Aufstiegskampf und Abstiegsgefahr prägen die Situation der Altkreisvertreter

Helge Michaelis vom TuS Altwarmbüchen kämpft sich durch zwei Gegenspieler zum Torwurf. Altwarmbüchen will im Endspurt der Saison den Klassenerhalt sichern. (Foto: Holger Staab)

Handball-Oberliga hat eine Osterpause eingelegt

ALTKREIS (hs). In der Handballoberliga ist seit vergangenem Wochenende eine zweiwöchige Osterpause eingetreten. Vor dem Saisonendspurt können sich alle Teams also ein paar freie Tage gönnen oder fleißig trainieren, um ihre Saisonziele noch erreichen zu können. Aber ab dem 10. April geht es wieder los. Dann stehen die restlichen fünf Saisonspiele auf dem Spielplan. Zwei der vier Altkreisvertreter sind dabei noch im Rennen um den Klassenerhalt oder den Aufstieg in die Regionalliga dabei. Für den Lehrter SV und TuS Altwarmbüchen wird es somit eher eine schöpferische Pause sein.
Fünf Spieltage vor dem Saisonende in der höchsten niedersächsischen Spielklasse ist es spannend. Sowohl im Abstiegskampf wie auch in der Entscheidung um den Meistertitel sind noch keine Weichen gestellt. Die Liga bleibt weiter interessant und am Ende vielleicht sogar hoch dramatisch. Der TuS Altwarmbüchen tritt in den kommenden Wochen dabei in den unteren Tabellenregionen auf. Die Spieler um Trainer Ralf Graafmann wollen sich retten und weiterhin in der Oberliga spielen. Aber es wird ein schwerer Kampf werden, denn mit TV 87 Stadtoldendorf, SG Zweidorf-Bortfeld und dem MTV Eyendorf werden erbitterte Spiele ausgetragen und auch in Fernduellen abgeliefert. Augenblicklich steht Altwarmbüchen mit 13:37-Punkten auf dem 15. Platz. Das würde für den Klassenerhalt nicht reichen. Die Spieler um Helge Michaelis haben noch harte Aufgaben zu lösen. Neben drei Auswärtspartien müssen sie noch zweimal in eigener Halle antreten. Zunächst geht die Reise zur SG Hohnhorst/Haste. Danach kommt MTV Großenheidorn nach Altwarmbüchen, ehe im Auswärtsspiel HG Rosdorf-Grone wartet. Im Mai entscheiden direkte Duelle gegen Mitkonkurrenten die Abstiegsfrage. Nach der Begegnung bei MTV Eyendorf beendet der TuS die Serie am 8. Mai gegen TV 87 Stadtoldendorf. Nur bei vollem Einsatz und auch ein wenig Glück kann die Spielklasse gehalten werden.
Die Turnerschaft Großburgwedel hat sich während der bisherigen Saison beachtlich verkauft und auch Trainer Mirko Hollstein zufrieden gestellt. Im Saisonendspurt wollen Mirko Thieme und seine Mitspieler die bisherige gute Platzierung verteidigen und am Ende unter den ersten fünf Teams die Liga abschließen. Mit den bisher gesammelten 30:20-Punkten ist noch alles möglich. Nur an die beiden Spitzenmannschaften Lehrter SV und VfL Hameln kommt die TSG nicht mehr heran.
Nach der kurzen Pause treffen die TSGer beim TV Eiche Dingelbe, gegen SG Zweidorf-Bortfeld, beim MTV Post/Eintracht Celle und gegen HSG Northeim auf Gegner, die mit konsequentem Angriffsspiel und destruktiver Defensive bezwungen werden können. Am letzten Spieltag könnte Großburgwedel beim VfL Hameln zum „Zünglein an der Waage“ werden und den Meistertitel mitentscheiden. In Hameln wird möglicherweise der Aufsteiger in die Regionalliga ermittelt und die TSG könnte mithelfen, dass der Lehrter SV den Aufstieg schafft.
Die weitere Entwicklung bei der TSV Burgdorf II ist eventuell wichtiger, als die restlichen fünf Spiele, die die Mannschaft um Trainer Dirk Pauling noch absolvieren wird. Die Mannschaft wird neben einem neuen Trainer auch noch einige Akteure neu dazubekommen und in der nächsten Spielzeit wieder als Ausbildungsmannschaft für das Bundesligateam an den Start gehen. Mit dem Auf- oder Abstieg haben die Burgdorfer nichts mehr zu tun. Die Erfolgsserie in 2010 katapultierte die TSV II in das gesicherte Mittelfeld und damit können die Verantwortlichen an den Planungen für die nächste Saison arbeiten.
Mit den Partien beim SV Aue Liebenau, gegen TV Eiche Dingelbe, bei SG Zweidorf-Bortfeld, gegen VfL Hameln und bei HSG Northeim werden die Spieler um Torwart Stefan Domizlaff die Saison, die so schlecht für die TSV-Reserve begann, aber letztlich erfolgreich abschließen
Auf den Lehrter SV warten vier heiße Wochen mit vier Heimspielen und einer Auswärtspartie. Die Situation in der Oberliga könnte besser nicht sein, denn der LSV steht mit einem Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze, hat ein relativ leichtes Restprogramm und zudem mit den Heimspielen einen weiteren Joker im Ärmel. Alles spricht für die Mannschaft um Coach Lutz Ewert. Der zweite Regionalligaaufstieg in der Geschichte des LSV könnte realisiert werden. Damit käme allerdings wieder eine große finanzielle Belastung auf den Verein zu, obwohl Ewert mit seinem eingespielten Team, jungen ehrgeizigen Akteuren und ohne namhafte Neuverpflichtungen in eine Regionalligasaison gehen will. Bis dahin stehen aber noch fünf Spiele auf dem Restprogramm. Dabei ist nach den Heimspielen gegen MTV Eyendorf, TV 87 Stadtoldendorf und MTV Vorsfelde, beim MTV Großenheidorn am vorletzten Spieltag auch eine ganz schwere Partie. Können die Lehrter den jetzigen Punktevorsprung halten, hätte am 1. Mai diese Begegnung schon Endspielcharakter. Das letzte Saisonspiel bestreiten die Lehrter dann am 8. Mai gegen SG Hohnhorst/Haste und da könnte in Lehrte eine große Aufstiegsfeier stattfinden.