Ein Heimsieg soll die TSG weiter entlasten

Maurice Herbold findet im Heimspiel gegen den SV Beckdorf den Freiraum zwischen zwei Abwehrspielern. (Foto: Holger Staab)

Jürgen Bätjer fordert gegen HSG Handball Lemgo II einen Sieg

BURGWEDEL (hs). Mit der Chance auf einen Heimsieg geht die Turnerschaft Großburgwedel am Sonnabend, 23. Februar, ab 19 Uhr in die Begegnung der 3.Liga gegen HSG Handball Lemgo II. Gleichzeitig bekommen Trainer Jürgen Bätjer und seine Spieler damit die Möglichkeit sich nach dem überraschenden 26:23-Sieg bei den Füchsen Berlin II in das Mittelfeld der Tabelle vorzuschieben. Dies sollte sich die Mannschaft nicht entgehen lassen, denn noch ist die Abstiegszone nicht weit genug entfernt. Ist das Team gut vorbereitet und kann dem Gegner vor eigenem Publikum engagiert entgegentreten, dann sollten die beiden Pluspunkte in Burgwedel bleiben.
Die TSG hat noch etwas gutzumachen. Im Hinspiel in der Volker-Zerbe-Halle in Lemgo ließen sich Jörg-Uwe Lütt und seine Mitspieler von der HSG überraschen. Trotz einer 16:13-Halbzeitführung musste sich die Mannschaft noch mit 28:32-Toren geschlagen geben. Allerdings waren Maurice Herbold und Kay Behnke nicht mit dabei. Die beiden haben ein Zweitspielrecht bei Eintracht Hildesheim und die forderte die Akteure an. Somit war der Rückraum erheblich geschwächt und es kam kaum Druck aus der Fernwurfzone. Nur Malte Kress mit sechs Feldtoren und Thomas Bergmann mit fünf Treffern aus dem Spiel heraus konnten überzeugen.
Zudem kamen die Burgwedeler mit den jungen Talenten der HSG nur schwer zurecht. Immer wieder sorgte der junge Rückraumspieler Julian Possehl für leichte Tore. Auch der erfahrene Anton Leif konnte fünf Treffer aus dem Feld erzielen. Auf diese beiden Akteure muss die TSG-Defensive am Sonnabend besonders achten, damit ein Sieg gelingen kann. Die Lemgoer haben das rettende Ufer noch nicht erreicht und werden in der Halle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“ motiviert auftreten. Da hilft neben einer guten Taktik von Coach Bätjer nur eine kämpferische Einstellung und aggressive Abwehrarbeit.
Neben den genannten Leif und Possehl sind auch noch die noch A-Jugendlichen Dominik Ebner auf der Rechtsaußen- und Valentin Schmidt von der Spielmacherposition zu beachten. Die beiden Spieler agieren unbekümmert, setzen sich immer 100-prozentig ein und können durch ihr schnelles Spiel begeistern. Das muss die TSG-Defensive einschränken und wenig Fehler produzieren. Werden die Angriffe darüber hinaus zu früh und überhastet abgeschlossen, dann laden die TSG-Angreifer Lemgo zu schnellen Gegenstößen ein. HSG-Trainer Niels Pfannenschmidt wird sein Team auf die TSG vorbereiten und will den Heimweg nach Westfalen nicht mit leeren Händen antreten.
Die TSG sollte mit ihren starken Individualisten um Maurice Herbold, Andrius Stelmokas oder Paul Schirmer aber einen Weg finden, den Vorwärtsdrang der Gäste zu unterbinden. Gelingt eine nahezu fehlerfreie Aufbauphase und ein gutes Rückzugsverhalten nach eigenen Angriffen, dann ist ein doppelter Punktgewinn auch realisierbar. Mit den eigenen Zuschauern im Rücken ist dies sogar sehr wahrscheinlich, denn immerhin würde ein Sieg die Situation in der Tabelle erheblich verbessern. Dann könnten die nächsten Partien am 2. März bei HSV Insel Usedom und am 9. März in eigener Halle gegen HF Springe entspannt angegangen werden.