Adler Hämelerwald kehrt als Meister in die Bezirksliga zurück

Friesen Hänigsen muss in die 1. Kreisklasse absteigen

BURGDORFER LAND (kd). In der Kreisliga sind am vorletzten Spieltag im Kampf um den Auf- und Abstieg bereits zwei weitere Entscheidungen gefallen. Vor dem Saisonfinale am kommenden Sonntag mit dem 30. und letzten Spieltag, über den wir in unserer Sonnabend-Ausgabe ausführlich berichten werden, sicherte sich der SV Adler Hämelerwald durch einen schwer erkämpften 3:1 (2:1)-Sieg beim TSV Haimar/Dolgen die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksliga.
Mit 70 Punkten können die „Adler“ einen Spieltag vor Saisonende nicht mehr vom Tabellenzweiten MTV Ilten eingeholt werden, der 66 Zähler aufweist.
Den Iltenern bietet sich allerdings als Tabellenzweiter noch die Gelegenheit, am Sonntag mit einem Heimsieg gegen den Absteiger TSV Friesen Hänigsen über eine Relegationsrunde den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga zu schaffen.
„Unser Nachbar aus Haimar hat uns alles abverlangt. Wir mussten hart kämpfen, um nach dem frühen Rückstand durch das Tor von Gregor Fischer in der 6. Minute in die Spur zu kommen", gestand Hämelerwalds Trainer Peter Wedemeyer ein, der aber bereits in der 16. Minute das erste Mal jubeln durfte, als sein Kapitän Marcel Hesse mit einem Kopfball der 1:1-Ausgleich gelang. Mit Dennis Schott blieb es in der 22. Minute einem weiteren Routinier der Hämelerwalder vorbehalten, ebenfalls mit einem Kopfball für die 2:1-Führung des Tabellenführers zu sorgen. „Gut, dass wir uns auf unsere Alten verlassen können. Sie haben es wieder einmal gerichtet“, meinte Wedemeyer. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann eine Viertelstunde vor Spielschluss Philipp Geyer, als er einen an Florian Pröve verursachten Foulelfmeter in der 75. Minute zum 3:1-Endstand verwandelte. Der Rest war noch noch Jubel beim Aufsteiger aus Hämelerwald.
Bereits am Freitag, 27. Mai, stehen sich von 18.30 Uhr an in einem vorgezogenen Punktspiel des letzten Spieltages der FC Neuwarmbüchen und Hertha Otze gegenüber. „Wir haben dem Wunsch des Gastgebers entsprochen, der um eine Spielvorverlegung gebeten hat“, sagte Hertha Otzes Trainer Michael Hoffmeister. Zu diesem Zeitpunkt schwebte seine Mannschaft noch in Abstiegsgefahr. Doch nach zuletzt fünf Punkte aus drei Spielen, darunter am Sonntag ein 5:1 (2:1)-Sieg über Inter Burgdorf, durch die Tore von Moritz Funken (41. und 88.), Jonas Hunze (44.), Niclas Lobbach (55.) und Serif Deniz (80.), ließen die Herthaner mit jetzt 32 Punkten auf einen gesicherten 12. Tabellenrang klettern.
Noch erheblich größer war die Abstiegsgefahr für den FC Neuwarmbüchen, der auf einem Abstiegsplatz lag. Doch brachte der neue Trainer Dimis Vardiopoulos das Kunststück fertig, die FCN-Mannschaft wieder so aufzurichten, dass sie jetzt den direkten Klassenerhalt geschafft hat und höchstens noch eine Relegationsrunde um den Klassenerhalt überstehen muss. Am Sonntag kamen die Neuwarmbüchener beim MTV Rethmar durch die Tore von Dime Koneski (57.) und Oliver Kühn in der sechsten Minute der Nachspielzeit zu einem wichtigen 2:1 (0:0)-Sieg, wodurch der FCN mit jetzt 28 Punkten die direkten Abstiegsplätze verlassen konnte. Trotzdem wurde der Vertrag mit dem Neuwarmbüchener Retter nicht verlängert, der als Trainer nach unbestätigten Meldungen jetzt durch den früheren Hänigser Coach Uwe Springfeld ersetzt werden soll.
Der TSV Friesen Hänigsen verabschiedete sich mit einer 1:5-Niederlage gegen den FC Lehrte II als Tabellenvorletzter aus der Kreisliga und muss nun durch das schlechte Torverhältnisses mit dem bereits feststehenden Absteiger FC Rethen in der 1. Kreisklasse einen Neuanfang starten. Die Enttäuschung der „Friesen“ nach dem jetzt feststehenden Abstieg verdeutlicht auch das Abtauchen ihrer beiden Trainer Sven Heinemann und Jan Schultz nach dem Debakel, die für eine Stellungnahme zum Spiel trotz mehrerer Versuche nicht zu erreichen waren. Bezeichnend auch der Kommentar von Lehrtes Cheftrainer Willi Gramann, der als Zuschauer seine Reservemannschaft unterstützte. „Die Friesen haben sich gegen die Niederlage gar nicht gewehrt. Das Ergebnis sagt alles über den Spielverlauf.“