Die nächste Chance für die TSV in Hüttenberg

Der Ball ist für Kim Andersson, Christian Sprenger und Aivis Jurdsz das Objekt der Begierde, danach richten sich alle Blicke. (Foto: Holger Staab)

Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich für die TSV Hannover-Burgdorf zu

BURGDORF (hs). Die Enttäuschung stand in den Gesichtern der Spieler der TSV Hannover-Burgdorf geschrieben. Nach der Partie Ende November vergangenen Jahres in der AWD-Hall gegen den TV 05/07 Hüttenberg freute sich keiner über den Punktgewinn beim 30:30-Unentschieden. Alle TSVer haderten mit der vergebenen Siegchance und waren sichtlich enttäuscht über ihre eigene Leistung. Das könnten sie am Sonnabend, 21. April, ab 20.15 Uhr besser machen, denn dann steht das Rückspiel in der Sporthalle Hüttenberg auf dem Spielplan.
Die TSV hat ihren Punkteabstand von vier Punkten zum Abstiegsplatz 16, trotz der 22:29-Niederlage gegen SC Magdeburg, gehalten. Kein Ruhekissen, aber ein Polster, das vergrößert werden könnte. Und das soll in den nächsten drei Partien in Hüttenberg, gegen Frisch Auf Göppingen und beim Tabellenletzten Eintracht Hildesheim gelingen. Die Chancen dafür sind vorhanden, die TSV muss sich auf ihre Stärken besinnen und konsequent den Erfolg suchen. Sowohl vor dem gegnerischen Tor, wie auch in der Aufbauarbeit. Zudem ist Kompromisslosigkeit in der Defensive gefragt. Abwehrspezialist Gustav Rydergard und Vignir Svavarsson sind im Mittelblock in der Abwehr gefordert und müssen die Hüttenberger Angreifer in Schach halten. Ohne volle Konzentration und Engagement wird das Spiel nicht zu gewinnen sein, auch wenn der Gastgeber auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Die Hüttenberger haben in vielen Partien der Saison ihre Qualitäten gezeigt.
Gegen den noch amtierenden Deutschen Meister HSV Hamburg schaffte das Team um Coach Jan Gorr ein beachtliches Unentschieden. Auch beim 30:30-Remis in Hannover wusste Hüttenberg zu überzeugen. Kreisläufer Timm Schneider mit 10 Treffern und aus dem rechten Rückraum Andreas Scholz mit 7 Toren waren von der TSV-Defensive nicht zu stoppen. Auch Kreisläufer Sebastian Weber zeichnete sich fünfmal aus. Insgesamt keine gute Vorstellung der TSV, die den Kreisläufern einfach zu viel Freiraum bot.
Das soll sich in der Sporthalle in Hüttenberg, die 1600 Zuschauern Platz bietet, ändern. Von Beginn an will die TSV ihre Qualitäten in der Defensive sowie die Durchschlagskraft in der Offensive suchen. Dem vermeintlichen Absteiger soll Einhalt geboten werden. Neben den Torschützen des Hinspiels müssen Asgeir Örn Hallgrimsson und seine Mitspieler aber auch noch auf die Rückraumspieler Stefan Lex (22 Jahre) und Matthias Gerlich (24 Jahre) achten. Die beiden jungen Talente konnten zuletzt starke Partien abliefern und sind immens torgefährlich. Das gilt auch für den Rest der jungen Truppe, die mit dem slowakischen Torwart Milos Putera und dem Polen Tomasz Jazewski nur zwei Ausländer im Team hat.
Dennoch ist der TV als Aufsteiger mittlerweile stark abstiegsgefährdet und dürfte es schwer haben, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Bisher konnten erst 14 Pluspunkte eingespielt werden und das ist für eine erneute Teilnahme an der TOYOTA Bundesligasaison 2012/2013 zu wenig. In den letzten sechs Begegnungen scheint es fast unmöglich, die nötigen Zähler für den Verbleib in der deutschen Eliteliga noch zu schaffen. Allerdings könnte ein Erfolg gegen die TSV noch mal Auftrieb geben und deshalb werden die Gorr-Schützlinge die Begegnung nicht abschenken.