Auszeichnung für fairen Verlierer

Heeßels Vorsitzender Rüdiger Zach (von links), Schiri-Obmann Matthias Berkhahn, Yannik Winterberg und Fritz Redeker, Vorsitzender des NFV Kreis Hannover-Land. (Foto: Heeßeler SV)

NFV zeichnet den Heeßeler Spieler Yannik Winterberg für "Fair-Play-Geste" aus

BURGDORF (r/fh). 0:1-Rückstand, dann kurz vor Abfiff der Ausgleichstreffer, das Handspiel hat der Schiedsrichter nicht bemerkt – Glück gehabt. Glück gehabt? Yannik Winterberg, Spieler der 2. Herren des Heeßeler SV, sah das anders und wurde dafür jetzt vom Niedersäschischen Fußball-Verband (NFV) ausgezeichnet.
Denn zu genau dieser Situation war es im November im Auswärtsspiel seiner Mannschaft gegen den TSV Germania Arpke in der 1. Kreisklasse gekommen. Und anstatt sich über seinen Treffer und den dadurch erreichten späten Ausgleich zu freuen, gab Winterberg das Handspiel freiwillig zu und nahm damit die Niederlage seiner Mannschaft in Kauf.Dabei dürften auch seine eigenen Erfahrungen als Unparteiischer eine Rolle gespielt haben: Winterberg ist selbst seit sieben Jahren aktiver Schiedsrichter, schon mit 14 Jahren hat er die Schiri-Prüfung abgelegt.
Sein ehrliches Eingeständnis hat der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) als „Fair-Play-Geste des Monats November 2017“ ausgezeichnet. Im Rahmen einer kleinen Feier beim Heeßeler-Treff hat Fritz Redeker, der Vorsitzender NFV-Kreis Hannover-Land, Winterberg jetzt dafür geehrt. Er betonte, dass Fair-Play eine Grundlage das Fußballs sei und es daher wichtig sei, dieses auch anzuerkennen und auszuzeichnen. Heeßels Vorsitzender Rüdiger Zach sprach von einer „verdienten Ehrung, weil Yannik Ungewöhnliches getan hat“.