Beim TSV GWD Minden droht eine Niederlage

Joakim Hykkerud wird die Recken zum Saisonende verlassen, bis dahin kann er seinem Team aber noch zu Erfolgen verhelfen. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf will sich auswärts nichts gefallen lassen

BURGDORF (st). Die TSV Hannover-Burgdorf wird am Freitag, 19. Mai, eine starke Leistung zeigen müssen, um keine weitere Niederlage in diesem Jahr einstecken zu müssen. Beim zuletzt sehr erfolgreichen TSV GWD Minden können die Recken ab 19.45 Uhr nur mit einer guten Taktik, kämpferischen Attributen und reaktionsschnellen Torwarte auf einen doppelten Punktgewinn hoffen. Zum Glück ist die Niederlagenserie nach dem 24:24-Remis gegen TVB 1898 Stuttgart am vergangenen Sonnabend beendet, aber einen Sieg hat es 2017 immer noch nicht gegeben.
Vielleicht geht jetzt ein Ruck durch den Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Am Sonnabend sicherte sich das Team um Trainer Jens Bürkle den ersten Punktgewinn im Jahr 2017. Selbstvertrauen konnte sich das Team aber noch nicht zurückholen, denn in der Schlussphase waren die Defizite der letzten Wochen unübersehbar. Am Freitag sollen aber weitere Punkte folgen.
Bei GWD Minden wird eine Leistungssteigerung nötig sein, denn der Gastgeber hat sich in den letzten Monaten kontinuierlich gesteigert und wichtige Punkte eingespielt. Das Team um den ehemaligen Recken-Coach Frank Carstens hat den Klassenerhalt so gut wird gesichert und will in eigener Halle die Abstiegsgefahr mit einem Erfolg gegen die TSV endgültig verbannen. In der Kampa-Halle in Minden könnte ihnen das gelingen, aber Lars Lehnhoff und seine Mitspieler haben etwas dagegen. Sie wollen jetzt zeigen, dass die Pleitenserie der Vergangenheit angehört und wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.
Das könnte ihnen sogar gelingen, denn nach der Partie in Minden treffen sie in Hannover auf den SC DHfK Leipzig und TBV Lemgo und treten auswärts bei HSC 2000 Coburg und beim Bergischen HC an. Gegner, die für die Burgdorfer durchaus bezwingbar sind. Nur Leipzig steht in der oberen Tabellenhälfte, während die anderen Teams um den Abstieg kämpfen. Coburg scheint den Kampf um den Klassenerhalt bereits verloren zu haben und ist nur noch theoretisch zu retten.
Zunächst gilt die Betrachtung der Bürkle-Schützlinge aber dem 30. Spieltag und dem Spiel in Minden. Im Hinspiel sicherten sich Erik Schmidt und Co einen klaren 35:27-Erfolg. GWD kam bereits im Verlauf der ersten Spielhälfte unter Druck und zur Pause war beim 18:11-Zwischenstand bereits eine Vorentscheidung gefallen. Die Recken-Defensive hatte die starken Mindener Angreifer um Dalibor Doder im Griff. Alexander Svitlica, Christoffer Rambo, Moritz Schäpsmeiser, Magnus Jernemyr und Florian Freitag wurden immer wieder in ihren Wurfversuchen gestört und auch die Keeper Martin Ziemer und Malte Semisch konnten sich mit Paraden auszeichnen.
Auf Seiten der TSV machte Fabian Böhm mit sieben Treffern ein starkes Spiel und die Trefferquote war gut. So geriet der Sieg in der 2. Hälfte nicht in Gefahr. Beim 30:19 in der 49. Spielminute drohte Minden sogar eine deklassierende Niederlage. Im Zeichen des sicheren Sieges ließen die Recken aber nach und so konnte der Gast verkürzen.
Nachlässigkeiten dürfen sich Böhm und seine Nebenleute in der Kampa-Halle nicht leisten. Die Situation ist eine andere und die Niederlagenserie der Recken nur zu präsent. Schnell ist wieder die Schlampigkeit bei der Chancenverwertung im Spiel und da die Zuschauer in diesem Spiel die Mindener anfeuern werden, kann eine Begegnung schnell kippen. Bürkle wird seine Akteure also nicht nur physisch, sondern auch psychisch auf den Gegner und die Stimmung in der fremden Halle einstellen müssen.
Nur ein Erfolg wird im nächsten Spiel am Mittwoch, 24. Mai, ab 19 Uhr, in der Swiss Life Hall in Hannover gegen Leipzig für Auftrieb sorgen.