das Ergebnis aus dem Hinspiel. Über die gesamten 60 Minuten waren Kapitän Jan-Fiete Buschmann und seine Mitspieler chancenlos und mussten eine 31:34-Niederlagen quittieren. In eigener Halle spielten die SCM-Handballer stark auf und, obwohl stark ersatzgeschwächt, bestimmten sie das Spiel. Das soll am Sonnabend nicht passieren.
Die Würfe der Recken sollen präziser werden, damit Torwart Daniel Gerrit Eijlers wenig Möglichkeiten zum Eingreifen hat. Auch in der Abwehr wollen die Nordmeyer-Schützlinge gegen die Rückraumakteure Fabian van Olphen, Ales Pajovic, Jure Natek und Stian Hauge Tönnesen kräftig zupacken. Dazu ist ein starker Mittelblock mit Gustav Rydergard und Mait Patrail nötig. Die Spielkonzeptionen des SCM sollen früh unterbunden werden und die 6:0-Deckung offensiv agieren.
Im Angriff dürfen keine technischen Fehler gemacht werden, damit Robert Weber und Yves Grafenhorst auf den Außenpositionen keine schnellen Gegenstöße laufen können und auch auf die Kreisläufer Kjell Landsberg und Bartosz Jurecki müssen gut bewacht werden.
Die Magdeburger werden vom ehemaligen TSV-Coach Frank Carstens betreut und der wird seine Spieler auf die lautstarke Atmosphäre in der Swiss Life Hall einstellen. Denn die Hannoveraner erwarten wieder über 4000 Zuschauer und die könnten mit ihrer Stimmung für einen klaren Vorteil der TSV sorgen.