Bei Bayern München kann 96 als Außenseiter nur gewinnen

Zwei Sitzplatz-Tickets gegen Bor. M`Gladbach zu gewinnen

HANNOVER (kd). Der durchwachsene Auftritt von Hannover 96 in der 2. Halbzeit am Mittwochabend gegen den 1. FC Köln hätte der Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut trotz des 1:0 (1:0)-Siegs durch das Tor von Joselu (6.) eigentlich Warnung genug sein müssen, um sich am Sonnabend bei dem bis dahin noch sieglosen Tabellenletzten VfB Stuttgart in einer anderen Verfassung zu präsentieren. Doch knüpften die 96er zum Leidwesen ihrer mitgereisten Fans bei der 0:1 (0:0)-Niederlage in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena dort an, wo sie gegen Köln aufgehört hatten.
Erst nach dem Gegentor durch Daniel Schwaab (69.) erhöhte Hannover 96 die Schlagzahl. Trainer Tayfun Korkut wechselte dann mit Artur Sobiech und Jimmy Briand zwei Stürmer ein, denen sich auch prompt noch Einschussgelegenheiten boten, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Alles in allem eine völlig überflüssige Niederlage der „Roten“. Mit nunmehr zehn Punkten belegt Hannover 96 zwar noch immer einen guten 6. Tabellenplatz, doch hätte für die 96er weitaus mehr herausspringen können, wenn sie ihre beiden Auswärtsspiele in Paderborn und Stuttgart nicht verloren hätten. Zumal es sich bei den Gegnern um Mannschaften handelt, die mit den Hannoveranern von der Leistung her auf Augenhöhe sind.
Dann wäre das Gastspiel am Sonnabend (15.30) in der Allianz-Arena vor ausverkauftem Haus gegen den FC Bayern München zu einem Gipfeltreffen der beiden führenden Mannschaften geworden. So müssen sich die 96er als einer der Verfolger beim deutschen Rekordmeister vorstellen, der zur Wiesenzeit als unschlagbar gilt. Für die Hannoveraner könnte es bei einem Überraschungserfolg bei den Bayern sogar zu einem Abstecher zum Münchener Oktoberfest reichen, da die 96er danach durch die einwöchige Länderspielpause ohne Punktspieleinsatz sind. Das heißt aber auch, dass der FC Bayern München nach seinem Champions-League Spiel am gestrigen Dienstag in Moskau (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) sich ganz auf die Begegnung am Sonnabend gegen Hannover 96 konzentrieren kann, so dass Trainer Pep Gardiola durch die anstehende Pause nicht unbedingt auf das Rotieren angewiesen ist, wie es in den englischen Wochen zuvor mit Spielen in der Champions-League, Bundesliga oder in den Pokalspielen der Fall war.
Wiederum bedeutet das aber auch, dass sich Hannover 96 am Sonnabend auf einen Gegner einstellen muss, der nicht dazu gezwungen ist, seine Stars angesichts des Mammutprgramms an Spielen zu schonen, wenn drei Tage später wieder ein Pflichtspiel auf dem Programm steht. Um beim Doublesieger aus München für eine positive Überraschung, sprich für einen Punktgewinn zu sorgen, empfiehlt es sich aber nicht, sein Heil ausschließlich in der Defensive zu sorgen. Auf der anderen Seite weiß Trainer Tayfun Korkut aber auch, dass seine Mannschaft bei der Klasse des Gegners am Sonnabend keinen offenen Schlagabtausch anbieten darf, um nicht unter die Räder zu geraten. In Stuttgart entschied sich Hannovers Coach zunächst für ein 4-1-4-1-System, wobei zwei gut funktionierenden Viererketten der Mannschaft von Trainer Armin Veh kaum ein Durchkommen erlaubten. Allerdings ließ das System kaum einen geordneten Spielaufbau zu, so dass Kiyotake im offensiven Mittelfeld als Einzelkämpfer zumeist in der Luft hing und Joselu als einzige Spitze völlig allein auf sich gestellt war. So hatte der VfB Stuttgart dank der Taktik der Hannoveraner ein deutliches Plus an Ballbesitz und Spielanteilen zu verzeichnen.
Da die 96er die zu durchsichtig vorgetragenen Angriffe der Stuttgarter zumeist bereits im Keim ersticken konnten, blieben auf beiden Seiten Torchancen Mangelware. Dass die „Roten“ am Ende dennoch mit 0:1 den Kürzeren zogen, hatten sie einer Unaufmerksamkeit in ihrer Abwehr nach einem vorausgegangenem Eckball der Stuttgarter zu verdanken. Daniel Schwaab nutzte den Fehler von Leon Andreasen aus und sorgte in der 69. Minute mit dem 1:0 für den ersten Saisonsieg des VfB Stuttgart. Beim FC Bayern München bedarf es am Sonnabend eines guten Gespürs von Trainer Tayfun Korkut, um die Mannschaft einerseits so aufs Feld zu schicken, dass sie nicht bereits in der Anfangsphase in Rückstand gerät. Auf der anderen Seite muss sie aber auch dafür sorgen, dass das Spielgeschehen nicht ausschließlich in ihrer Hälfte stattfindet. Eine schwierige Balance für den 96-Coach, ob sich das Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ als die richtige Maßnahme erweist.
Können die 96er also nach ihren bisherigen harmlosen und enttäuschenden Auswärts-Auftritten ihre Fans positiv überraschen? Wir sind natürlich wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für die Partie gegen das Spitzenteam aus Mönchengladbach am Sonnabend, 18. Oktober, um 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können. Und so können Sie mit etwas Glück live dabei sein: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in München und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Bayern - 96 X : X) und schicken Sie uns nur EINE Mail unter der identischen Absenderadresse. Nur dann haben Sie eine reelle Gewinnchance.