„96“ muss am Sonnabend gegen Wolfsburg unbedingt punkten

Jürgen Wilkens aus Ehlershausen gewinnt zwei Tickets

REGION (ho). Natürlich kann man „auf Schalke“ verlieren, aber was die „Roten“ zum Rückrundenstart am vergangenen Freitagabend vor einem Millionenpublikum an den TVs in aller Welt „ablieferten“, hatte mit einer Mannschaft, die Ambitionen auf einen erneuten Europa League-Platz hat, nichts zu tun. Auswärts vier Tore erzielt – das sollte eigentlich für sechs Punkte in zwei Spielen reichen! Für die 96er aber sprang noch nicht mal ein „Pünktchen“ heraus – und das bei einer Schalker Mannschaft, die durch die Unruhen der letzten Wochen von Anfang an verunsichert wirkte und selbst gar nicht so recht glauben konnte, wie einfach es war, durch die gegnerische Abwehr zu „spazieren“. Die 4:5-Niederlage wirft also viele Fragen auf und verbietet leider eine Rückschau auf die beiden herrlichen Treffer von Huszti und auf das vermutliche „Tor des Monats/Jahres“ durch Mame Diouf.
Dabei, so war vor der Partie vom Trainerstab, den weiteren Verantwortlichen und den Spielern zu hören, sollte nach 31 Gegentoren nach der Hinserie doch alles besser werden. Mit Johan Djourou vom FC Arsenal wurde ein neuer Hoffnungsträger als Abwehrchef verpflichtet, der der Innenverteidigung endlich mehr Sicherheit geben und der seine Nebenleute „führen“ sollte. Dahinter steht mit Ron-Robert Zieler immerhin nach wie vor ein Nationalkeeper zwischen den Pfosten. Doch was nutzt das alles, wenn der Rest der Mannschaft kollektiv alle taktischen Vorgaben auf dem Platz vergisst und wie ein undisziplinierter „Hühnerhaufen“ unerklärliche Laufwege quer über den Platz veranstaltet und jegliche Grund- und Zuordnung vermissen lässt. Es wäre viel zu einfach, nur der Abwehr die Schuld am Debakel zu geben. Innen- und Außenverteidiger sind wie zum Ende der Hinserie überfordert, weil beide Sechser und Zehner, am Freitag Schmiedebach, da Silvia Pinto und vor allem Huszti (trotz seiner zwei herrlichen Tore) und „Schönwetterspieler“ und lautstarker Kritisierer Jan Schlaudraff ihre Defensivaufgaben völlig vernachlässigen! Lars Stindl und Leon Andreasen fehlen an allen Ecken und Enden, aber beide werden den „Roten“ auch in den nächsten Wochen noch nicht helfen können, ebenso wenig wie der Brasilianer Felipe und der nach seiner Blinddarm-Operation noch kranke Christian Schulz. Der zu Saisonbeginn mit vielen Vorschusslorbeeren verpflichtete Japaner Hiroki Sakai genießt anscheinend auch nach einem halben Jahr noch nicht das Vertrauen des Trainers und Christian Pander steckt in einem „tiefen Loch“. Damit schließt sich dann schon wieder der Kreis einer für die Zukunft kompakteren Mannschaft, da auch die Winterpausen-Transfers Hoffmann und Franca nach des Trainers Worten noch einige Zeit brauchen, um der Mannschaft kurzfristig weiterhelfen zu können – obwohl beide aber dafür verpflichtet wurden. Und ob Kapitän Steven Cherundolo am Wochenende wieder einsatzbereit ist, „steht noch in den Sternen“. Trainer Mirko Slomka wird also auch in den nächsten Spielen auf die Spieler zurückgreifen müssen, die am Freitag auf dem Platz standen. Mit Ausnahme von Pinto, der nach der fünften Gelben Karte gesperrt ist. Nach den Ergebnissen des Wochenendes sind es zwar nur vier Punkte Rückstand auf Platz sechs – aber diese Spekulation sollte in den Gedanken der Spielerköpfe erstmal ganz schnell verschwinden. Die Konzentration sollte einzig und allein dem nächsten Spiel gelten – und das von der 1. Spielsekunde an.
Dann kommt nämlich am Sonnabend um 15.30 Uhr der wiedererstarkte VfL Wolfsburg mit Ex 96-Trainer Dieter Hecking zum Niedersachsenduell in die AWD-Arena. Die „Wölfe“ sind nach dem 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart bis auf einen Punkt an die 96er rangerückt und streben natürlich einen Auswärtssieg an. Die große Frage: Wie kann Mirko Slomka die Mannschaft nicht nur moralisch aufbauen, sondern ihr vor allen Dingen endlich Stabilität in Mittelfeld und Abwehr verleihen? Vielleicht mit dieser Elf? Wir wagen mal eine Aufstellungsprognose: Zieler – Chahed (Sakai/Cherundolo) - Djourou - Haggui - Rausch­ – ­­ Schmiedebach - Eggimann – Hoffmann - Huszti – Abdellaoue - Diouf. Tickets für dieses richtungsweisende Spiel gibt es noch bis Freitag in den MARKTSPIEGEL-Geschäftsstellen Burgdorf, Großburgwedel und Lehrte sowie vermutlich noch an den Tageskassen.
Keine Karte braucht sich Jürgen Wilkens aus Ehlershausen kaufen. Er hat bei unserem Ergebnis-Tippspiel vom vergangenen Mittwoch mit „Fortunas Hilfe“ zwei Sitzplatz-Tickets für diese mit Sicherheit emotionsgeladene Partie gewonnen. Natürlich war auf keiner der 514 eingegangenen Mails das 5:4-Endergebnis vermerkt. So kamen alle 63 Einsendungen in die Verlosung, die zumindest den Schalker Sieg voraussagten.