Ein Auswärtssieg wäre für die Recken ein Segen

Im Heimspiel gegen SC Magdeburg hat Mait Patrail einen schweren Stand, um zum Torwurf zu kommen. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf ist in diesem Jahr noch ohne Sieg

BURGDORF (st). Am 24. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga wird die TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend, 19. März, ab 19 Uhr beim Bergischen HC auflaufen. Eine richtungsweisende Partie für die Recken, denn in den letzten vier Begegnungen konnte die Mannschaft um Trainer Jens Bürkle, trotz ansprechender Leistungen, nicht gewinnen und will diese Serie beenden. Das wäre vor dem schweren Heimspiel gegen den Rekordmeister THW Kiel ein ganz wichtiger Schritt. Ein Erfolg würde zumindest die Chance auf den 5. Platz offenhalten.
Fünf Mannschaften kämpfen um den Platz, der eine Europapokalteilnahme sicherstellt. Nach dem Dreikampf um die Meisterschaft zwischen den Rhein-Neckar Löwen, THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt ist der Kampf um den 5.Platz eine weiteres, spannungsgeladenes Feld in der stärksten Liga der Welt. Die Füchse Berlin, HSG Wetzlar, Frisch!Auf Göppingen, die TSV Hannover-Burgdorf und der VfL Gummersbach fighten dabei um den Rang für Europa.
Aufgrund des schweren Restprogramms haben die Recken nur geringe Chancen, denn mit den erneuten Verletzungen von Morten Olsen, Erik Schmidt und Kai Häfner ist der Kader wieder einmal zusammengeschrumpft. Sie sind Außenseiter, können aber mit einem Lauf durchaus noch mitmischen. Diesen Lauf wollen sie am Sonnabend in der SG-Klingenhalle in Solingen, wo der BHC seine Heimspiele austrägt, starten. Nach den Unentschieden gegen die SG Flensburg-Handewitt (25:25), beim TuS Nettelstedt-Lübbecke (29:29) und gegen den SC Magdeburg (31:31), sowie der Niederlage in Göppingen (28:35) wollen der nach Verletzung zurückgekehrte Torge Johannsen und seine Mitspieler jetzt einen Sieg. Das wären der erste Erfolg 2016 und ein dringend benötigter doppelter Punktgewinn.
Die Chance auf zwei Pluspunkte ist gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft des Bergischen HC groß. Allerdings darf sich die TSV nicht vom Tabellenstand täuschen lassen und wird sich aufgrund der Personalentwicklung erst finden müssen. Der Gastgeber kämpft verbissen gegen den Abstieg und benötigt jeden Punkt. In der vergangenen Saison mussten die Recken in Solingen beim 31:31-Remis einen Punktverlust verkraften. Im Hinspiel in Hannover konnten Runar Karason und Co einen letztlich sicheren 29:24-Sieg erreichen. Erst nach dem 18:17-Zwischenstand in der 41. Spielminute konnte sich Hannover-Burgdorf absetzen und die Begegnung letztlich klar für sich entscheiden.
Die Qualitäten des BHC wurden aber deutlich, denn die Mannschaft lebt von der Geschlossenheit, hat keinen Star im Team und alle Spieler sind torgefährlich. Die meisten Treffer im Hinspiel erzielten Maximilian Hermann (6) und Arnor Gunnarsson (5). Neben diesen beiden Akteuren sind auch noch Alexander Hermann sowie Fabian Gutbrod und Alexander Oelze zu beachten.
Die TSV wird sich aber vornehmlich auf ihre eigenen Stärken und Schwächen konzentrieren müssen. Der BHC ist nur zu bezwingen, wenn die Gäste aus Niedersachsen mit vollem Einsatz ins Spiel gehen, ihre Angriffe bis zu einer guten Chance ausspielen und auch den BHC-Keeper Björgvin Gustavsson mit gezielten Würfen keine Möglichkeit zum Eingreifen geben. Zudem wird auch die im Dezember sehr kompakte Abwehrleistung gefordert sein. Die Defensive um Csaba Szücs und Mait Patrail darf die Angreifer des Gastgebers nicht aus den Augen lassen und sollte von Beginn an hellwach agieren.
Gelingt ein Auswärtssieg in Solingen, dann könnte der Traum von Europa noch nicht ausgeträumt sein und auch für die Partie gegen den Topfavoriten Kiel am Ostersonntag in der TUI-Arena können sich Sven-Sören Christophersen und seine Mitspieler durchaus Hoffnung auf einen Punktgewinn machen, denn sie hätten die kleine erfolglose Serie durchbrochen.