Abstieg des TuS Altwarmbüchen führte zu ersten Konsequenzen

Darijan Vlaski löst Trainer Hans-Joachim Kock ab

ALTWARMBÜCHEN (de). Nach dem missglückten Start des TuS Altwarmbüchen in die Relegationsrunde, die nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen den SV Gehrden bereits den Abstieg in die Kreisliga bedeutete (Marktspiegel berichtete), ging auch das zweite Spiel beim SV Obernkirchen mit 0:2 verloren. Sehr zum Ärger des SV Gehrden, der spielfrei war und mit ansehen musste, dass ihnen am Ende bei Punktgleichheit mit den Oberkirchenern zwei Tore zum Wiederaufstieg in die Bezirksliga fehlten.
Vor immerhin 700 Zuschauern wehrte sich die ersatzgeschwächte Altwarmbüchener Mannschaft nach dem missglückten Anfangsbeginn mit zwei frühen Gegentoren des SV Obernkirchen durch Sandro Kampf (4.) und Christopher Hope (38.) zwar nach besten Kräften, doch stand ihnen nach dem bereits feststehenden Abstieg das Glück nicht zur Seite. So verpasste Tim Kaufmann in der 34. Minute mit einem Pfostenschuss den möglichen 1:1-Ausgleich. Das gleiche Missgeschick widerfuhr Michael Scholz (76.) mit einem Kopfball gegen den Pfosten. In der 53. Minute zog sich Simon Klemm eine schwere Sprunggelenkverletzung zu, die ihn zum Ausscheiden zwang.
TuS verabschiedet sich
Während der Jubel bei Obernkirchens Spielern nach dem geglückten Aufstieg riesengroß war, schlichen die beim Spiel anwesenden Spieler des SV Gehrden traurig von dannen. Allerdings wären die Gehrdener selbst einem Gegentreffer der Altwarmbüchener trotz Punkt- und Torgleichheit nicht aufgestiegen, da sie beim 1:1 im Spiel gegen den SV Obernkirchen in einem vorsorglich angesetzten Elfmeterschießen den Kürzeren gegen den Bezirksligaaufsteiger aus dem Kreis Schaumburg gezogen hatten.
Mit dem TuS Altwarmbüchen hat sich nach dem Auftritt im Schaumburger Land aus dem Fußball Bezirk Hannover ein Dauerbrenner verabschiedet, der 17 Jahre lang im Raum Hannover durchweg eine gute Rolle im Bezirk spielte. Eine Saison lang gehörten die Altwarmbüchener sogar der Landesliga an, ehe nun in dieser Saison der Abstieg in die Kreisliga erfolgte. Ein Abstieg mit Folgen, wie sich nun zeigte. So ist durch den Abstieg der Bezirksligamannschaft nicht nur der zweiten Mannschaft der Aufstieg in die Kreisliga verwehrt worden, wovon der SV Yurdumspor Lehrte nun profitierte, sondern der Abstieg des TuS Altwarmbüchen führte auch zu personellen Konsequenzen.
Hanno Kock tritt zurück
So zog Hans-Joachim „Hanno“ Kock nach dem Abstieg einen Schlussstrich und trat am Mittwochabend als Trainer und Manager zurück. Mit Altwarmbüchens Macher verabschiedete sich auch Markus Rang als Kotrainer, so dass der künftige Kreisligist vor einem völligen Neuanfang steht. „Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, nach dem Abstieg aufzuhören. Dem Verein wünsche ich bei seinem Neuanfang alles Gute“, sagte Hans-Joachim Kock, der nach eigener Aussage ohne Groll von dem Verein geht, den er in den vergangenen 17 Jahren als Trainer wesentlich mitgeprägt hat. „Ich denke, dass kaum einer meiner Trainerkollegen nahezu zwanzig Jahre lang als Trainer tätig war“, rief Hanno Kock noch einmal in Erinnerung.
Neuer Trainer beim TuS Altwarmbüchen wird Darijan Vlaski, der bisher die zweite Mannschaft trainierte und mit ihr die Meisterschaft errang. „Wir werden einen völligen Neuaufbau vollziehen“, kündigte der 27-jährige Sport und Fitnesskaufmann bereits in einer ersten Stellungnahme an. So werden 14 Spieler der Meistermannschaft aus der 1. Kreisklasse den Stamm des künftigen Kreisligisten bilden, der noch durch fünf Spieler des Bezirksligaabsteigers ergänzt wird. „Drei bis maximal fünf externe Spieler werden wir noch holen“, kündigte Altwarmbüchens künftiger Coach an, der auch bereits die Marschroute festlegte, wie es in der Kreisliga weitergehen soll. „Die Zeiten, wo in Altwarmbüchen Aufwandsentschädigungen gezahlt wurden, sind vorbei. Wir werden künftig einen anderen Weg gehen.“