Burgdorfer Recken könnten Auswärtsbilanz verbessern

Mait Patrail von der TSV Hannover-Burgdorf kommt nach langer Verletzungspause zum Saisonende wieder auf Touren. (Foto: st)

Mittelfeldduell der TSV Hannover-Burgdorf beim VfL Gummersbach

BURGDORF (st). Bis zum Saisonende in der DKB Handball-Bundesliga stehen für die TSV Hannover-Burgdorf noch fünf Begegnungen auf dem Spielplan. In allen Partien sind durchaus Chancen auf Erfolge gegeben, es werden aber keine leichten Aufgaben sein. Schon am Sonnabend, 7. Mai, ab 19 Uhr, steht den Recken eine prekäre Auswärtsaufgabe bevor, denn beim Traditionsclub VfL Gummersbach können zwei Pluspunkte nur mit einer konzentrierten Leistung erobert werden. Die TSV hat aber das Potenzial für einen Sieg und könnte dadurch ihr Ziel einstelliger Tabellenplatz weiter im Blick behalten.
Mit zwei Heimspielen gegen die Füchse Berlin und TBV Lemgo, sowie drei Auswärtsspielen beim VfL Gummersbach, bei SC DHfK Leipzig und bei den Rhein-Neckar Löwen wird die TSV Hannover-Burgdorf die Saison beenden. Die Begegnung am 29. Mai in der SAP Arena gegen die Löwen ist das letzte Saisonspiel. Die anderen Bundesligisten werden die Spielzeit erst eine Woche später beenden. Die Partie der Hannoveraner gegen den HSV Hamburg wurde aufgrund der Hamburger Insolvenz aber abgesagt.
Auf den Saisonschluss konzentriert sich Trainer Jens Bürkle aber noch nicht. Zunächst einmal steht das Match beim VfL Gummersbach auf dem Programm und damit das nächstgelegene Ziel. In der Schwalbe-Arena werden die VfLer immer vorbildlich unterstützt und sind schwer zu bezwingen. Dennoch wollen die Recken es versuchen. Leider wird aus dem rechten Rückraum noch keine Unterstützung von Kai Häfner kommen. Der Linkshänder ist nach seinem Mittelhandbruch an der linken Hand noch verletzt und wird voraussichtlich erst in den letzten Begegnungen der Serie wieder mitwirken können. Bis dahin müssen andere Spieler in die Bresche springen und hier ist besonders Runar Karason gefragt.
Gegen den ehemaligen Rekordmeister Gummersbach ist aber nicht nur die rechte Seite gefordert, sondern alle Spieler, von Torwart Martin Ziemer an, über Sven-Sören Christophersen bis zu Joakim Hykkerud und Lars Lehnhoff muss alles stimmen, damit ein Sieg gelingt.
In der Hinrunde konnte die TSV in eigener Halle einen 29:24-Sieg feiern und hatte die Gummersbacher schon zur Halbzeit beim 14:8-Pausenstand im Griff. In der Schwalbe-Arena wird sich der VfL das aber nicht gefallen lassen. Mit Carsten Lichtlein im Tor haben sie einen guten Rückhalt, der seinen Kasten schon mal vernageln kann. Zudem stehen mit Kreisläufer Evgeni Pevnov, den Europameister Julius Kühn und Simon Ernst, sowie Florian von Gruchalla, Magnus Persson, Andreas Schröder und Christoph Schindler einige Spieler im Kader um Trainer Emir Kurtagic, die für immense Torgefahr sorgen werden.
Wieder einmal wird die Burgdorfer Deckungsarbeit gefordert sein. Können die TSVer eine stabile Defensive stellen und Ziemer erwischt einen guten Tag mit vielen Paraden, dann ist ein doppelter Punktgewinn machbar. Ist die Fehlerquote aber zu hoch und lassen Morten Olsen und seine Mitspieler zu viele Chancen aus, dann könnte der VfL auch zu einem leichten Sieg kommen und die Recken würden mit hängenden Köpfen die Heimreise antreten müssen. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg und noch ist die Partie völlig offen. Gelingt der TSV Hannover-Burgdorf ein Auswärtssieg, dann könnte sie nicht nur den VfL Gummersbach auf Abstand halten, sondern würde sich auch viel Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen die Füchse Berlin sichern.