Bisher keine Chance im Osten beim SC Magdeburg

Sven-Sören Christophersen versucht, zusammen mit seinem Mitspieler Joakim Hykkerud eine Lücke in der Abwehr zu finden. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf steht heute vor einer schwierigen Aufgabe

BURGDORF (st). Nach der eingeplanten, aber in der Höhe mit 21:37-Toren überraschenden Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt steht die TSV Hannover-Burgdorf vor einer weiteren, hohen Hürde. Im zweiten Auswärtsspiel nacheinander erwarten die Recken beim SC Magdeburg wieder eine Mannschaft mit vielen Ambitionen und einem starken Kader. Zudem sind die Magdeburger extrem heimstark und ihre Fans gefürchtet in der gesamten Handballliga. Um in Magdeburg auch nur einen Punkt erobern zu können, muss die TSV schon über sich hinauswachsen.
Am heutigen Mittwoch wird für die TSV Hannover-Burgdorf in der GETEC-Arena in Magdeburg um 19 Uhr der 15. Spieltag angepfiffen und die Aufgabe gegen den SCM ist alles andere als einfach. Der Gastgeber ist vor der Saison mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht worden und das Team um Trainer Geir Sveinsson sollte hinter den Spitzenmannschaften um die begehrten Europapokalplätze mitspielen. Das hat sich bisher nicht bewahrheitet und es konnte nur ein Mittelfeldplatz erreicht werden. Aber der Kader ist sehr ausgeglichen und mit vielen bekannten Namen gespickt. Zudem musste mit Bartosz Jurecki nur ein Stammspieler ersetzt werden und diese Lücke auf der Kreisläuferposition hat Jacob Bagerstedt ausgefüllt.
Mit Michael Damgaard und Finn Lemke auf der linken Rückraumposition und Kreisläufer Musa Zeljko kamen darüber hinaus Akteure zum SCM, die durchaus gehobenen Ansprüchen gerecht werden können. Bisher hat das Team aber nicht überzeugen können. Zwar musste Magdeburg ein schweres Anfangsprogramm überstehen, aber auch bittere Niederlagen, wie bei der 23:27-Pleite bei der HSG Wetzlar oder beim 25:30 beim VfL Gummersbach, sprachen nicht für Fabian van Olphen und seine Mitspieler. Dagegen konnten sie bei der 30:33-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt durchaus mithalten und auch das 28:28-Remis gegen den bisherigen Tabellenzweiten MT Melsungen zeigte die Stärken im Team auf.
Die Recken werden sich ungern an die vergangene Saison erinnern, denn da gab es mit 24:28-Toren in Hannover und 28:34-Treffern in Magdeburg zwei schwache Vorstellungen. Erik Schmidt und Co müssen sich bei den Elbestädtern von Beginn an kämpferisch präsentieren und zu ihrem Spiel finden. Die starken Außenspieler Matthias Musche und Robert Weber dürfen nicht so frei zum Torwurf kommen und aus dem Rückraum droht Gefahr durch Jure Natak, Marko Bezjak, Michael Haaß und Damgaard, der bei freien Würfen nahezu fehlerfrei zu Treffern kommt.
Der exzellente 4.Platz aus der vergangenen Serie hat den Magdeburgern Auftrieb gegeben und so wird der Gastgeber vor dem lautstarken eigenen Publikum wie eine Spitzenmannschaft auftreten. Die TSV-Spieler um Trainer Jens Bürkle können nur mit einer guten Taktik und dem Willen zum Sieg etwas Zählbares mitnehmen. Gelingt ihnen eine gute Chancenverwertung gegen die Keeper Dario Quenstedt und Jannick Green und haben sie in der eigenen Defensive Stabilität und mit ihren Torwarten Martin Ziemer und Malte Semisch reaktionsschnelle Versicherungen, dann könnte die Partie bis zum Ende spannend bleiben. Gelingt das nicht, dürfte die zweite Auswärtspleite in Folge drohen und das Punktekonto würde wieder in den negativen Bereich abrutschen.
Im letzten Monat des Jahres warten dann ab dem Start 4. Dezember mit dem Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke fünf wichtige Spiele auf die Bürkle-Schützlinge, die die Bilanz aber wieder positiv gestalten können. Eine gute Leistung in Magdeburg könnte das Selbstvertrauen der TSVer dafür erheblich steigern.