Auswärtssieg soll mit einem Rumpfkader gelingen

Im Auswärtsspiel muss die TSV die Zähne zusammenbeißen, wie Sven-Sören Christophersen gegen TBV Lemgo, und den Kräfteverschleiß durch mehr Einsatz ausgleichen. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf gastiert beim Aufsteiger SG BBM Bietigheim

BURGDORF (st). Im zweiten Spiel der Rückrunde und kurz vor den Weihnachtsfeiertagen reisen die Recken der TSV Hannover-Burgdorf noch mal in den Süden Deutschlands. Das Auswärtsspiel beim Aufsteiger SG BBM Bietigheim steht auf dem Spielplan und die Spieler um Trainer Christopher Nordmeyer wollen sich am Dienstag, 23. Dezember, ab 19 Uhr einen Sieg gönnen und sich mit zwei Pluspunkten selbst ein Weihnachtspräsent machen.
Leider musste die Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten immer wieder improvisieren und Trainer Christopher Nordmeyer seine Aufstellung korrigieren. Schuld waren Verletzungen von wichtigen Spielern, wie Jan Fiete Buschmann, Mait Patrail, Runar Karason, Olafur Gudmundsson, Torge Johannsen oder Nikolai Weber. Auch am Dienstag wird das Team leider nicht in voller Besetzung auflaufen können, denn mit Buschmann, Johannsen und Patrail werden zumindest drei Langzeitverletzte Akteure fehlen.
Aber die RECKEN haben sich damit arrangiert, konnten in einigen Partien dennoch gute Leistungen abliefern und die gesunden Akteure haben die Lücken, die sich durch die verletzten Spieler auftaten, mit mehr Einsatz und Engagement geschlossen. Der Mittelfeldplatz ist deshalb umso mehr zu bewerten. Die Mannschaft hat auch Rückschläge, wie die Niederlagen bei den Aufsteigern TSG Ludwigshafen-Friesenheim und HC Erlangen, weggesteckt.
Das Team ist nicht zuletzt durch die Neuzugänge Kai Häfner, Sven-Sören Christophersen und Gudmundsson gewachsen, stabiler geworden und hat mehr Alternativen im Angriff und in der Defensive. Besonders in den Heimspielen konnte die Mannschaft mit ihren Fans und deren Unterstützung im Rücken wertvolle Erfolge erzielen und sich bisher viele Pluspunkte erarbeiten.
Am heutigen Sonnabend sollen noch zwei Heimpunkte hinzukommen, denn das Team trifft in der Begegnung der DKB Handball-Bundesliga ab 19 Uhr in der Swiss Life Hall auf den HSV Handball. Zunächst soll die volle Konzentration auf dieser Partie ausgerichtet sein, zu der Kurzentschlossene noch Tickets an der Abendkasse erhalten können. Ab morgen geht aber der Blick auch schon in Richtung Bietigheim, denn die Recken wollen nicht auch noch beim dritten Aufsteiger eine Niederlage einstecken müssen.
Der Gastgeber hat bisher erst sieben Pluspunkte gesammelt und ist folgerichtig in akuter Abstiegsgefahr. Die Mannschaft um Trainer Helmut Mayerhoffer wurde bereits vor der Spielzeit eine schwere Aufgabe bescheinigt, um den Klassenerhalt zu schaffen. Aber in eigener Halle darf die SG einfach nicht unterschätzt werden. Auch der Hinspielsieg in Hannover mit 36:29-Toren sollte nicht für unkonzentriertes Auftreten der Spieler um Juan Andreu sorgen.
Die Bietigheimer haben beim 29:26-Auswärtssieg bei der HSG Wetzlar und dem 27:23-Heimsieg gegen GWD Minden durchaus ihre Qualitäten gezeigt. Im Hinspiel in Hannover konnte Rückraumspieler Dominik Schmid mit sieben Treffern eine starke Leistung abliefern. Auch auf Tim Dahlhaus von der rechten Angriffsseite, Linksaußen Jonathan Scholz und die Kreisläufer Julius Emrich und Marco Rentschler sowie Spielmacher Timo Salzer muss die TSV-Defensive achten.
Es wird kein einfaches Spiel, denn zum Ende des Jahres könnten, auch aufgrund der vielen Pflichtspiele im Dezember, die Kräfte nachlassen. Der Kader der Recken ist durch die Verletzungen doch arg belastet und deshalb gilt es auch die Kräfte einzuteilen. Die letzten Begegnungen des Jahres am Dienstag gegen Bietigheim und dann am 27. Dezember in der TUI-Arena gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim könnten allerdings noch vier Pluspunkte auf das Konto der TSV bringen und dafür lohnt es sich, noch einmal alle Kräfte zu bündeln. Gelingt eine effektive Vorstellung und eine gute Chancenverwertung, dann könnte zunächst einmal auf der Rückreise und dann beim Weihnachtsfest mit einem guten Gefühl gefeiert werden. Die nächste Aufgabe einen Tag nach dem Fest wartet schon.