„96“ steckt jetzt im Abstiegskampf - gegen Frankfurt zählen nur drei Punkte

Dietmar Herbst aus Aligse gewinnt die zwei Sitzplatz-Tickets

REGION (ho). Ein sichtlich angeschlagener und offensichtlich ratloser Trainer, ein nach Erklärungen und um Ruhe ringender Manager und ein sehr nachdenklicher Präsident auf der Tribüne - das waren die ersten Momentaufnahmen nach der 6. Auswärtspleite der „Roten“ in Folge. Jetzt ist das eingetreten, was nach dem 4. Spieltag niemand für möglich gehalten hätte: Doch wie ein schleichender Prozess setzte sich von Spieltag zu Spieltag die Talfahrt der 96er fort. Das 1:3 beim Hamburger SV war das siebte Spiel in Folge ohne Sieg, von 21 möglichen holten die „Roten“ ganze zwei Pünktchen - die Mannschaft steckt im Abstiegskampf!
Drei Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz bei noch vier ausstehenden Spielen bis zur Winterpause. In der derzeitigen Verfassung der Mannschaft fällt es schwer, daran zu glauben, dass bis Weihnachten die zumindest „magischen“ 20 Punkte erreicht werden. Die Angst geht um bei Spielern, Verantwortlichen und den Fans! Überwintert 96 etwa auf einem indirekten Abstiegsplatz 16?
Wie schon in Bremen gingen die 96er in der Imtech-Arena mit 1:0 in Führung, was noch vor nicht allzu langer Zeit zumindest zu einem Punktgewinn gereicht hätte. Doch wie schon in Bremen musste die Mannschaft drei Minuten später den Ausgleich hinnehmen - die Verunsicherung nahm mal wieder ihren Lauf! Beim 2:1 durch das „Kopfballungeheuer“ Beister 40 Sekunden nach Wiederanpfiff waren die „Roten“ noch in der Kabine: Wie sonst hätte Westermann völlig alleingelassen flanken und Maximilian Beister völlig frei vor Zieler einköpfen können. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel schon wieder verloren: Kein Aufbäumen, keine Torchance - die Mannschaft hatte sich einmal mehr aufgegeben! Das viel zu einfache 3:1 durch Calhanoglu war der negative „Höhepunkt“ einer desolaten Leistung in Halbzeit zwei.
Nun kommt es also am Sonntag um 15.30 Uhr zu einem „echten“ Kellerduell: Mit Eintracht Frankfurt gastiert ein weiterer krisengeschüttelter Verein in der HDI-Arena. Die Hessen liegen mit drei Punkten Rückstand hinter den „Roten“ auf Platz 15 der Tabelle - nur das bessere Torverhältnis gegenüber dem SC Freiburg trennt das Veh-Team von dem Relegationsplatz. Die Vorzeichen sind klar: Auf den Verlierer dieser Partie kommen ganz, ganz schwere Zeiten zu. Doch welches schlagkräftige Team 96-Coach Slomka auf den Rasen schicken kann, steht in den „Sternen“. Stindl fällt mit Muskelfaserriss ebenso definitiv aus wie Sané, der, gerade mal wieder im Einsatz, schon wieder Gelb-rot sah. Ob Schulz nach seiner Kopfverletzung verteidigen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Einziger Lichtblick: Marcelo hat seine Sperre „abgesessen“ und steht wieder zur Verfügung.
Slomka hat also kaum noch Alternativen, um das zweikampfschwächste und auf dem letzten Platz der Fairnesstabelle der Liga liegende Team auf ein Abstiegsduell vorzubereiten. Es geht jetzt eigentlich sowieso nur noch über Kampf und Disziplin - aber diese beiden Attribute sind den einstigen „Europa-Fightern“ leider längst abhanden gekommen - ohne dass die sportliche Leitung rechtzeitig die Reißleine gezogen hätte…
Live dabei beim „Kellerduell“ gegen die Eintracht ist Dietmar Herbst aus Aligse. Er hat, wie 44(!) andere Mitspieler/innen bei unserem Ergebnis-Tipp-Gewinnspiel, die 1:3-Pleite der „Roten“ in Hamburg richtig vorhergesagt und durch Zufallsgenerator die beiden Sitzplatz-Tickets gewonnen.