Das Nachbarschaftsderby elektrisiert die Handballfans

Jago Mävers gilt als großes Talent bei der TSV II und verurteilt hier sowohl die Defensive wie auch seinen Mitspieler Malte Donker nur zum Zuschauen. (Foto: st)

HSG Burgwedel und TSV Burgdorf II wollen Handballkrimi bieten

ALTKREIS (st). Es ist immer wieder eine mit Spannung geladene Partie und ein Handballfest für alle Fans aus der Region Hannover. Gemeint ist das Nachbarschaftsderby Burgwedel gegen Burgdorf. Am Freitag, 14. Oktober, ab 20 Uhr steht diese brisante Partie der 3.Liga in dieser Saison erstmals auf dem Programm. Austragungsort ist die Sporthalle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“ in Burgwedel. Die Erwartungen auf ein ausgeglichenes Spiel mit vielen taktischen und spielerischen Leckerbissen sind groß.
Die Heimspielhalle der jetzigen HSG Burgwedel wird am Freitag wieder gut besucht sein und Fans aus beiden Lagern werden ihr Team lautstark unterstützen. So war es in den vergangenen Jahren und so wird es voraussichtlich auch in dieser Spielzeit sein. Die Spieler auf dem Feld sehen dabei nicht die Konkurrenz der beiden Vereine, sondern das Ganze eher sportlich. Natürlich wollen die beiden Teams ihre Ausgangsposition in der Tabelle nach bisher sechs Partien in der Liga verbessern, aber eine echte Rivalität besteht zwischen den Mannschaften nicht. Dennoch ist ein Derby immer etwas Besonderes, aber sowohl die HSG um Trainer Jürgen Bätjer, als auch die Mannschaft der TSV II mit Coach Heidmar Felixson sind die beiden Pluspunkte wichtiger, als den lokalen Konkurrenten in die Schranken zu weisen.
In den letzten drei Spielzeiten gab es meist knappe Spielausgänge. Die damalige TS Großburgwedel und jetzige HSG Burgwedel hatte viermal die Nase vorn und konnte Siege verbuchen. Die TSV Burgdorf II setzte sich zweimal durch. In der vergangenen Saison gab es zwei Heimsiege. Burgwedel gewann sich 27:25 und Burgdorf 29:27. Die größte Tordifferenz resultierte aus der ersten Drittligabegegnung im November 2012, als die Ausbildungsmannschaft der Recken mit 30:25-Toren in der Burgwedeler Halle gewinnen konnte.
Auch am Freitag wird es nach den Ergebnissen der bisherigen Spielzeit wieder einen knappen Spielausgang geben können. Die HSG Burgwedel könnte ihr Heimrecht, sowie zuletzt beim 24:23-Erfolg gegen TV Kirchzell, als Vorteil nutzen. Die junge Mannschaft der TSV ist aber immer unberechenbar und kann in der 3.Liga, auch wenn es am vergangenen Wochenende eine 22:28-Pleite beim TV Gelnhausen gab, jeden Gegner schlagen. Es wird viel auf die Defensive beider Teams ankommen. Möglicherweise wird die Mannschaft einen Vorteil nutzen können, die weniger Fehler macht und zu leichten Treffern durch schnelle Gegenstöße kommen kann.
Beide Teams kennen sich gut und wissen viel voneinander. Deshalb wird die Taktik der Trainer eine entscheidende Rolle spielen. Durch den Derbycharakter kann kein Favorit ausgemacht werden und die Tagesform wird über Sieg und Niederlage entscheiden. Kann Burgwedel einen doppelten Punktgewinn in der Partie sicherstellen, wäre ein Sprung in der Tabelle realisierbar und in zwei Wochen könnten die Bätjer-Schützlinge im dritten Heimspiel nacheinander gegen die HC Elbflorenz mit einem Erfolg nachlegen. Für die TSV Burgdorf hätte ein Erfolg im vierten Auswärtsspiel nacheinander richtungsweisende Folgen, denn die nächsten drei Spiele gegen TV Kirchzell, gegen HF Springe und gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden werden in Burgdorf ausgetragen und der Platz im oberen Tabellendrittel könnte verteidigt werden.