Eine lange Reise und ein Heimspiel zum Weihnachtsfest

Im Hinspiel in Lübbecke konnten Mait Patrail und seine Teamkameraden nicht überzeugen, das soll am 2.Weihnachtstag anders werden. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf trifft morgen auf Balingen und am Mittwoch auf Lübbecke

BURGDORF (hs). Zum Abschluss des Jahres 2012 und zum Abschluss eines hammerharten Programms im Dezember mit sieben Spielen innerhalb von 25 Tagen, aber auch zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres, bestreitet die TSV Hannover-Burgdorf in der DKB Handball-Bundesliga am morgigen Sonntag, 23. Dezember, ab 15 Uhr noch eine Auswärtsbegegnung bei der HBW Balingen-Weilstetten und am 2. Weihnachtstag, Mittwoch, 26. Dezember, ab 17.30 Uhr ein Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke. Zwei wichtige Partien, in denen das Team um Erfolgscoach Christopher Nordmeyer die größtenteils Klasseleistungen in dieser Saison bestätigen könnte.
Mit zwei Erfolgen könnten die Recken der TSV Hannover-Burgdorf weiter ganz oben in der Tabelle mitmischen und zu den Verfolgern des Spitzenduos Rhein-Neckar Löwen und THW Kiel gehören. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass die TSVer den Klassenerhalt bereits zum Jahreswechsel geschafft haben, obwohl bisher erst die Hinrunde ausgespielt wurde.
Die beiden ausstehenden Begegnungen sind die ersten Spiele der Rückrunde und mit den bisher erreichten 23:11-Punkten kann Nordmeyer sehr zufrieden sein. Auf die Frage „Wenn dir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass ihr so eine Punktzahl bis jetzt erreicht, was hättest du demjenigen entgegnet?“, antwortete er schon in der vergangenen Woche, wie es sich für einen Trainer gehört: „Ich hätte demjenigen gesagt, dass wir fast das Optimum an Punkten erreicht hätten, was ich mir vorgestellt habe.“ Trainer sind selten richtig zufrieden und es muss für die Rückrunde ja auch noch Ziele geben.
Die beginnt am Sonntag mit der Partie bei HBW Balingen-Weilstetten. In der Porsche-Arena in Stuttgart wollen die Spieler um Aivis Jurdsz den Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen. Ende August im ersten Saisonspiel schafften sie einen 25:20-Heimsieg. Zu diesem Zeitpunkt war die Mannschaft noch nicht so richtig eingespielt, einige überhastete Aktionen und viele technische Fehler prägten die Partie. Dennoch hatten die Recken das Spiel im Griff und konnten bis auf eine Schwächephase in der 2.Hälfte das Spiel kontrollieren.
Das wird in Stuttgart nicht reichen, Balingen hat sich viel vorgenommen, stetig Punkte gesammelt und steht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Zu Beginn der Rückrunde wollen HBW-Trainer Dr. Rolf Brack und seine Spieler der Überraschungsmannschaft der Hinrunde ein Bein stellen. Damit das nicht passiert, müssen die Gäste aus Hannover die Toptorschützen Benjamin Herth und Florian Billek neutralisieren. Herth ist Spielmacher und Dreh- und Angelpunkt der „Gallier von der Alb“ und Billek macht seine Treffer nach schnellen Gegenstößen und von der Rechtsaußenposition.
Gelingt es der TSV, die Müdigkeit vom harten aber mit 28:27-Toren erfolgreichen Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin abzuschütteln und sich trotz langer Anreise ins Spiel zu arbeiten, dann könnte die bisherige Auswärtsbilanz um zwei weitere Punkte verbessert werden. Aber auch in der Offensive müssen Csaba Szücs und Co voll bei der Sache sein und die beiden guten Balinger Keeper Milos Putera und Matthias Puhle erst einmal überwinden.
Nach dem Spiel geht es direkt mit dem Flugzeug in die Heimat, damit die Spieler mit ihren Familien zumindest den Heiligabend frei haben, denn am 1. Weihnachtstag steht wieder Training auf dem Programm der Profis. Das ist auch wichtig, denn am 2. Weihnachtstag steht das nächste Punktspiel gegen TuS N.-Lübbecke auf dem Programm. Ab 17.30 Uhr hoffen die TSVer auf eine tolle Unterstützung der hannoverschen Zuschauer in der AWD-Hall. Vor einer gut gefüllten Halle an Weihnachten zu spielen, ist schon ein Erlebnis und das wollen sich Trainer Nordmeyer und seine Akteure mit einem Sieg versüßen. Den Hannoveranern und sich selbst wollen die Recken mit einem Sieg ein schönes Weihnachtsgeschenk bereiten.
Zudem möchte sich die Mannschaft mit einer engagierte Leistung für die derbe 28:36-Hinspielniederlage in Lübbecke revanchieren. Aber es ist höchste Vorsicht geboten, die Lübbecker haben nach einem guten Saisonstart in den letzten Wochen viele Spiele unglücklich verloren und sind zudem mit einer bitteren 29:30-Pleite gegen GWD Minden aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden. Die Mannschaft um Coach Gennadij Chalepo ist motiviert bis in die Haarspitzen und will vor der WM-Pause im Januar noch einmal zeigen, das die jetzige Platzierung nicht ihrem Leistungsniveau entspricht und sie viel besser dastehen könnten.
Im Hinspiel Anfang September bekam die TSV Rückraumspieler Arne Niemeyer zu keiner Zeit des Spiels in den Griff. Er erzielte allein neun Treffer und war Mann für den Erfolg. Auch Drago Vukovic und Kristian Svensson hatten zu viel Raum für ihre Würfe aus der Fernwurfzone. Beide sorgten mit jeweils sechs Treffern dafür, dass der Abstand zu den TSVern im zweiten Spielabschnitt immer konstant blieb und letztlich zur Niederlage führte. Die beiden Außenspieler Dennis Wilke und der ehemalige TSV-Akteur Tomasz Tluczynski dürfen ebenfalls nicht ohne Bewachung gelassen werden.
Erst am 6. Februar steht dann das nächste Spiel im DHB-Pokal bei HSV Hamburg auf dem Saisonplan und eine Woche später geht die Reise in den hohen Norden zum THW Kiel in die Sparkassen-Arena. Bis dahin können sich alle TSV-Fans noch Rückrundendauerkarten sichern. Bestellformulare für die Tickets gibt es in der Geschäftsstelle der TSV oder auch online unter www.die-recken.de.