Beim MARKTSPIEGEL-Cup kommt es heute zum Traumfinale zwischen der TSV Burgdorf und dem Heesseler SV

Dieses ungestüme Einschreiten im Strafraum gegen den Heeßeler Jannis Iwan führte zum umstrittenen Strafstoß in der Partie Heesseler SV gegen Adler Hämelerwald. (Foto: Kamm)
 
Der Burgdorfer Marc Omelan auf dem Weg zum 1:0 im Spiel gegen den TSV Engensen. (Foto: Kamm)

Adler Hämelerwald haderte nach der Niederlage gegen Heeßel mit dem Schiedsrichter

BURGDORF (de). Bevor am heutigen Sonnabend beim MARKTSPIEGEL-Cup im Burgdorfer Stadion um 18 Uhr das Traumfinale zwischen der TSV Burgdorf und dem Heesseler SV angepfiffen wird, konnte der Veranstalter bereits ein Resümee ziehen. So erwies sich die bereits vor einem Jahr beim letzten Turnier von Marktspiegel-Geschäftsführer Klaus Hoffmann angekündigte Änderung des Modus, den MARKTSPIEGEL-Cup nur mit Mannschaften auf Bezirksebene auszutragen und für die Vereine der Kreisliga und Kreisklasse einen eigenen Sieger für den MARKTSPIEGEL-Pokal auszuspielen, als richtig. „Das Turnier ist dadurch vom Niveau weitaus anspruchsvoller, weil die Mannschaften gegen Gegner auf Augenhöhe mehr gefordert werden“, lautete der einhellige Tenor der teilnehmenden Mannschaften.
Finale am heutigen Sonnabend
14 Spiele waren nötig, ehe jetzt bei dem mit insgesamt 1.500 Euro dotierten MARKTSPIEGEL-Cup mit dem Landesligisten TSV Burgdorf und dem Klassengefährten Heesseler SV die Finalteilnehmer feststanden. In den Halbfinalspielen blieben die Überraschungen aus. So setzte sich die TSV Burgdorf erwartungsgemäß mit 2:0 (1:0) gegen den klassentieferen TSV Engensen durch.
Dagegen benötigte der Heesseler SV eine Portion Dusel, um durch einen Foulelfmeter und ein Tor in der Nachspielzeit zu einem 2:0 (0:0)-Sieg über den TSV Engensen in das Endspiel einziehen zu können, das am heutigen Sonnabend um 18 Uhr im Stadion der TSV Burgdorf angepfiffen wird.
Der Sieger des Endspiels um den MARKTSPIEGEL-Cup, bei dem die TSV Burgdorf Pokalverteidiger ist, wird mit 600 Euro belohnt, während der Verlierer noch 400 Euro erhält. Der Sieger des kleinen Finales um Platz 3, das zuvor am heutigen Sonnabend im TSV-Stadion an der Sorgenser Straße angepfiffen wird, erhält noch 200 Euro, während der Vierte 100 Euro kassiert. Jeweils 100 Euro erhalten die TSV Burgdorf und der Heesseler SV für ihren Gruppensieg. In den Halbfinalspielen, die am Donnerstagabend ebenfalls im Burgdorfer Stadion ausgetragen wurden, und zu dem 150 Zuschauer erschienen waren, kam es im Eröffnungsspiel zu der Partie zwischen dem Heesseler SV und dem SV Adler Hämelerwald. Danach trafen die TSV Burgdorf und der TSV Engensen aufeinander.

Heesseler SV - Adler Hämelerwald 2:0 (0:0)

Beide Mannschaften schenkten sich nichts, so dass angesichts verteilter Chancen auf beiden Seiten nicht wenige der Zuschauer beim Stande von 0:0 bereits mit einem Elfmeterschießen rechneten, ehe der Schiedsrichter auf den Plan trat. So wertete der Schiedsrichter in der 63. Minute eine Rettungstat von Heeßels Torhüter Thorben Fritsch außerhalb des Strafraums als absichtliches Handspiel und zeigte dem Heeßeler Torhüter die Rote Karte. „Eine klare Fehlentscheidung“, nahm auch Hämelerwalds Trainer Lars Bischoff den gegnerischen Torwart in Schutz. „Heeßels Keeper hat den Ball ganz klar mit der Brust gestoppt.“
Was dann in der Schlussminute der auf zwei mal 35 Minuten begrenzten Spielzeit folgen sollte, verärgerte den Adler-Coach derart, dass er sich nach dem Spiel zu der Äußerung hinreißen ließ: „Wir fühlen uns durch die Entscheidung des Schiedsrichters, in der letzten Minute einen Elfmeter gegen uns zu pfeifen, um unser mögliches Weiterkommen betrogen.“ Die vom Schiedsrichter geahndete Aktion an Jannis Iwan, die auch Heeßels Fabian Hellberg, der seinen privat verhinderten Trainer Niklas Mohs vertrat, mehr als grenzwertig empfand, nutzte Arne Kübek in der Schlussminute zum mehr als vorentscheidenden 1:0, wobei Heeßels Torschütze den Strafstoß wiederholen musste, nachdem er bereits beim ersten Mal getroffen hatte. Danach konnte das Spiel nicht fortgesetzt werden, da sich Hämelerwalds Spieler, die durch Thomas Ecke in der 1. Halbzeit zwei gute Möglichkeiten besaßen, kaum beruhigen konnten. „Der Spielfluss war bis dahin schon dahin. Ohnehin war die Begegnung sehr zerfahren“, fand Fabian Hellberg, der in der vierten Minute der Nachspielzeit noch einmal jubeln konnte, als Jonas Künne nach einem Konter das entscheidende 2:0 glückte.
Heesseler SV: Fritsch (bis 63.) - Straßburg, Madziarski (51. Rauschning), Fabian Hellberg, Gerhardi - Kübek, Meck - Gogol (36. Pawlowski), Künne, Marx (51. Harmening) - Jannis Iwan.
Adler Hämelerwald: Pröve - Dralle, Koster (50. Fabian Ecke), Franke, McAuley - Schott, Schröder, Knappe (36. Sören Walther), Stefan Ecke (36.Rissmann) - Ritter, Thomas Ecke.

TSV Burgdorf - TSV Engensen 2:0 (1:0)

Von der Dramatik der ersten Begegnung war in der dann folgenden Partie zwischen der TSV Burgdorf und dem TSV Engensen wenig zu spüren. Zu sehr dominierte der klassenhöhere Landesligist aus Burgdorf das Geschehen, obwohl TSV-Coach Volker Herfort nach dem Spiel von einer „unterdurchschnittlichen“ Leistung seiner Mannschaft sprach. „Wir haben nicht konsequent genug gespielt“, bemängelte später Volker Herfort, dessen Elf in der 22. Minute von einer missglückten Rückgabe von Kevin Kienast zu seinem Torhüter Steffen Grzymutzki profitierte, die Marc Omelan zur 1:0-Führung des Pokalverteidigers zu nutzen wusste. Zwei Minuten später hatte Patrick Ehlert (24.) Pech, als er mit einem Freistoß nur die Latte traf. Danach verflachte die Partie, so dass sich die Engenser immer besser in Szene zu setzen wussten, ohne den Gastgeber allerdings ernsthaft in Gefahr zu bringen. „Adnan Zuko hat bei den Burgdorfern zwei Nadelstiche setzen können, einen davon bereits in der 8. Minute“, fand Gästetrainer Thorsten Schuschel, dessen Mannschaft bis zum Abpfiff eifrig darum bemüht war, noch für eine Wende im Spiel zu sorgen. Doch war die Entscheidung spätestens nach dem 2:0 durch Marc Omelan nach einer Stunde gefallen, der von einem genauen Zuspiel seines Bruders Marvin profitieren konnte. „Die Burgdorfer haben uns einiges voraus. Das hat man heute deutlich gesehen“, gab Thorsten Schuschel nach dem Abpfiff zu, der dann auch von einem verdienten Sieg seines Gegners sprach.
TSV Burgdorf: Kaffeya - Yeboah, Fabian Hoheisel, Jackowski, Redemann - Matheusz Duraj (36. Nnane), Heldt (55. Hiber), Michael Duraj (50. Marvin Omelan), Ehlert - Marc Omelan, Reinecke.
TSV Engensen: Grzymutzki - Oelkers, Schumann, Kienast, Jasko Aziri (36. Koschinsky) - Geisler, Tkatzyk - Rufaioglou, Mirza Aziri, Miguel Werner - Zuko.

Die Qualifikation für die Halbfinal-Spiele beim MARKTSPIEGEL-Cup schafften der Heesseler SV und der TSV Engensen am letzten Vorrundenspieltag der Gruppe A am vergangenen Dienstag auf der Anlage des 1. FC Burgdorf. Dabei stand der Einzug der Engenser bis zuletzt noch „auf Messers Schneide“.

Heesseler SV - TSV Burgdorf II 2:0 (0:0)

Erwartungsgemäß hatte der Heesseler SV nach dem tags zuvor absolvierten Spiel beim PORTA-Pokalturnier gegen den Gastgeber SV Ramlingen/Ehlershausen, das die Heeßeler mit 3:2 gewannen, einige Mühe mit der TSV Burgdorf II. „Ich habe daher auch einige Spieler geschont“, sagte Trainer Niklas Mohs, der sich dann auch bis zur 45. Minute gedulden musste, ehe Arne Kübek eine Eingabe von Nachwuchsspieler Julius Bielmann zur 1:0-Führung verwandeln konnte. Ein Fehler von Aushilfstorhüter Mario Habel führte in der Schlussminute noch durch Jannis Iwan zum 2:0-Endstand für die Heeßeler, die für den Gruppensieg mit 100 Euro belohnt wurden. „Wir waren heute nicht schlechter“ fand TSV-Trainer Egon Möller.
Heesseler SV: Pawlowski - Jan David (36. Bielmann), Kriesten, Peszek, Straßburg - Steven McAuley, Kübek - Künne (45. Gerhardi), Kern (36. Hackbarth) - Jannis Iwan, Gogol.
TSV Burgdorf II: Habel - Sascha Walther, Wulf, Özgen (42. Rohlfs), Garlipp - Michael Klabis, Kühn - Eckelt, Samast, Uye - Schattschneider (42. Mahmut Duran).

TSV Engensen - TuS Altwarmbüchen 0:0

Bis kurz vor dem Abpfiff durfte sich der TuS Altwarmbüchen noch Chancen ausrechnen, ins Halbfinale einzuziehen. Allerdings hätte es dazu eines Sieges über den TSV Engensen bedurft. Die größte Chance vergab in der Schlussminute Philipp Rietzke mit einem Lattentreffer. „Schade, es war mehr drin“, ärgerte sich TuS-Trainer Darijan Vlaski nach dem Schlusspfiff über die Punkteteilung, die ein Weiterkommen des Kreisligisten aus Altwarmbüchen verhinderte. Freude hingegen beim Gegner. „Es ist prima, dass wir als Zweiter weitergekommen sind und uns nun mit der TSV Burgdorf mit einem attraktiven Gegner messen können“, freute sich Engensens Trainer Thorsten Schuschel nach dem Abpfiff.
TSV Engensen: Grzymutzki - Oelkers, Schumann, Kienast, Jasko Aziri - Tkatzyk, Mirza Aziri - Miguel Werner, Manuel Friedrich (42. Koschinsky) - Zuko, Rufaioglou.
TuS Altwarmbüchen: Kamprath - Krause, Schulz, Gruschka, Wypior - Vedran Vlaski, Garbotz (36. Hoang) - Bartsch (46. Sommer), Jacop, Doering - Rietzke.