Begeisterndes Tischtennis in Hitchcock-Manier

Neuzugang Laura Matzke ist schon der große Rückhalt für den TTK Großburgwedel in der 2. Tischtennis-Bundesliga. (Foto: TTK Großburgwedel)

TTK Großburgwedel holt überraschendes Unentschieden

GROSSBURGWEDEL (r/jk). In der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen hat Aufsteiger TTK Großburgwedel beim ersten Auswärtsspiel dieser Saison einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und dem gastgebenden TuS Uentrop beim 5:5 einen überraschenden Punkt entführt.
Nesthäkchen Amelie Roscheteau war es, die in einem Krimi nach bester Hitchcock-Manier dem TTK mit einem 14:16, 12:10, 7:11, 16:14, 11:7 das Remis rettete. „Die Mannschaft kämpfte insgesamt dreieinhalb Stunden, und unsere erst 16-jährige Amelie spielte vor gegnerischem Publikum im letzten Einzel des Tages ganz allein. Sie hielt ihre Nerven super im Zaum, während uns sonst das Quäntchen Glück im entscheidenden Moment fehlte“, analysierte Teamcoach Michael Junker. Im Doppel stellten Natalie Horak/Rocheteau ihre kämpferischen Qualitäten bereits unter Beweis. Nach einem 2:0-Satzvorsprung glückte dem TuS-Duo der 2:2-Ausgleich sowie eine 5:2- und 9:6-Führung im fünften Durchgang. Horak/Rocheteau steckten den Kopf nicht in den Sand und wurden für ihren Einsatz mit einem 11:9 belohnt.
Laura Matzke/Nina Tschimpke unterlagen hingegen mit einem 8:11, 12:10, 11:13, 10:12 knapp. Im dritten Abschnitt ließen die Beiden nach einem 10:5 allerdings auch eine dicke Chance ungenutzt. Nach Abwehr von zwei Matchbällen war dann das 1:1 doch fällig. Nach diesem hitzigen Auftakt gestalteten die Nummer eins Matzke mit einem souveränen 3:0, und Tschimpke mit einem 13:11, 11:7, 13:11, die Partie zum 3:3 spannend und ausgeglichen. Dass Neuzugang Matzke inzwischen den großen Rückhalt für ihr Team darstellt, bestätigte sie erneut mit einem deutlichen 3:0 im Spitzenduell gegen Alexandra Scheld, eine der besten Spielerinnen der Liga.
Dann spitzte sich die Dramatik zu, denn Horak stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und glich mit einem 11:9, 11:9 einen 0:2-Satzrückstand aus. Gute Möglichkeiten besaß auch Tschimpke nach einem 4:1 im fünften Satz doch beide Partien vereinnahmte noch der Gastgeber. „Es war alles drin, sodass die Punkteteilung letztendlich gerecht war und in Ordnung ging“, sagte Junker.