Burgdorfer Recken haben in Wetzlar eine Siegchance

Kapitän Torge Johannsen im Anflug zum Torerfolg. (Foto: st)

Spiel bei der HSG Wetzlar könnte wichtige Pluspunkte bescheren

BURGDORF (st). Es ist in dieser Saison sehr schwer, in der DKB Handball-Bundesliga eine Prognose über Spielausgänge zu treffen. Es gibt eine kleine Spitzengruppe mit vier Teams und einige potenzielle Abstiegskandidaten, aber auch ein breites Mittelfeld von Platz 5 bis Platz 15. Eine außergewöhnliche Breite, die fast an jedem Spieltag für überraschende Ergebnisse in den Begegnungen sorgt. Somit ist auch das Resultat der Partie zwischen der HSG Wetzlar und der TSV Hannover-Burgdorf am Freitag, 28. November, ab 19.45 Uhr wohl nur schwer vorauszusagen.
Die Recken mussten am letzten Spieltag bei der SG Flensburg-Handewitt antreten, verloren gegen den amtierenden Champions-League-Sieger mit 26:32-Toren und haben mit 15:15-Punkten wieder ein ausgeglichenes Punktekonto. Dennoch hat die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer im hohen Norden nicht enttäuscht. Bei einer Spitzenmannschaft zu verlieren, ist kein Beinbruch. Im zweiten Auswärtsspiel hintereinander soll am Freitag in der RITTAL-Arena in Wetzlar aber wieder ein Erfolg gelingen.
Das wird aber alles andere als eine leichte Aufgabe. Die Wetzlarer um Coach Kai Wandschneider haben nach zwei starken Serien zu Beginn der Saison tief gestapelt und wollen ihr 30-Punkte-Ziel erreichen. Allerdings gab es im ersten Drittel der Spielzeit auch einige Rückschläge, wie beispielsweise die 26:29-Heimniederlage gegen Aufsteiger SG Bietigheim. Die HSG scheint eine Wundertüte, bei der sich Erfolge und Misserfolge abwechseln.
In der vergangenen Saison musste die TSV in Wetzlar eine bittere 27:30-Niederlage einstecken. Zwar entschädigte der knappe 25:24-Erfolg in eigener Halle, aber Trainer Nordmeyer wurmt auch heute die Pleite in Wetzlar noch. Deshalb wollen Martin Ziemer und Co am Freitag aggressiv in jeden Zweikampf gehen und den unbedingten Willen zum Sieg zeigen. Nur dann lässt sich auswärts in dieser Saison auch etwas bewegen und ein doppelter Punktgewinn realisieren.
Auf dem Weg dahin müssen die TSVer auf die Rückraumspieler Ivano Balic und Steffen Fäth achten. Beide sind extrem torgefährlich und können Spiel ganz allein entscheiden. Mit ihren Stärken in der Defensive lassen sich die Recken aber nicht einschüchtern und können die Rückraumachse abblocken. Lassen sich individuelle Fehler vermeiden und gelingt ein guter Spielaufbau mit einer guten Chancenverwertung, dann sollte ein Auswärtssieg durchaus möglich sein.
Zum Ende des Monats November wäre das gut für das Selbstvertrauen, denn im Dezember wartet für Lars Lehnhoff und seine Mitspieler ein hammerhartes Programm mit sechs Spielen innerhalb von 21 Tagen, dabei das Pokalachtelfinale gegen den VfL Gummersbach am 17. Dezember in Hannover. Der Start in den letzten Monat des Jahres ist am 6. Dezember mit dem Heimspiel gegen den TBV Lemgo.