Burgdorf Recken wollen eine Überraschung schaffen

Auf Lars Lehnhoff kann sich die TSV Hannover-Burgdorf verlassen. Der Linksaußen ist dienstältester Spieler bei den Recken. (Foto: st)

Rhein-Neckar Löwen sind zu Gast in der Recken-Festung

BURGDORF (st). Das wird eine schwere Aufgabe für die TSV Hannover-Burgdorf. Am Sonntag, 8. März, ab 17.15 Uhr, steht das Heimspiel der DKB Handball-Bundesliga gegen die Spitzenmannschaft der Rhein-Neckar Löwen auf dem Spielplan. Bisher gab es gegen die Gäste in Pflichtspielen noch keinen Erfolg. Zudem kämpfen die Löwen um ihren Star Uwe Gensheimer zusammen mit dem THW Kiel um den Titel und wollen sich in Hannover keine Blöße geben. Die Recken werden demnach schon eine Topleistung abliefern müssen, damit ein knappes Ergebnis erzielt werden kann.
In den nächsten Monaten wird die TSV um Trainer Christopher Nordmeyer in der Rückrunde alle Spitzenclubs, die sich noch Chancen auf den Deutschen Meistertitel machen können, in der Swiss Life Hall in Hannover empfangen. Auch die SG Flensburg-Handewitt (19. April) und der THW Kiel (3. Juni) werden sich noch vorstellen und die Hürde Hannover nehmen müssen. Zunächst reisen am Sonntag aber die Rhein-Neckar Löwen an und die Recken wollen sich keineswegs kampflos geschlagen geben.
Das Rennen um den Titel „Deutscher Meister“ ist in der laufenden Saison 2014/2015 in der DKB Handball-Bundesliga so spannend wie im vergangenen Jahr bei der hauchdünnen Entscheidung zugunsten des THW Kiel. Die Rhein-Neckar Löwen sind wieder mittendrin im Kampf um den begehrten Titel. 2014 mussten sie dem THW in den letzten Sekunden der Serie den Vortritt lassen. Damit das nicht wieder passiert, werden sie alles dransetzen, um die Kieler in Schach zu halten.
Die Löwen setzten auf junge Spieler, die den Etablierten auf Sicht Konkurrenz machen können. Mit Mads Mensah Larsen und Harald Reinkind gibt es im Rückraum Alternativen mit viel Potenzial, Abwehrchef Gedeon Guardiola konnte gehalten werden, Youngster Tim Suton ist sehr talentiert und auch Torwart Bastian Rutschmann und Stefan Kneer sollten in der Rückrunde weiter für gute Leistungen sorgen. Zumal die Stammsieben mit Keeper Niclas Landin, Andy Schmid, Kim Ekdahl du Rietz, Alexander Petersson, Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Bjarte Myrhol schon allein Klasse verspricht.
Im Hinspiel konnte die TSV dem Druck der Löwen nicht standhalten. Schon zur Halbzeit war ein 9:15-Rückstand eine hohe Bürde. Am Ende konnte der Favorit einen klaren 32:20-Sieg feiern. Zu keiner Phase der Begegnung hatten Joakim Hykkerud und Co eine echte Erfolgschance. Besonders aus dem Rückraum schlugen Stefan Kneer (insgesamt 7 Treffer) und Kim Ekdahl du Rietz (6) immer wieder zu und trafen nach Belieben. Dabei konnten die gefährlichen Außenspieler noch einigermaßen in Schach gehalten werden.
Für das Heimspiel vor den hannoverschen Zuschauern haben sich die Recken mehr vorgenommen und könnten mit einer guten Abwehrarbeit und einem konstruktivem Aufbau im Angriff durchaus Chancen auf einen Punktgewinn haben. Die Außenseiterrolle liegt aber ganz klar bei Hannover-Burgdorf, denn immer noch sind einige Akteure verletzt und werden am Sonntag nicht eingesetzt. Deren Ersatz und die jungen Talente, die mehr als optimistisch in die Zukunft blicken lassen, machen bei ihren Einsätze viel richtig, aber haben einfach nicht die Erfahrung der etablierten Kräfte.
Gelingt der TSV trotz der widrigen Umstände eine Klasseleistung und stehen die voraussichtlich zahlreichen Fans in der gut gefüllten Swiss Life Hall wieder hinter ihrem Team, dann könnte eine Überraschung herausspringen. Für alle Handballfans, die nicht in Hannover sein können wird das Spiel im frei empfangbaren TV bei Sport1 live übertragen.