Ein Lokalderby mit ganz besonderen Kriterien

Heeßels Marius Gogol (rechts) kann sich im Zweikampf gegen den Neuhofer Tobias Gensrich durchsetzen. (Foto: Kamm)

Heesseler SV tritt am Sonntag bei der TSV Burgdorf an - Patrick Hiber ist verschollen

BURGDORF (de). Es ist ein Derby, das traditionsgemäß die Anziehungskraft auf die Zuschauer nicht verfehlt. So wird am Sonntag (15 Uhr) im Spiel der TSV Burgdorf gegen den Heesseler SV auch einiges los sein. „In diesem Derby gibt es andere Kriterien, die über Sieg oder Niederlage entscheiden“, wissen sowohl Burgdorfs Trainer Volker Herfort als auch sein Heeßeler Kollege Niklas Mohs.
Derby mit anderen Kriterien
„Wir müssen in unseren Leistungen konstanter werden“, meinte trotz des 6:0 (3:0)- Heimsieges über Blau Weiß Neuhof Heeßels Trainer Niklas Mohs. „Es ist bei uns allein eine Kopfsache, an der wir noch arbeiten müssen.“ So wollte Heeßels Trainer den Sieg über Neuhof auch nicht überbewerten, da sich die Gäste nicht eine Torchance erarbeiten konnten. Mark Wielitzka (24.), Moritz Peithmann (33.), Julian Rackl (37. und 73.) sowie Jannis Iwan (85. und 87.) machten die Heeßeler Tore.
Weitaus knapper ging es im Spitzenspiel zwischen dem OSV Hannover und der TSV Burgdorf zu, das leistungsgerecht 1:1 (1:1) endete. Die Burgdorfer hatten dabei das Pech, dass nach dem Führungstreffer durch Ertan Amatovski (11.) der Ausgleichstreffer aus einem höchst umstrittenen Foulelfmeter von Yilmaz Dag (42.) resultierte. „Wir haben uns trotz der Benachteiligung gut behauptet. Auch, wenn unsere Serie von sechs Siegen in Folge nun zu Ende gegangen ist“, sagte Volker Herfort, der im Derby wieder mit dem Einsatz von Fabian Hoheisel rechnet.
Wo ist Patrick Hiber?
Dagegen muss Burgdorfs Trainer weiter auf Patrick Hiber verzichten. Am 27. August absolvierte Hiber beim 6:2-Pokalsieg in Barsinghausen sein letztes Pflichtspiel. Fortan wurde der 25-Jährige weder auf dem Trainingsplatz der TSV Burgdorf noch außerhalb des Sportplatzes gesehen. Alle Versuche, den Spieler zu erreichen, blieben bisher erfolglos. „Patrick reagiert nicht einmal auf telefonische Anrufe, da er nicht ans Handy geht. Wir wissen auch nicht, wo er steckt oder was er macht“, musste der TSV-Vorsitzende Walter Eckhoff eingestehen, der bei einer Fortsetzung der von Patrick Hiber selbst gewählten Auszeit eine Vertragsauflösung nicht mehr ausschließen wollte. „Es kann nicht angehen, dass wir für Patrick Hiber, der bei uns einen Vertrag unterschrieben hat, Beiträge an die Berufsgenossenschaft zahlen müssen, obwohl wir keinen Zugriff auf ihn haben. Trotzdem werden wir alles daran setzen, Patrick zu einer Rückkehr zu bewegen. Ich habe bereits mit unserem Manager Uli Pigulla gesprochen und ihm gesagt, dass wir uns um den Jungen kümmern müssen. Das sind wir unserer Fürsorgepflicht schuldig."