Ein Handball-Derby mit viel Brisanz und Emotionen

Heidmar Felixson ist mit seiner Erfahrung immer noch ein wichtiger Faktor im Spiel der TSV Burgdorf II. (Foto: Holger Staab)

TS Großburgwedel und TSV Burgdorf II werden mit offenem Visier spielen

ALTKREIS (hs). Darauf haben die Handballfans aus der Region Hannover und besonders aus dem Altkreis Burgdorf schon seit langer Zeit gewartet. Am Sonnabend, 17. November, steht das Nachbarschaftsderby zwischen der Turnerschaft Großburgwedel und der TSV Burgdorf II auf dem Spielplan der 3. Liga Nord. In diesem Spiel ist der Tabellenstand unwichtig, auch die TSV Burgdorf II ist als Tabellenzweiter kein Favorit, denn es geht in der Halle des Burgwedeler Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ um die Vorherrschaft in der Region Hannover und wichtige Punkte.
Beide Mannschaften kennen sich gut, Spieler aus beiden Teams haben schon zusammen gespielt und alle wollen am Sonnabend ab 19 Uhr den Zuschauern Handball vom Feinsten zeigen. Die Halle in Burgwedel wird gut besucht sein und die Fans sollten sich rechtzeitig auf den Weg machen, um einen Sitzplatz zu ergattern. Die TSG und die TSV II haben junge Talente in ihren Reihen, die für tolle Aktionen sorgen werden. Wer dabei am Ende im Vorteil ist, bleibt abzuwarten.
Die Turnerschaft hat gerade gegen Topteams schon bewiesen, das sie jeden Gegner der Liga schlagen kann. So gewannen sie völlig überraschend mit 32:26-Toren bei HF Springe. Trainer Jürgen Bätjer scheint die TSG-Spieler auf den Punkt einstellen zu können. Allerdings fehlt in der Mannschaft die Konstanz und manchmal auch der unbedingte Wille zum Sieg. Der Heimvorteil könnte dennoch für die Turnerschaft sprechen.
Bei der TSV II hat sich bereits im ersten Saisonspiel gegen TSV Altenholz, aber auch in eigener Halle gegen den Oranienburger HC und zuletzt gegen die Füchse Berlin II gezeigt, dass die starken Leistungen nicht immer abgerufen werden können. Die jungen Spieler haben Probleme, wenn sie nicht richtig ins Spiel kommen oder gegen körperlich robuste Mannschaften mit Härte spielen müssen. Nach sieben Siegen waren deshalb zwei Niederlagen, wie gegen den HC und die Füchse II nicht zu vermeiden. Am Sonnabend will sich die TSV um Trainer Sven Lakenmacher aber wieder von einer anderen Seite zeigen. Die Motivation ist auch eine andere, denn im Nachbarschaftsduell herrschen nimmer eigene Gesetze.
Die TSG hat mit Steffen Dunekacke, Maurice Herbold oder Kay Behnke ebenfalls junge ehrgeizige Spieler im Kader, die durchaus für Gefahr in der Burgdorfer Abwehr sorgen können. Da müssen sie dann aber noch an Jugendnationaltorwart Malte Semisch vorbei, der seinen Kasten sauber halten will.
Auch die Burgdorfer Angreifer werden nicht einfach zu Torerfolgen kommen können. Mit Jörg-Uwe Lütt steht im TSG-Gehäuse ein sehr erfahrener Keeper, der bereits bei der TSV Burgdorf spielte, Robin Kothe und Heidmar Felixson gut kennt und zumindest die Entwicklung der jungen TSV-Spieler verfolgt und deren Stärken einschätzen kann.
Beide Mannschaften werden mit offenem Visier antreten, sich keinen Meter Boden schenken und mit vollem Einsatz in die Begegnung gehen. Eine spannende Partie ist zu erwarten und ein Leckerbissen für alle Handballfans in der Region.