Einzug in die Gruppenphase steht auf dem Spiel

Lars Lehnhoff erzielt in dieser Szene das erste Europapokaltor in der Geschichte der TSV. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf im EHF-Cup-Heimspiel gegen Kadetten Schaffhausen gefordert

BURGDORF (st). Es ist in der Geschichte der TSV Hannover-Burgdorf das erste Heimspiel in einem Europapokalwettbewerb und es könnte gleichzeitig ein Meilenstein in der Entwicklung der Recken sein. Am Sonnabend, 30. November, ab 19 Uhr, trifft die TSV in der 3. Runde des EHF-Cups auf die Kadetten Schaffhausen und will mit einem Erfolg die Gruppenphase im Februar und März 2014 in Europas Handballsaison erreichen. Dazu muss sich das Team gegenüber dem 28:28-Unentschieden im Hinspiel vor einigen Tagen in der Schweiz noch steigern und eine bessere Chancenverwertung zeigen.
Vor eigenem Publikum in der Swiss Life Hall wollen die Spieler um Torwart Martin Ziemer ihre Stärken ausspielen und sich in prächtiger Form präsentieren. Heute müssen sie noch ihr Punktspiel beim VfL Gummersbach bestreiten, ehe sich die volle Konzentration auf das Rückspiel gegen Schaffhausen richtet. Bereits auf der Rückfahrt aus Gummersbach morgen Vormittag wird Trainer Christopher Nordmeyer die Mannschaft mit Videosequenzen und taktischen Möglichkeiten konfrontieren und sie, egal ob mit zwei Plus- oder zwei Minuspunkten im Gepäck, auf die nächste wichtige Aufgabe vorbereiten.
Im Hinspiel in Schaffhausen wurde deutlich, wie schwer die Aufgabe auch in eigener Halle sein wird. Die Schweizer sind eine international erfahrene Mannschaft, haben in den vergangenen Jahren auch in der Champions League gute Leistungen abgeliefert und wollen sich von der TSV nicht aus dem Wettbewerb werfen lassen. Mit ihrem deutschen Trainer Markus Baur haben sie einen Coach, der taktische Varianten beherrscht und die Stärken der Nordmeyer-Schützlinge besonders nach dem Remis in Schaffhausen kennt.
Den Kadetten kommt zugute, dass bei den Recken Torge Johannsen und Tamas Mocsai aufgrund von Verletzungen immer noch nicht wieder dabei sein können. Damit ist die rechte Angriffsseite erheblich geschwächt, obwohl der junge Timo Kastening, Hendrik Pollex und Vizekapitän Jan Fiete Buschmann ihr Bestes geben werden. Das erkennen auch die Schaffhausener und werden die Abwehrbemühungen auf die starke linke TSV-Seite mit Mait Patrail, Borut Mackovsek und Lars Lehnhoff konzentrieren.
Dennoch wollen die Spieler der TSV alles versuchen, um die Gruppenphase mit einem Erfolg in der Summe der beiden Begegnungen zu erreichen. Helfen können ihnen dabei sicherlich auch die hannoverschen Zuschauer mit ihrer tollen Stimmung in der Swiss Life Hall. Bisher konnten sich die TSVer immer auf ihre Fans verlassen, die wie der achte Mann hinter ihnen stehen. Eine gut gefüllte Halle, bis jetzt sind knapp 2500 Tickets abgesetzt, und eine faire Unterstützung von den Rängen könnten dafür sorgen, dass Vasko Sevaljevic und seine Mitspieler über sich hinauswachsen und die Kadetten niederkämpfen.
Nach dem Unentschieden ist das Weiterkommen durchaus noch machbar. Gelingt eine gute Chancenauswertung, ist ein wenig Glück im Spiel und können die Recken diszipliniert die taktischen Vorgaben von Trainer Nordmeyer umsetzen, dann sollte der eingeschlagene Weg in Europa noch nicht zu Ende sein, sondern gerade erst beginnen.