Dezimierte Burgdorfer Recken wollen einen Auswärtssieg

Casper Mortensen von den Recken sieht im ersten Heimspiel der Saison keine Lücke in der Abwehrwand der SG Flensburg-Handewitt. (Foto: st)

Eine weite Reise zum HBW Balingen-Weilstetten

BURGDORF (st). Für die TSV Hannover-Burgdorf geht es in den kommenden Tagen Schlag auf Schlag. Innerhalb von acht Tagen stehen drei wichtige Spiele in der DKB Handball-Bundesliga auf dem Programm. Bei der HBW Balingen-Weilstetten, gegen TSV GWD Minden und beim THW Kiel warten schwere Aufgaben, können die Recken aber auch entscheidende Punktgewinne verbuchen, mit denen sie den Mittelfeldplatz festigen können.
Am Dienstag, 11. Oktober, ab 20.15 Uhr wird die Partie in der Sparkassenarena in Balingen angepfiffen. Für die Spieler um Trainer Jens Bürkle eine heikle Aufgabe. Mit Martin Ziemer, Fabian Böhm, Kai Häfner und Bürkle haben gleich vier Mitwirkende eine intensive Ex-Beziehung zu den Balingern und werden dadurch auch mit einer ganz besonderen Motivation auflaufen. Aber es geht um zwei Punkte und gegen den Gastgeber sollte ein Erfolg gelingen, damit die Mannschaft einen guten Tabellenplatz schafft und die nächsten Begegnungen mit Selbstvertrauen angeht.
Die Balinger haben bisher noch nicht überzeugen können und zählen zu den Kandidaten, die um den Klassenerhalt mitkämpfen müssen. Mit Fabian Böhm haben sie vor der Saison einen Stammspieler an die TSV abgeben müssen. Zudem musste HBW weitere sechs Spieler ziehen lassen, darunter mit Olivier Nyokas, Alexandros Vasilakis und Christoph Theuerkauf wichtige Stammspieler. Balingen wäre aber nicht Balingen, wenn sie nicht den Umbruch auch zu einem Neuanfang nutzen könnten. Bisher schafften sie es seit der Saison 2006/2007, wenn auch oft sehr knapp, dem Abstieg aus der DKB Handball-Bundesliga zu entgehen.
Mit Pascal Hens, Lars Friedrich und Matthias Flohr sicherten sie sich die Dienste von gestandenen Bundesligaspielern und der neue Trainer Runar Sigtrygsson sieht seine Mannschaft trotz Vorbehalten gut aufgestellt. Akteure wie Spielmacher Martin Strobel, Linksaußen Yves Kunkel oder Kreisläufer Christoph Foth sind wie Rückraumschütze Sascha Ilitsch eine Art Lebensversicherung in der Bundesliga.
Die Recken dürfen sich in der SparkassenArena in Balingen nicht auf die Spielweise des Gastgebers einlassen, sondern müssen schnell zu ihrem Spiel finden. Bekommt die Heimmannschaft erstmal Oberwasser, dann wird es für Joakim Hykkerud und seine Mitspieler schwer, den Anschluss zu finden und zu erfolgreichen Aktionen zu kommen. Da die TSV aber ersatzgeschwächt antreten muss, kann das Spiel nur über die Kampfkraft der verbliebenen Spieler entschieden werden. Die Recken haben trotz der verletzten Spieler noch ein individuell besseres Team, müssen die Vorteile aber in Treffer umsetzen. Gelingt das, dann sollte ein doppelter Punktgewinn erzielt werden und Hannover-Burgdorf könnte nach der unglücklichen 29:30-Niederlage gegen die Füchse Berlin am vergangenen Montag zuversichtlich auf das nächste Heimspiel gegen GWD Minden schauen.