96: Mit Trainer Stendel zum FC St. Pauli

Zwei Sitzplatz-Tickets gegen den 1. FC Nürnberg zu gewinnen

HANNOVER. Das ist gerade noch einmal gut gegangen. Nach zwei Spielen ohne einen Sieg ist Hannover 96 in der 2. Fußball-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Vor 34.600 Zuschauern feierten die 96er in der HDI-Arena am Sonnabendmittag einen mehr als schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Heimsieg über die vom Abstieg bedrohte Mannschaft des TSV 1860 München, womit vor dem schweren Auswärtsspiel am kommenden Sonnabend, 18. März, um 13 Uhr am Hamburger Millerntor beim FC St.Pauli Hamburg bereits eines feststeht:
Die „Roten“ nehmen auch nach dem 24. Spieltag mit 45 Punkten hinter dem zum jetzigen Zeitpunkt für die Bundesliga qualifizierten Spitzenreiter VfB Stuttgart (49 Zähler) und dem 1. FC Union Berlin (47 Punkte) den 3. Tabellenplatz und damit einen Relegationsrang um den Aufstieg in die Bundesliga ein. Unabhängig davon, wie der Erzrivale Eintracht Braunschweig, der vor dem 24. Spieltag 41 Punkte aufweist, am Montag im Abendspiel bei Fortuna Düsseldorf gespielt hat (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor).
Den 1:0-Zittersieg über die Löwen aus München hatten die Hannoveraner in erster Linie ihrem Torhüter Philipp Tschauner und ihrer „Lebensversicherung in puncto Tore“, Goalgetter Martin Harnik, zu verdanken, dem wie aus dem nichts nach einem Zuspiel von Sarenren-Bazee in der 55. Minute der entscheidende 1:0-Siegtreffer gelang, womit der frühere Spieler des VfB Stuttgart in seinem 21. Spiel sein Torkontingent auf 13 Saisontreffer ausbaute.
Bevor die 96er einmal gefährlich in Tornähe der Gäste kamen, hatte allein in der 1. Halbzeit 96-Keeper Philipp Tschauner in Eins-Zu-Eins-Situationen vor dem freistehenden Brasilianer Amilton (34.) und in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit vor dem freistehenden Stefan Aigner(45. +2) Gelegenheit, sein außerordentliches Können zu beweisen. Es hätte sich keiner beschweren können, wenn es zur Halbzeit nicht torlos 0:0, sondern bereits 2:0 für 1860 München gestanden hätte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie deutlich zerfahrener. Fehlpässe und Fouls bremsten den Spielfluss. Keines der beiden Teams entwickelte Durchschlagskraft und kam demnach kaum in den gegnerischen Sechszehner. Nachdem den 96ern wie aus dem Nichts die glückliche Führung gelang, versuchten die Gäste mit offensiven Einwechslungen aufs Ganze zu gehen, doch konnte sich die Mannschaft von Trainer Vitor Pereira gegen eine kompakt verteidigenden 96-Mannschaft nicht mehr durchsetzen.
Der Stimmungslage in der HDI-Arena noch vor Spielschluss zu entnehmen, sitzt 96-Trainer Daniel Stendel nach dem Willen der „Nordkurve“ weiterhin fest im Sattel. Wie sonst ließen sich die Rufe von den Zuschauerrängen deuten, die bereits lange vor dem Abpfiff skandierten: „Daniel Stendel, du bist der beste Mann.“ Ob dies auch Präsident Martin Kind trotz aller Beteuerungen für Daniel Stendel und sein neuer starker, sportlicher Leiter Horst Heldt so sehen, steht vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend um 13 Uhr beim wieder erstarkten FC St.Pauli allerdings immer noch in den Sternen, obwohl Martin Kind sich am Sonntag ganz klar für Daniel Stendel aussprach.
Dagegen waren die Aussagen des neuen 96-Managers schwammig, als er die Jobgarantie für Daniel Stendel ein wenig einschränkte: „Ich habe im Fußball gelernt, keine Versprechen abzugeben, die man nicht halten kann. Heute haben wir aber gewonnen und Mannschaft, Trainer und Fans haben sich als Einheit präsentiert. Daran arbeiten wir auch in diese Woche und natürlich mit Daniel Stendel.“ Ein Grund dafür könnte sein, dass die Verantwortlichen bei der Nachfolgesuche noch keinen geeigneten Trainer präsentieren können.
Für den 96-Coach könnte die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte als Profi bei den Paulianern von entscheidender Bedeutung sein, was seine weitere Trainerkarriere betrifft. Eine Niederlage oder auch nur ein Remis bei der Mannschaft von Trainer Ewald Lienen, die übrigens trotz der jüngsten 1:2-Niederlage vom Freitag gegen die „Eisernen“ von Union Berlin mit 13 Punkten aus den bisherigen sieben Rückrundenpartien ebenso viele Punkte aus der Rückrunde wie die 96er holten, würde trotz aller gegenteiligen Beteuerungen aus der Führungsetage für Daniel Stendel das Aus als Cheftrainer bei den „Roten“ bedeuten.
Mit von der Partie werden bei St. Pauli neben dem gegen 1860 München aufgrund seiner 5. Gelben Karte gesperrten Kapitän Manuel Schmiedebach wohl auch die ehemaligen Pauli Spieler Philipp Tschauner und auch Sebastian Maier sein. Dagegen fällt nach Abwehrspieler Oliver Sorg wegen eines Trommelfellrisses nun auch noch längerfristig Angreifer Kenan Karaman wegen eines Bänderrisses aus, den er sich im Spiel gegen die 60er in einem Zweikampf zugezogen hat.
Besonders aufpassen müssen die 96er auf zwei torgefährliche Angreifer der Hamburger. Der pfeilschnelle Türke Cenk Sahin ist mit vier Toren und fünf Vorlagen in 18 Saisonspielen einer der wichtigsten Paulianer. Ihm nicht viel nach steht sein Sturmpartner Aziz Bouhaddouz, der in 19 Spielen bereits 10 Mal traf.
Für Brisanz ist also am Sonnabend am Millerntor gesorgt. Und da sind wir wieder gespannt auf ihren Ergebnis-Tipp, mit dem sie zwei Sitzplatztickets für das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am Dienstag, 4. April, 17.30 Uhr, in der HDI-Arena gewinnen können. Und so funktionierts: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Hamburg und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 13 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse und Tel./Handy/Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile ihren Tipp (St. Pauli - 96 X : X) ab und schicken Sie uns nur EINE Mail!