Aus dem Gipfeltreffen gegen den Spitzenreiter HSC muss Ramlingen als Sieger hervorgehen

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Tabellenzweiter RSE kann bei einem Sieg den Rückstand auf drei Punkte verkürzen

RAMLINGEN (kd). So schnell kann es gehen. Noch bis vor einer Woche galt der SV Ramlingen/Ehlershausen nach der 1:6-Heimpleite gegen den Heeßeler SV und dem 0:0 beim OSV als aussichtslos im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga.
Nach dem 3:1 (1:1)-Auswärtssieg beim TSV Pattensen und den Patzern der Mitkonkurrenten wie dem TuS Sulingen und dem SV Bavenstedt sind die Ramlinger plötzlich wieder ein Kandidat für die Meisterschaft. Voraussetzung ist allerdings, dass der Tabellenzweite aus Ramlingen (48 Punkte) am Sonntag ab 15.00 Uhr zu Hause den Tabellenführer HSC Hannover (54 Zähler) besiegt und damit den Punkterückstand auf drei Zähler verkürzt.
Noch gut im Rennen liegt auch der Tabellendritte SV Bavenstedt mit 46 Punkten. Allerdings haben die Bavenstedter gegenüber ihren beiden führenden Mannschaften vom HSC und RSE drei Spiele weniger ausgetragen, so dass sie bei drei Siegen auf 55 Punkte davon ziehen könnten. Immer vorausgesetzt, die Bavenstedter gewinnen ihre Nachholspiele.
"Wir müssen nicht auf andere schauen, sondern alles daran setzen, dass wir unsere Spiele gewinnen, nachdem uns nun noch einmal diese Chance geboten wird", ist sich Kurt Becker der Bedeutung des Gigantentreffens der beiden führenden Mannschaften der Fußball-Landesliga bewusst. "Dass wir auch Rückschläge verkraften können, habe wir bereits mehr als einmal bewiesen.
Zuletzt erst beim 3:1 (1:1)-Sieg in Pattensen, wo sich zunächst alles gegen uns verschworen hatte." So unterlief Torhüter Marcel Maluck bereits nach zwei Minuten ein unglückliches Eigentor zum 0:1-Rückstand, was nach Aussage von Trainer Kurt Becker aber eher den katastrophalen Platzverhältnissen als dem Können des Ramlinger Torhüters geschuldet war.
"Wir haben uns aber von diesem Schock schnell erholt und sind bereits in der 6. Minute durch Gerhard Kwarteng nach Zuspiel von Aron Gebreslasie zum 1:1- Ausgleich gekommen", freute sich Ramlingens Trainer, der sich dann bis zur 72. Minute gedulden musste, ehe der erst wenige Minuten zuvor für Marlon Pickert eingewechselte Patrick Richter mit einem Freistoß zum 2:1 für die erstmalige Führung der Ramlinger sorgen konnte.
Zuvor hatte Marlon Pickert (60.) einen an Emilio Ortega verursachten Foulelfmeter vergeben. "Wir mussten in der 65. Minute nach einem Foul an Gerhard Kwarteng sogar noch einen weiteren Strafstoß bekommen", fand Ramlingens Trainer, der in der 70. Minute endgültig durchatmen konnte, als Gerhard Kwarteng mit seinem Tor zum 3:1- Endstand endgültig alles klar machte.
Mit dem HSC Hannover haben es die Ramlinger, die auf etliche Spieler verletzungsbedingt verzichten müssen, aber am Sonntag mit einem ganz anderen Kaliber als mit dem TSV Pattensen zu tun.
Die Mannschaft von Trainer Rainer Behrends ist sowohl zu Hause mit 29 Punkten als auch auswärts mit 25 Zählern das beste Team der Landesliga. Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft führen die HSCer nun auch die Rückrundentabelle an. Imponierend auch das Torverhältnis des Tabellenführers mit 69:22, wobei die Hannoveraner den torgefährlichsten Angriff der Liga stellen. Doch braucht der SV Ramlingen /Ehlershausen nach Ansicht seines Trainers Kurt Becker sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. So gehörte der RSE neben dem TuS Sulingen zu den einzigen Mannschaften, die bisher den HSC besiegen konnten.
Während dem TuS Sulingen dies zu Hause mit einem 1.0- Sieg gelang, brachte der Tabellenzweite aus Ramlingen im Hinspiel das Kunststück fertig, den HSC nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 4:1 zu besiegen. Das sollte dem RSE Mut machen, dieses Kunststück am Sonntag zu Hause zu wiederholen.