Burgdorfer Recken gegen starke MT Melsungen gefordert

Wenn Torwart Martin Ziemer gegen Melsungen eine ähnlich starke Leistung zeigen kann wie im Auftaktmatch gegen Göppingen, hat die TSV eine reelle Siegchance. (Foto: st)

Kann die TSV Hannover-Burgdorf ihre Heimstärke ausspielen?

BURGDORF (st). Zweimal wird die TSV Hannover-Burgdorf in den kommenden Wochen in eigener Halle den MT Melsungen zum Duell fordern. Am Sonnabend, 26. September, ab 19 Uhr gastieren die Hessen zum Punktspiel in der Swiss Life Hall und am 28. Oktober, ab 19 Uhr werden sie im Achtelfinale des DHB-Pokal in Hannover anreisen müssen. Zwei Begegnungen, die die Recken unbedingt für sich entscheiden wollen, die aber nur mit starken Leistungen erfolgreich abgeschlossen werden können.
Zunächst wird am kommenden Sonnabend um 19 Uhr das Punktspiel in der DKB Handball-Bundesligasaison 2015/2016 angepfiffen. Die Melsunger gelten sicherlich als klarer Favorit, denn als Tabellensechster der vergangenen Spielzeit und mit ihrer Qualität im Kader können sie jeden Gegner in der Liga schlagen und haben zum Saisonstart mit fünf Erfolgen in Serie einen perfekten Einstand gegeben. Erst am 6. Spieltag am vergangenen Wochenende kassierte der MT eine bittere 23:27-Niederlage gegen den VfL Gummersbach. Aber das Team um Trainer Michael Roth ist eingespielt und wird die Pleite wegstecken.
Nach der erfolgreichen Serie und Platz 6 hat sich der Feldspielerbestand kaum verändert. Nur Timm Schneider vom TBV Lemgo wurde neu auf der Spielmacherposition verpflichtet. Mit Sebastian Ullrich (RTV Basel/ Schweiz) und Heiko Grimm (als Trainer zu HC Kriens-Luzern/Schweiz) verließen nur zwei Feldspieler den Verein. Allerdings hat sich das Personalkarussell bei den Torwarten gedreht. Die beiden Stammkeeper Mikael Appelgren (Rhein-Neckar Löwen) und Per Sandström (IK Sävehof/Schweden) suchten sich neue Aufgaben. Dafür konnte die Melsunger Führungsetage aber den starken Torwart Johan Sjöstrand vom THW Kiel und René Villadsen von ThSV Eisenach für ihre Zwecke gewinnen.
Unter dem Strich wird sich an der Qualität des Torwartduos kaum etwas verändert haben, vielleicht ist das neue Duo sogar noch etwas stärker einzuschätzen.
Die Feldspieler kennen sich gut und haben in der letzten Spielzeit harmoniert. Sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr sind die Roth-Schützlinge ausgeglichen besetzt und haben mit den beiden sechsten Plätzen in den letzten Serien, sowohl der Teilnahme am Final4 im DHB-Pokal und als Viertelfinalist im EHF-Pokal 2015 ihre Klasse bewiesen. Die Startformation gegen die Recken könnte mit Michael Allendorf auf Linksaußen, Johannes Sellin auf Rechtsaußen, Momir Rnic, Michael Müller und Timm Schneider im Rückraum, sowie Marino Maric als Kreisläufer ins Rennen gehen. Aber auch auf der Ersatzbank sitzen mit Nenad Vuckovic und Philipp Müller aus dem Rückraum, sowie Felix Danner am Kreis und Jeffrey Boomhouwer oder Christian Hildebrand auf den Außenpositionen noch gute Akteure im Hintergrund.
Für die TSV wird es, nach dem tollen 23:23-Unentschieden beim HSV Hamburg, ein weiteres Kampfspiel sein und Trainer Jens Bürkle hofft auf die Unterstützung der hannoverschen Fans, die in den bisherigen drei Heimspielen immer für tolle Stimmung sorgten. Gegen einen Favoriten kann die Heimmannschaft nur mit der Unterstützung der Zuschauer und einer fehlerfreien Vorstellung einen Punktgewinn schaffen. Am ersten Spieltag gelang das bereits gegen Frisch Auf Göppingen, obwohl die Recken bereits mit sechs Treffern zurück lagen. Gegen Melsungen können Erik Schmidt und seine Mitspieler wieder eine Überraschung schaffen und sich damit wieder in das Mittelfeld schieben. Gelingt es, in der Defensive ein Bollwerk aufzubauen und die gefährlichen Rückraumshooter der Gäste zu Fehlern zu zwingen, dann können die Recken mit schnellen Gegenstößen zu leichten Toren kommen. Die sind in einem Spiel oft entscheidend und können dafür sorgen, dass zwei wichtige Punkte in Hannover bleiben.