96 weht ein rauer Wind entgegen

Zwei Sitzplatz-Tickets für Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf zu gewinnen

HANNOVER. Fünf Spieltage müssen die 18 Vereine der 2. Bundesliga noch bestreiten, bevor am 21. Mai mit dem 34. und letzten Spieltag der Vorhang fällt. Schon heute steht fest, dass nicht nur der spannende Abstiegskampf, sondern auch der erbitterte Kampf im Titelrennen für einen neuen Zuschauerrekord sorgen wird, der bis Ostern bereits im Schnitt bei 21.066 Zuschauern pro Spiel lag. Zu einer Verbesserung des erst im Vorjahr aufgestellten Zuschauerrekordes wird auch Hannover 96 beitragen, der über Ostern nicht nur auf Grund des 1:0 (1:0)-Derbysieges vor einer mit 42.700 restlos ausverkauften HDI-Arena über Eintracht Braunschweig für gute Stimmung unter den heimischen Fans sorgte.
War es doch nach 19 Jahren der erste Derbysieg, der den „Roten“ über die Braunschweiger Löwen glückte. Kein Wunder, dass die Stimmung nach dem Kopfballaufsetzer von Niclas Füllkrug in der 32. Minute nach einer Ecke von Edgar Prib förmlich überschwappte. Dabei ahnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner der Zuschauer im weiten Stadionrund, dass dies bereits die Entscheidung in einem von beiden Seiten leidenschaftlich geführten Spiel war, indem Torchancen Mangelware blieben.
Glück hatte Hannover 96 kurz nach dem eigenen Treffer, als in der 36. Minute Schiedsrichter Sascha Stegemann eine elfmeterwürdige Szene nicht ahndete, in der Martin Harnik gegen Braunschweigs Julius Biada im Strafraum den Ellbogen ausfuhr. Insgesamt gesehen ging die Pausenführung der 96er aber in Ordnung, da von der Eintracht ansonsten nur wenig kam und die Hannover dazu mehr Spielanteile hatten.
In der 2. Halbzeit mussten die Braunschweiger aufgrund des Spielstands ein wenig mehr ins Risiko gehen und griffen die Hannoveraner früher an als noch im ersten Durchgang. Gute Möglichkeiten sprangen aber bis auf den Distanzschuss des Norwegers Gustav Valsvik, den Philipp Tschauner klären konnte, aber für die Eintracht nicht heraus, obwohl Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht nach gut einer Stunde mit Domi Kumbela einen zusätzlichen Angreifer brachte.
Insgesamt gesehen geht der Prestigesieg von Hannover 96 in Ordnung. Zwar musste die Polizei, die mit einem Großaufgebot von über 2.000 Ordnungshütern vertreten war, im Vorfeld 183 Braunschweiger Chaoten in Polizeigewahrsam nehmen, die sich mit Bolzenschneidern, Brechstangen, Stahlschlössern und Pyrotechnik gewaltsam Einlass in das Stadion am Eingang Süd-West verschaffen wollten. Doch blieben ansonsten die befürchteten Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden 96- und Braunschweig-Anhängern zum Glück aus.
Erfreulicher waren da die Nachrichten, die Hannover 96 unmittelbar vor dem Derby öffentlich machen konnte. So gelang es dem ambitionierten Zweitligisten, den Vertrag mit dem vor vier Jahren vom TSV Havelse gekommenen Angreifer Noah Joel Sarenren Bazee bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Ursprünglich wäre der Kontrakt 2018 ausgelaufen. „Die Tinte ist trocken, die Verlängerung perfekt: Noah Joel Sarenren Bazee bleibt Hannover 96 auch in Zukunft erhalten“, hieß es dann auch in einer Presseerklärung. Sachlicher formulierte 96-Sportdirektor Horst Heldt auf der Vereinswebsite die Vertragsverlängerung mit dem erst 20-jährigen Offensivspieler, der verletzungsbedingt gegen Eintracht Braunschweig nicht zum Aufgebot zählte. „Wir freuen uns, dass wir den Weg weiter gemeinsam gehen werden. Noah hat in den zurückliegenden zwölf Monaten sein großes Potenzial immer wieder angedeutet. Er ist aber noch am Anfang seiner hoffentlich großen Karriere und seine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.“

96 liegt auf Aufstiegsrang

Mit dem am Ostersonnabend eingeläuteten Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig beginnen in der 2. Liga die Finalwochen um den Aufstieg. Noch dreimal treffen an den letzten fünf Spieltagen zwei Aufstiegskandidaten direkt aufeinander. Bevor die „Roten“ im vorletzten Spiel den VfB Stuttgart erwarten, werden sie am Sonnabend, 22. April, von 13 Uhr an beim FC Erzgebirge Aue genau so einem Härtetest unterzogen, wie eine Woche darauf am Sonntag, 30. April, um 13.30 Uhr gegen Fortuna Düsseldorf und am Freitag, 5. Mai, von 18.30 Uhr an beim 1. FC Heidenheim. Am Sonntag, 21. Mai, kann dann nach dem Gastspiel um 15.30 Uhr beim SV Sandhausen hoffentlich der sofortige Wiederaufstieg in die Bundesliga gefeiert werden.
Fünf Spieltage vor Saisonschluss belegen die 96er vor dem Gastspiel beim FC Erzgebirge Aue mit 56 Punkten als Tabellenzweiter hinter der mit 57 Punkten führenden Mannschaft vom VfB Stuttgart, die am Ostermontag bei Arminia Bielefeld trotz eines 0:1-Pausenrückstandes noch zu einem schwer erkämpften 3:2 (0:1)-Sieg kam, den 2. Tabellenplatz, der zum direkten Aufstieg berechtigt. Dicht gefolgt vom Tabellendritten 1. FC Union Berlin und dem Vierten Eintracht Braunschweig, die mit gemeinsam 54 Punkten nur das um einen Treffer schlechtere Torverhältnis trennt. Allerdings wird es am Sonnabend für die „Roten“ bereits bei den Erzgebirglern vom FC Erzgebirge Aue nicht einfach werden, um trotz des 16. Tabellenplatzes des Gastgebers mit 32 Punkten zu einem zählbaren Erfolg zu kommen. So konnte Aues neuer Trainer Domenico Todesco den „Veilchen“ neues Leben einhauchen, wie 13 Punkte aus den letzten sechs Spielen seit der Übernahme belegen. Hannover 96 wäre also gut beraten, den Gegner am Sonnabend nicht am Tabellenstand zu messen.
Können die „Roten“ in Aue endlich ihre Auswärtsschwäche beenden und die so wichtigen drei Punkte mit nach Hannover nehmen? Wir sind wieder gespannt auf ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für das vorletzte Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag, 30. April, um 13.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können. Und so funktioniert es: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Aue und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 12 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse und Tel./Handy/Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile ihren Tipp (Aue - 96 X : X) ab und schicken Sie uns nur EINE Mail! Klaus Depenau