Ein Sieg und der Klassenerhalt rückt für die TSV Hannover-Burgdorf näher

Asgeir Örn Hallgrimsson soll als Linkshänder gegen Frisch Auf Göppingen für die Treffer von der rechten Angriffsseite sorgen. (Foto: Holger Staab)

Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen könnte Vorentscheidung bringen

BURGDORF (hs). Wie wird sich die TSV Hannover-Burgdorf gegen Frisch Auf Göppingen schlagen? In ihrem dritten Jahr in der TOYOTA Handball-Bundesliga ist die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer zu einer unberechenbaren Größe geworden. Neben Klassespielen und tollen Erfolgen, sowohl in eigener Halle wie auch auswärts, stehen aber immer wieder schwache Begegnungen mit vielen, leichten Fehlern und nicht einkalkulierten Punktverlusten gegenüber. Das soll noch anders werden, aber zunächst soll der Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht werden. Möglichst schon am Mittwoch, 2. Mai, ab 20.15 Uhr in der AWD-Hall in Hannover gegen Göppingen.
Aber es ist wieder so eine Partie gegen eine Mannschaft aus dem oberen Mittelfeld. Die TSV findet gegen diese Gegner, siehe die 29:31-Niederlage gegen MT Melsungen, manchmal keine Mittel oder macht zu viele Fehler. Das ist sicher auch der fortwährenden Verletztenmisere zu verdanken. Bisher konnten die Landeshauptstädter in dieser Spielzeit nicht einmal mit dem kompletten Kader auflaufen. Augenblicklich fehlen mit Aivis Jurdsz und Jan-Fiete Buschmann wichtige Alternativen im Rückraum.
Ein Sieg gegen Göppingen könnte für den fast schon gesicherten Klassenerhalt sorgen. Dafür hoffen die TSVer auf die tolle Unterstützung der hannoverschen Fans, die ihr Team immer wieder anfeuern, auch wenn es mal nicht so läuft. Hier sind die Handballer auf der Tribüne vorbildlich und erstligareif – die Stimmung in der AWD-Hall wird von allen Bundesligisten und deren mitreisenden Fans ausdrücklich gelobt.
Aber das allein wird nicht reichen, um den Europapokalteilnehmer zu bezwingen. Die TSV muss sich in der Abwehr und im Angriff wirkungsvolle Mittel einfallen lassen, um Frisch Auf Göppingen Paroli bieten zu können. Im Hinspiel gelang das in keinem Fall. In Göppingen musste sich die TSV mit 24:34-Toren überraschend deutlich geschlagen geben. So eine klare Niederlage soll sich in Hannover nicht wiederholen.
Um eine Chance auf einen Erfolg zu haben, sollten einige Akteure der Gäste eng bewacht werden. Im linken Rückraum hat FA-Trainer Velimir Petkovic mit dem Tschechen Pavel Horak und dem Serben Momir Rnic zwei Kraftpakete im Team, die wichtige Treffer erzielen. Aber auch Felix Lobedank, der ehemalige Burgdorfer Michael Thiede, Tim Kneule und Michael Haaß dürfen nicht unterschätzt werden.
Auf den Außenpositionen spielen mit Christian Schöne und Dragos Oprea zwei schnelle und treffsichere Akteure bei den Gästen. Auch Dalibor Anusic und Manuel Späth am Kreis werden nicht ohne Bewachung bleiben. Zudem steht mit Enid Tahirovic ein Keeper zwischen den Pfosten, der mit reaktionsschnellen Paraden auf sich aufmerksam macht. Insgesamt also eine gute Mannschaft, die sich einen respektablen Mittelfeldplatz erarbeitet hat. Ein Platz, der möglicherweise noch für einen internationalen Startplatz in Frage kommt, ist für Frisch Auf noch realisierbar. Dazu muss in Hannover aber ein doppelter Punktgewinn geschafft werden, damit Verfolger MT Melsungen und der TuS Nettelstedt-Lübbecke nicht näherkommen.
Die TSV wird in der Außenseiterrolle sein, aber das ist nicht unbedingt ein Nachteil. Die Qualitäten in eigener Halle sind bekannt und Torge Johannsen und seine Mitspieler könnten in der AWD-Hall wieder einmal groß auftrumpfen und sich in einen Spielrausch spielen. Dazu gehören aber eine Topleistung in der Defensive und eine gute Ausnutzung der Chancen vor Keeper Tahirovic.
Hannover-Burgdorf hat noch einige Möglichkeiten, den Klassenerhalt perfekt zu machen. Nach dem Heimspiel gegen Göppingen steht das Derby bei Eintracht Hildesheim und dann die Partie gegen den VfL Gummersbach auf dem Programm. Ein Sieg am Mittwoch könnte aber für klare Verhältnisse sorgen und das sollte das Ziel der Mannschaft um Christopher Nordmeyer sein. Vielleicht kann das Team dann sogar noch einen 10. oder 11. Platz in der Endabrechnung schaffen. Das wäre die beste Platzierung der TSV und ein weiterer Aufschwung in der Geschichte des Burgdorfer Handballs.