Aufstieg in die 3. Liga mit einer beeindruckenden Bilanz

Steffen Schröter von der TSV Burgdorf II versucht gleich gegen zwei Gegenspieler zum Torwurf zu kommen. (Foto: Holger Staab)

TSV Burgdorf II schaffte einen souveränen Durchmarsch durch die Oberliga

BURGDORF (hs). Es war eine bemerkenswerte Saison 2011/2012! Die TSV Burgdorf II schaffte mit einem Start-Ziel-Sieg den vor der Serie nicht unbedingt erwarteten Aufstieg in die 3.Handballliga des Deutschen Handballbundes. Und das nicht durch einen knappen Einlauf, sondern in souveräner Manier und mit einer Mannschaft, die sich fast ausnahmslos aus jungen Talenten zusammensetzt. Trainer Sven Lakenmacher hat ganze Arbeit geleistet und sein Team stets zu Höchstleistungen animiert.
In der Spielzeit 2012/2013 steht dem Ausbildungsteam der TSV Burgdorf jetzt eine noch schwerere Hürde bevor, aber die Verantwortlichen in Burgdorf sehen mit Optimismus in die Zukunft, wollen die Mannschaft noch ein wenig verstärken und dann in der 3. Liga einen guten Mittelfeldplatz erreichen. Die TSV-Reserve wird in die TSV Hannover-Burgdorf GmbH integriert, sodass auch die höheren finanziellen Belastungen gedeckt sein werden. Immerhin ist die „Zweite“ die Talentschmiede für das Bundesligateam und das soll in den kommenden Jahren davon profitieren und Nachwuchskräfte integrieren können.
Die TSV Burgdorf II zeigte schon in den ersten Begegnungen der Oberliga Niedersachsen ihre Ausnahmestellung. Nicht nur die souveränen Vorstellungen und 16:0-Punkte nach acht Spielen waren beeindruckend. Vielmehr waren auch die Art der Erfolge, wie der Auftaktsieg mit 33:16-Toren bei der SG Zweidorf/Bortfeld oder gegen MTV Großenheidorn (48:24) und SV Alfeld (43:28), echte Hausnummern. Einige Male war die Mannschaft um den neuen Coach Lakenmacher aber auch gefordert und musste ihre Kampfbereitschaft zeigen. So beim knappen 32:31-Sieg bei der SG Hohnhorst/Haste.
Das junge TSV-Team konnte nicht immer nur konstante Leistungen zeigen, dazu ist ein Team mit einem geringen Durchschnittsalter einfach nicht reif genug und die Belastungen der teilweise noch in der A-Jugend aktiven Akteure zu hoch. Dennoch schaffte es die Mannschaft, sich auch gegen die Spitzenteams der Liga, VfL Hameln (28:24), Lehrter SV (37:34) und den Northeimer HC (37:22), durchzusetzen. Zum Ende der Hinrunde stand eine makellose Bilanz mit 30:0-Punkten auf dem Konto.
Das war bereits mehr als eine Vorentscheidung, denn die TSV trennten bereits sechs Punkte und mehr von den verfolgern Hameln, Lehrte und Northeim. Zudem setzte sich die Erfolgsserie fort und die Lakenmacher-Schützlinge ließen keine Zweifel an ihren Aufstiegsambitionen aufkommen. Nach dem 22. Spieltag ohne Punktverlust und acht Punkten Vorsprung auf den VfL Hameln war die Entscheidung über den Aufstieg in die 3.Liga praktisch gefallen.
Dann gab es doch eine kleine Schwächephase, die der MTV Vorsfelde beim deutlichen 36:29-Sieg in Burgdorf nutzte, um dem Spitzenreiter die erste Niederlage zuzufügen.
Wer nun gedacht hätte, die TSV II würde sich davon beeindrucken, der irrte. Routinier Robin Kothe, der über die gesamte Saison eine Klasseleistung zeigte und die jungen Wilden im Team führte, rüttelte sein Team auf und stellte sich beeindruckend in den Dienst der Mannschaft.
So konnte das anschließende Spitzenduell beim Lehrter SV (29:26) gewonnen werden und im 26. Spiel der Serie sicherte sich die TSV mit dem 32:30 gegen TV Eiche Dingelbe die Niedersachsenmeisterschaft und den damit verbunden Aufstieg in die 3.Liga. Schon bis dahin hatte die TSV-Reserve 50:2-Punkte eingespielt. Bis zum letzten Spieltag blieb die Mannschaft konzentriert und musste nur beim 30:30-Unentschieden beim Northeimer HC und am letzten Spieltag beim 29:29-Remis beim Tabellenletzten GW Himmelsthür noch zwei Punkte abgeben.
Mit 56:4-Punkten und beeindruckenden 1050:781-Toren, das entspricht durchschnittlich 35 Treffer pro Spiel, wurde der klare Meistertitel errungen. HSG Northeim folgte als Tabellenzweiter mit neun Punkten Abstand. Nun ist die TSV II in der 3.Liga gefordert und will sich hier mit ihrem Coach Lakenmacher einen Namen machen. Vielleicht gelingt es den Burgdorfern, ihr Vorhaben zu verwirklichen und durch die Reserve die jungen Talente so zu fördern, dass sie im Bundesligateam Einsatzzeiten bekommen und zu gestandenen Bundesligaprofis heranwachsen.