Die Recken wollen WM-Pause intensiv nutzen

Die Recken können sich auf lautstarke Unterstützung ihrer Fans freuen und wollen sich bis zum nächsten Spiel technisch und physisch verbessern. (Foto: st)

Erstes Spiel erst wieder Mitte Februar bei HC Erlangen geplant

BURGDORF (st). Das Handballjahr 2016 ist beendet. Die TSV Hannover-Burgdorf wollte im Dezember nochmal für Furore sorgen, leider standen drei Niederlagen gegen die Rhein-Neckar Löwen, MT Melsungen und im Pokal bei SC DHfK Leipzig auch nur drei Erfolge beim TBV Lemgo, gegen VfL Gummersbach und gegen FrischAuf! Göppingen gegenüber.
Dafür wurden die Planungen für die Saison 2017/2018 intensiviert. Wichtige Erfolge und der jetzige 5.Platz sind aber Indikatoren, dass die Mannschaft in der laufenden Saison noch einige Überraschungen schaffen könnte. Das Wichtigste ist zudem, dass die Fans aus Hannover und der ganzen Region mittlerweile richtig Handballbegeistert sind, mitfiebern und die Recken leidenschaftlich unterstützen.
Zu Beginn der Serie 2016/2017 schien es wieder so, als wenn die TSV Hannover-Burgdorf vom Pech verfolgt ist. Zwei Langzeitverletzte, Csaba Szücs (Achillessehnenriss) und Sven-Sören Christophersen (Daumen-OP) meldeten sich schon frühzeitig aus dem Team ab und mit Torge Johannsen und Casper Mortensen, sowie in einzelnen Spielen Morten Olsen, Mait Patrail und Lars Lehnhoff wurde die Liste der nichtspielfähigen Akteure nicht kürzer.
Beeindruckend war aber die Moral der Mannschaft, die sich trotz der Dezimierung stabil zeigte, zwar auch Rückschläge und schwache Leistungen hinnehmen musste, aber insgesamt ansprechende Vorstellungen bot.
Der Start beim Auswärtsspiel in Göppingen war gleich ein positives Zeichen der Recken denn mit dem 34:23-Auswärtssieg hätten nicht einmal kühnste Optimisten gerechnet. Die hohe Heimniederlage gegen den Topfavoriten SG Flensburg-Handewitt (20:35) brachte das Team um Coach Jens Bürkle allerdings schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. Es folgte dann ein Wechselbad der Gefühle, denn wichtige Erfolge, wie der 25:23-Sieg beim SC DHfK Leipzig und das 26:23 gegen HSG Wetzlar folgten wieder ganz schwache Vorstellungen bei TVB 1898 Stuttgart (20:30) oder bei HBW Balingen-Weilstetten (27:30).
Gegen die Topteams der DKB Handball-Bundesliga, ausgenommen die Flensburger, waren die Recken auf Augenhöhe. Das zeigten die Ergebnisse gegen die Füchse Berlin (29:30) beim THW Kiel (26:27), bei den Rhein-Neckar Löwen (30:34) oder gegen MT Melsungen (30:31). Leider sprang in keinem Spiel, in dem die TSV als Außenseiter ging, ein Punktgewinn heraus, obwohl Lars Lehnhoff und Co oft gleichwertig waren. Hier spielte die Qualität der Gegner und letztlich auch das Glück den Recken nicht in die Karten.
Grandios war allerdings der Auftritt beim Angstgegner SC Magdeburg, denn hier trumpften Morten Olsen und seine Mitspieler so richtig auf und gewannen in der GETEC-Arena vor erstaunten SCM-Fans mit sage und schreibe 37:22-Toren und brachten den Magdeburgern die höchste Heimniederlage ihrer Geschichte bei. Nach diesem Spiel war klar, dass die Burgdorfer sich durchaus im oberen Tabellendrittel der deutschen Eliteliga festsetzen und vielleicht sogar im Kampf um einen Europapokalplatz mitspielen können.
Der Dezember sollte dann ein Erfolgsmonat werden. Die knappen Niederlagen gegen Melsungen und gegen die Rhein-Neckar Löwen und besonders die schmerzlichen Pokalpleite, hier wurde die große Chance auf den Einzug in das Final4 in Hamburg verspielt, brachten der TSV aber keine gute Stimmung. Zum Glück wurden aus den verbliebenen drei Begegnungen beim TBV Lemgo (31:26), gegen den VfL Gummersbach (29:26) und gegen FrischAuf! Göppingen (31:23) noch sechs Pluspunkte eingespielt.
Mit diesen Erfolgen sicherten sich die Recken den 5. Tabellenplatz und haben alle Möglichkeiten, die beste Saisonplatzierung ihrer Geschichte zu schaffen. Gelingt ihnen zum Start in das Jahr 2017 am 11. Februar bei HC Erlangen ein Erfolg und vielleicht vier Tage später im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen eine Überraschung, dann könnte von einem Platz im Europapokalgeschäft geträumt werden.