„96“ kann Fortuna Düsseldorf in die „Relegation schießen“

Daniela Herbst aus Lehrte gewinnt zwei Sitzplatz-Tickets

REGION (ho). Die 2.500 Fans in Leverkusen haben sicherlich schon schlechtere Auswärtsspiele gesehen, man kann auch beim Champions League-Teilnehmer 1:3 verlieren – doch die „knappe“ Niederlage täuscht: Hätten Kießling, Schürle und Co. ihre hundertprozentigen Chancen in der Anfangsphase besser verwertet und wäre nicht Nationalkeeper Ron-Robert Zieler in Länderspielform gewesen – die „Roten“ hätten ein weiteres Debakel bei einem Spitzenklub erlebt. Der wiederum kampflose und total verunsicherte Auftritt der 96er deckte einmal mehr klar und deutlich auf: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine Riesenlücke, ein Klassenunterschied! Es stimmt von hinten nach vorne nicht (mehr)…!
Vereinsführung, Management und Trainerstab sind nun schnellstens gefordert: Die Mannschaft braucht nach zwei erfolgreichen Jahren dringend eine „Verjüngungskur“ – die „Rumeierei“ um kurzfristige Vertragsverlängerungen von „Auslaufmodellen“ (Eggimann, Pinto) muss schnellstens einen Abschluss finden – die Verpflichtung neuer, hungriger Spieler um ein Gerüst Zieler, Sakai, Felipe, Andreasen, Schmiedebach, Franca (?) Stindl, Huszti, Sobiech und Abdellaoue sollten oberste Priorität genießen. Einstige Leistungsträger wie Schlaudraff, Schulz, Pander oder auch Ya Konan gehören ebenso auf den Prüfstand wie die letzten Neuverpflichtungen Pocognoli, Hoffmann oder Nikci. Bei Djourou hätte längst Klarheit herrschen können (müssen) – ebenso bei Diouf. Hier „rächt“ sich wohl die viermonatige Auszeit, die der Club Ex-Manager Schmadtke gewährte. Während andere Teams die ersten Neuverpflichtungen vermelden – tritt Hannover 96 auf der Stelle.
An dieser Stelle jedoch nur „Schwarzmalerei“ zu betreiben, wäre sicherlich fehl am Platze. Erinnern wir uns drei Jahre zurück: Da schafften die „Roten“ erst im letzten Saisonspiel mit dem 3:0 in Bochum den Klassenerhalt, in den Jahren zuvor war 96 „Stammgast“ in der unteren Tabellenregion. Und dass nach zwei erfolgreichen Saisons auch mal ein Einbruch kommen kann –siehe Stuttgart, Wolfsburg, Bremen oder Hamburg. Doch für die kommende Spielzeit wünschen sich die Fans wieder ein homogenes Team, das bedingungslos fightet und eine Vereinsführung ohne „Mimositäten“ – dann kommt auch der Erfolg zurück.
Für Düsseldorf geht es um den Klassenerhalt
Schon am kommenden Samstag können die 96er dazu den Grundstein legen: Mit einem überzeugenden (Kampf-)Sieg über Fortuna Düsseldorf in der ausverkauften AWD-Arena würde die Elf nicht nur den nun angestrebten einstelligen Tabellenplatz festigen, sondern auch keinen Anlass für eine „Wettbewerbsverzerrung“ geben: Die Fortunen, seit elf Spielen sieglos, stehen mit dem „Rücken zur Wand“ – eine Niederlage bei einem gleichzeitigen Sieg des FC Augsburg gegen Fürth vorausgesetzt - und der Aufsteiger muss in die Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern. Schlimmstenfalls, sollte Hoffenheim eine Sensation in Dortmund schaffen, droht sogar der direkte Abstieg.
Es ist also Brisanz drin im Saisonfinale, und die „Roten“ wären gut beraten, Werbung in eigener Sache zu betreiben: Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage würde sich erstmal auf den Dauerkartenverkauf für die neue Saison 2013/2014 negativ auswirken.
In dem mit 49.000 Zuschauern ausverkauften Stadion ist auch Daniela Herbst aus Lehrte dabei: Sie hatte bei unserem Ergebnis-Tipp-Gewinnspiel wie 49 andere Teilnehmerinnen die 1:3-Niederlage in Leverkusen richtig vorhergesagt und „Fortuna“ verhalf ihr damit zu zwei Sitzplatz-Tickets. Und wer nicht gewonnen hat, muss in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen: Dann gibt es natürlich wieder zu jedem Heimspiel zwei Karten zu gewinnen!