Adler wollen sofort wieder durchstarten

Elf Tore fehlten zum Erreichen der Relegationsrunde

HÄMELERWALD (kd). Nur von kurzer Dauer war die Freude des SV Adler Hämelerwald über den letztjährigen Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga. Nach nur einem Jahr muss die Mannschaft von Trainer Peter Wedemeyer wieder den Weg in die Kreisliga antreten. „Mehr als ärgerlich", fand auch Trainer Peter Wedemeyer, der trotz des Abstiegs die „Adler“ auch in der kommenden Saison coachen wird. „In Hämelerwald ist die Welt noch in Ordnung. Wir spielen nicht verrückt. Auch wenn der Abstieg vermeidbar war", gestand der „Adler“-Coach ein, der seit vier Jahren das sportliche Sagen in Hämelerwald hat.
„Unser Vorteil gegenüber anderen Vereinen liegt darin begründet, dass nahezu alle Spieler aus dem Ort kommen. Daher bestehen natürlich unter den Spielern viele gewachsene Freundschaften, die uns im kommenden Jahr hoffentlich wieder an die Spitze der Kreisliga führen werden", wünscht sich Hämelerwalds Trainer, der sich bereits auf die zahlreichen Derbys in der Kreisliga auf Nachbarvereine wie TSV Sievershausen, MTV Immensen, TSV Dollbergen, Uetze 08 oder die Lehrter Vereine SV Yurdumspor, 06 Lehrte und FC Lehrte II freut. „Diese Spiele haben ihren Reiz. Vor allem was das Zuschauerinteresse angeht", ist sich der „Adler“-Trainer sicher, dessen Mannschaft bei Punktgleichheit mit dem Mellendorfer TV nur aufgrund des um elf Treffer schlechteren Torverhältnis die Relegationsrunde verpasste.
„Wir haben in der Hinrunde zu wenige Punkte geholt, wo uns mit nur 10 Punkten nicht nur sechs Zähler von einem Nichtabstiegsplatz trennten, sondern wir auch von allen Mannschaften punktemäßig abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegten“, ließ Peter Wedemeyer noch einmal die Ereignisse der Hinrunde Revue passieren. Mit Kevin Genter wurde in der Winterpause zwar noch ein Torjäger vom Bezirksligisten TSV Hohenhameln verpflichtet, der Marvin Pröve, den mit 11 Treffern Hämelerwalds erfolgreichster Torschütze, entlasten sollte, doch brachte es Kevin Genter nur auf vier Treffer.
„Kevin hat aber noch einige Tore vorbereitet. Wenn wir ihn von Anfang an dabei gehabt hätten, wären wir nicht abgestiegen", legte sich Peter Wedemeyer fest, der zu Recht darauf hinwies, dass die Rückrunde mit 17 Punkten als zwölftbeste Mannschaft weitaus erfolgreicher verlief. Doch reichten am Ende für den SV Adler Hämelerwald 27 Punkte und ein Torverhältnis von 42:77 gegenüber dem punktgleichen Mellendorfer TV mit 49:73 Treffern nicht aus, um wenigstens noch die Relegationsrunde zu erreichen.
Mit ein Grund für den Abstieg war auch die Tatsache, dass die „Adler" einiges von ihrer einst so gefürchteten Heimstärke eingebüßt hatten. So kamen sie in 15 Spielen nur auf 15 Punkte, denen immerhin 12 Zähler auf fremden Plätzen gegenüber standen. Doppeltes Pech für die „Adler", dass sie zu Saisonschluss nach einer erfolgreichen Aufholjagd ausgerechnet in den letzten beiden Spielen zu Hause gegen die ebenfalls vom Abstieg bedrohten Mannschaften vom Mellendorfer TV (0:5) und beim FC Stern Misburg (1:5) patzten, womit der Abstieg des SV Adler Hämelerwald endgültig besiegelt wurde.
„Ich hoffe, dass sich uns noch der ein oder andere Spieler trotz unseres Abstiegs anschließen wird", zeigt sich Peter Wedemeyer trotz der Tatsache zuversichtlich, dass sich bis dato noch kein Neuzugang dem künftigen Kreisligisten angeschlossen hat. „Zum Glück bleibt unser Kader bis auf zwei Abgänge aber nahezu vollständig zusammen", ließ Hämelerwalds Trainer wissen. „Lediglich unser „Adler"-Aushängeschild Dennis Schott beendet verdientermaßen mit jetzt 41 Jahren seine aktive Laufbahn und Marco Klingberg wird wieder zum TSV Friesen Hänigsen zurückkehren."