Bezirksligisten probten gegen die Landesligisten den Aufstand

Der SV Adler Hämelerwald (links) versuchte vor eigenem Publikum das Spiel gegen FC Lehrte offen zu gestalten und spielte munter nach vorne. (Foto: Kamm)
 
RSE-Torhüter Marcel Maluck konnte in höchster Not vor dem sicheren Einschuss retten. (Foto: Kamm)

Nullnummer für TSV Burgdorf zum Start des MARKTSPIEGEL Cups

BURGDORFER LAND (kd). Nahezu zeitgleich mit den Spielen des MARKTSPIEGEL-Pokals fanden auch die ersten Begegnungen des MARKTSPIEGEL-Cups mit Beteiligung der Bezirksmannschaften in Heeßel und Hämelerwald statt. Dabei probten die Bezirksligisten den Aufstand, doch konnten sich die favorisierten Landesligisten aus Ramlingen und Heeßel der Angriffe gerade noch erwehren und siegten jeweils mit einem Tor Unterschied. Ein wenig in den Startlöchern hängen blieb hingegen die TSV Burgdorf, die bei der Ramlinger Reserve nicht über ein torloses 0:0 hinauskam. Noch steigerungsfähig ist der Besuch am zweiten Turniertag am morgigen Donnerstag bei der Doppelveranstaltung in Heeßel und Hämelerwald. So sahen 300 Zuschauer die Spiele am ersten Turniertag

Gruppe A (Heesseler SV)

Heesseler SV -
TuS Altwarmbüchen 1:0

Trainer Niklas Mohs bleibt stur. Unbeeindruckt von den jetzt anstehenden Spielen seines Heesseler SV beim MARKTSPIEGEL-Cup zieht der Coach sein Vorbereitungsprogramm knallhart durch. So mussten die Akteure aus Heeßel nach dem Ausscheiden im Halbfinale des PORTA-Pokals am Sonntagmorgen nicht nur eine Trainingseinheit im Ausdauerbereich unter ihrem früheren Mitspieler und heutigen Marathonläufer Christian Wiese absolvieren, sondern am Nachmittag ein Testspiel beim Oberligaabsteiger TuS Celle FC absolvieren, das die Heeßeler durch Treffer von Kesip Caran und Niklas Rohden mit 2:0 gewannen.
Da war es kein Wunder, dass dem Heesseler SV in der ersten Partie des MARKTSPIEGEL-Cups gegen den TuS Altwarmbüchen die nötige Frische fehlte. Die Hausherren konnten sogar von Glück sagen, dass sie nicht bereits in der 1. Halbzeit gegen den Bezirksligaaufsteiger aus Altwarmbüchen in Rückstand geraten waren. So ließ Stefan Doering völlig freistehend die Gelegenheit zur Führung aus. Wenig später traf Mayel Laudien, der noch in der Jugend für den Heesseler SV gespielt hatte, nur die Latte. Wie man es besser macht, stellte Jonas Künne in der 58. Minute unter Beweis, als er einen Freistoß zum 1:0-Sieg seiner Mannschaft vom Heesseler SV ins Netz zirkelte.
„Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen“, fand nach der Partie Altwarmbüchens Trainer Darijan Vlaski und erntete bei seiner Aussage keinen Widerspruch von Heeßels Trainer. „TuS Altwarmbüchen hat mich beeindruckt. Sie verschieben sehr gut und haben noch dazu gute Einzelspieler in ihren Reihen“, sagte Niklas Mohs, der heilfroh war, dass seine Mannschaft aus diesem schwere Auftaktspiel ohne Schrammen herausgekommen war.

SV Ramlingen/E. -
MTV Ilten 2:1

Keine Pause wurde auch dem SV Ramlingen/Ehlershausen gegönnt. So musste die Mannschaft von Trainer Kurt Becker nicht nur bis zum Sonntag drei Spiele innerhalb von nur fünf Tagen, darunter auch gegen den Bundesligisten Hannover 96 bestreiten, sondern stand bereits am Montag erneut vor keiner leichten Aufgabe. Mit dem MTV Ilten versuchte ein Außenseiter die Ramlinger zu ärgern. Doch legte der RSE bereits in der 1. Halbzeit den Grundstock zum späteren Sieg. Torben Tepper (20.) und Yilmaz Dag mit einem an Christopher Weindl verursachten Foulelfmeter (32.) sorgten bereits in der 1. Halbzeit mit ihren Toren für eine Vorentscheidung.
„Die Führung hat uns Sicherheit gegeben“, freute sich Kurt Becker zur Pause zu früh über den Zweitorevorsprung. So unterlief seiner Mannschaft nach einer Stunde nicht nur ein schwerwiegender Ballverlust, sondern ließ sich danach auf eine riskantes Spiel mit der Abseitsfalle ein, was prompt schief ging. So konnte Manuel Wagner (60.) mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 noch einmal für ein wenig Spannung sorgen, die aber unbegründet waren, als Iltens Roshan Mutaliph ein grobes Foulspiel vor den Augen des Schiedsrichters an Ramlingens Durduran unterlief, wofür er prompt die rote Karte sah. In Überzahl hatte der SV Ramlingen/Ehlershausen dann keine Mühe, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen,

Gruppe B (Adler Hämelerwald)

Adler Hämelerwald -
FC Lehrte 1:4
Eine Halbzeit lang tat sich der FC Lehrte beim Spiel gegen den Bezirksligaabsteiger Adler Hämelerwald äußerst schwer, um den Abwehrriegel der „Adler“ zu knacken. „Das war nicht einfach“, gestand FC-Coach Willi Gramann nach dem 4:1 (0:0)-Sieg seiner Mannschaft ein. Fünf Minuten nach der Halbzeitpause war es dann aber so weit. Ein Zuspiel von Patrick Heldt nutzte Sven Schmuidt (40.) zur 1:0-Führung seiner Mannschaft, die danach befreit aufspielte. In der 55. Minute war es Patrick Heldt, der auf 2:0 erhöhte. Den Anschlusstreffer der Hämelerwalder durch Maurice Kotz (58.) beantworteten die Lehrter bereits fünf Minuten später durch Sage Post (63.) zum 3:1. Den Schlusspunkt setzte Neuzugang Marvin Maczuga (64.) nur eine Minute später mit seinem Tor zum 4:1-Endstand. „Wir haben aus unseren Möglichkeiten das Beste gemacht. Daher bin ich trotz der Niederlage nicht unzufrieden. Erst recht nicht, weil meine Mannschaft alles gegeben hat und sich bis zum Schluss gewehrt hat“, fand Adler-Trainer Peter Wedemeyer. „Was wir in der 2. Halbzeit gezeigt haben, war in Ordnung“, freute sich Lehrtes Trainer Willi Gramann über den deutlichen Sieg seiner Mannschaft.

SV Ramlingen/E. II -
TSV Burgdorf 0:0
Im zweiten Gruppenspiel kam die TSV Burgdorf nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen die zweite Mannschaft des SV Ramlingen/Ehlershausen hinaus. „Wir haben kein Mittel gefunden, um den Abwehrriegel der Ramlinger zu knacken“, musste nach dem Spiel Burgdorfs Trainer Patrick Werner eingestehen. Zwar war die Elf von Trainer Patrick Werner spielerisch überlegen, doch erspielte sie sich keine große Chancen. „Ich muss zugeben, dass dies auch ein Verdienst unseres Gegner war, der in der Abwehr eine Fünferkette aufgeboten hatte, die perfekt funktionierte. Meine Mannschaft hat zwar alles versucht, doch haben wir kein Mittel gefunden, um uns überhaupt richtige Torchancen herauszuarbeiten. Daher geht das Unentschieden auch in Ordnung“, gab Patrick Werner zu. Keinen Grund zum Klagen hatte Ramlingens Trainer Alf Miener, der dann auch überglücklich über das Remis war. „Meine Mannschaft hat heute Großartiges geleistet. Immerhin haben meine Spieler heute gegen die erste Mannschaft der TSV Burgdorf gespielt.“