Derby gegen HSV Hannover verspricht Spannung

Kay Behnke will am Sonnabend mit verwandelten Strafwürfen einen Sieg im Derby gegen HSV Hannover sicherstellen. (Foto: st)

TSG hofft auf Heimstärke und eine gut gefüllte Halle

BURGWEDEL (st). Beide Mannschaften haben noch nicht ganz zu ihrem Rhythmus gefunden. Beide Teams können sich durch einen Erfolg eine bessere Ausgangsposition für die nächsten Spieler sichern und beide trennen nur wenige Kilometer Entfernung voneinander. Gemeint sind die Turnerschaft Großburgwedel und HSV Hannover (ehemals TSV Anderten), die am Sonnabend, 10. Oktober, ab 19 Uhr in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ in Burgwedel aufeinandertreffen. Ein Nachbarschaftsderby, das Spannung verspricht und die Handballfans aus der Umgebung zum Zuschauen einlädt.
Für die TS Großburgwedel ist es bereits das dritte und letzte Derby in der Hinrunde der noch jungen Saison. In eigener Halle konnte die TSV Burgdorf II mit 27:25-Toren nach Hause geschickt werden, auswärts bei Eintracht Hildesheim schafften die Bätjer-Schützlinge ein überraschendes 29:29-Unentschieden und jetzt kommt der HSV Hannover nach Burgwedel. Für die jungen Spieler um Coach Jürgen Bätjer Motivation genug, um sich vor eigenem Publikum voll reinzuknien und ihr Punktekonto auf der richtige Seite aufzustocken.
Die TSG konnte die Derbyergebnisse bisher oft nicht bestätigen. In den Begegnungen gegen die Nachbarn war die Mannschaft voll da, in den anderen Partien aber nicht immer präsent. Das wird auch an der mangelnden Spielpraxis liegen. Das Team wird sich in der laufenden Saison erst finden müssen. Hinzu kommt, dass die Talente, die die TSG nach Burgwedel geholt hat, dem Druck in der 3.Liga erst standhalten müssen. Da sind Leistungsschwankungen durchaus verständlich. Aber das sind keine Ausreden, denn die Youngster wollen sich beweisen und die Ergebnisse haben gezeigt, dass sie in der Liga vielen Mannschaften ebenbürtig sind und ein guter Mittelfeldplatz kein Traum sein sollte.
Dennoch werden sich Erik Gülzow und seine Mitspieler am Sonnabend ab 19 Uhr im Vergleich zu der Partie bei den Füchsen Berlin nochmal steigern müssen, um die Anderter bezwingen zu können.
Auch die Gäste haben noch nicht begeistern können und stehen nur im unteren Tabellendrittel. Bei der SG Flensburg-Handewitt II (24:22) und gegen den SV Mecklenburg-Schwerin (37:25) gab es für die Spieler um Trainer Stephan Lux Erfolge, darüber hinaus aber auch bittere Niederlagen. Der HSV konnte vor der Spielzeit Sascha Muscheiko von TV Jahn Duderstadt, Thorben Buhre von MTV Großenheidorn und Lukas Linderkamp von Eintracht Hildesheim verpflichten. Den drei Zugängen stehen mit Hendrik Edeler (Lehrter SV), David Sauß (Oranienburger HC) und Hendrik Schmidt (TSV Anderten II) aber auch drei Abgänge gegenüber. Der Rückraum wurde aber zusammengehalten und da sind mit Bastian Riedel, Philip Müller, Jannis Pille und Hendrik Benckendorf starke Angriffskräfte vorhanden. Die Gäste wollen in Burgwedel unbedingt einen doppelten Punktgewinn schaffen, um nicht in Abstiegsgefahr zu kommen.
Die TSG wird dagegenhalten müssen. Wenn die Keeper Markus Hammerschmidt und Patrick Anders wieder ihr Tor vernageln und mit Hilfe der Deckungsarbeit für wenige Gegentreffer sorgen, dann hat die Turnerschaft gute Chancen auf einen Erfolg. Ein Derby hat aber immer seine eigenen Gesetze und auch in der Offensive sind gute Kombinationen und eine maximale Torquote notwendig, um die zwei Punkte in Burgwedel zu halten. In einigen Partien scheiterte der TSG-Angriff an zu vielen Fehlern, ob technischer Art, oder wegen zu wenig Konzentration im Spielaufbau. Da wurden Bälle einfach ohne Not dem Gegner überlassen, das darf am Sonnabend nicht passieren. Wenn der Schlüssel zum Sieg die Fehlerquote ist, dann wird Bätjer seinen jungen Spielern Zuversicht mitgeben müssen. Die eigenen Fans im Rücken könnten zudem dafür sorgen, dass der Druck nicht schwer auf den Schultern der Akteure liegt, sondern Unterstützung von den Rängen kommt. Letztlich wird die Tagesform wohl über den Ausgang der Begegnung entscheiden.