„96“ Donnerstag bei UD Levante und Sonntag gegen Bayer Leverkusen

Arno Czerwonka aus Lehrte gewinnt zwei Sitzplatz-Tickets

REGION (ho). „Alarmstufe gelb“ bei den „Roten“: Durch die enttäuschende, weil total vermeidbare 1:2-Niederlage bei Mainz 05 am vergangenen Sonnabend wurden die 96er nach Ende des 15. Spieltages „so richtig durchgereicht“. Was sich nach den Leistungen der letzten Spiele andeutete, trat jetzt ziemlich brutal ein: Sturz von Platz sechs auf Rang zwölf in die „Grauzone“ der Tabelle, wo die einst gefeierten „Eurofighter“ eigentlich nie mehr stehen wollten.
Muss man sich ernsthafte Sorgen machen um die „Roten“? Zwei Ligaspiele stehen noch auf dem Programm bis zur Winterpause: Am kommenden Sonntag gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen und am Samstag darauf bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. In der derzeitigen Verfassung geht die Elf als Außenseiter in beide Partien – bei zwei weiteren Niederlagen könnte dann die erneute Europa League-Teilnahme damit bereits nach der Hinrunde „ad acta“ gelegt werden, zumal Cheftrainer Mirko Slomka jegliche Alternativen in allen Mannschaftsteilen fehlen. Aufwachen, Hannover 96!
Dabei hatte es in Mainz den Anschein, dass die Mannschaft einen frischeren Eindruck als in den letzten Partien machte, wenngleich die Warnung von Coach Slomka auf die ersten starken 30 Minuten der Hausherren einige Spieler anscheinend wieder nicht erreichte. Schon in der 10. Minute „klingelte“ es im Kasten von Ron-Robert Zieler, weil Haggui zunächst eine Flanke dem Mainzer Parker direkt vor die Füße köpfte. Den 16-m-Schuss konnte Zieler zwar noch parieren, aber bei der anschließenden erneuten Hereingabe war der Innenverteidiger schon in einen „Tiefschlaf“ verfallen, so dass der 05er Mittelfeldspieler Müller völlig freistehend aus drei Metern eindrücken konnte. Trotz des frühen Rückstandes „rappelten“ sich die „Roten“ und erspielten sich ein Übergewicht gegen plötzlich erstaunlicherweise nachlassenden Hausherren. Und da der erste konsequent vorgetragene Angriff zum Ausgleich durch Christian Schulz in der 28. Minute führte, keimte Hoffnung auf bei den 1.000 mitgereisten Fans, zumal 96 ab diesem Zeitpunkt das Spiel kontrollierte.
Die Hoffnung auf den dritten Auswärtssieg bekam bereits fünf Minuten nach der Pause neue Nahrung, als der Mainzer Schlussmann Wetklo nach einer Handabwehr außerhalb des Strafraums die rote Karte sah und die 96er fortan für die verbleibenden vierzig Minuten einen Mann mehr auf dem Platz hatten. Den anschließenden Freistoß von Pander wehrte der als Nummer drei eingewechselte 19-jährige Karius in großartiger Manier ab, und schon ab diesem Zeitpunkt war es mit der 96-Herrlichkeit vorbei. Wer glaubte, die 96er könnten in Überzahl die Mainzer in deren Hälfte festschnüren, wurde wieder arg enttäuscht. Unattraktives Quergeschiebe vor der Abwehr, statt überfallartige Angriffe gegen die dezimierte Mainzer Abwehr – den 96ern fehlte einfach die „Geilheit“, dieses Spiel gewinnen zu wollen. Im Gegenteil, die 05er waren bei ihren wenigen Angriffen stets gefährlicher und so kam es, wie es kommen musste: In der 89. Minute erzielte der eigentlich schon als kopfballstark bekannte Adam Szalai den nicht für möglich gehaltenen Siegtreffer für die Hausherren. 96 scheiterte wieder einmal an der läuferischen und kämpferischen Bereitschaft und der damit einhergehenden spielerischen Substanz – die Mannschaft ist nach 28 Pflichtspielen einfach „platt“.
Zu allem „Überfluss“ steht nun am morgigen Donnerstagabend (ab 21.05 live auf Kabel1 und sky) auch noch die Strapaze des letzten Euro-League-Gruppenspiel beim spanischen Vertreter DU Levante an. Hier reicht den „Roten“ schon ein Remis für den Gruppensieg – weiter sind sie auf jeden Fall. Ob Gruppensieger oder Zweiter sollte egal sein, absolute Priorität haben die letzten beiden Punktspiele.
Und die werden, wie gesagt, schwer genug. Am Sonntag kommt der Tabellenzweite und Bayernverfolger Bayer Leverkusen um 17.30 Uhr zum letzten Heimspiel in die AWD-Arena. Die Werkself ist die Mannschaft „der Stunde“ und strebt natürlich einen Auswärtssieg gegen unsichere 96er an. Egal wie, die „Roten“ müssen mit allen Kräften, die sie noch mobilisieren können, dagegen halten, um nicht von Kießling, Schürrle & Co. überrollt zu werden, denn sonst stehen sie in Düsseldorf schon mit dem Rücken zur Wand, zumal das erste Spiel der Rückrunde bei Schalke 04 ansteht! Aufwachen, Hannover 96!
Live dabei gegen Bayer 04 ist Arno Czerwonka aus Lehrte. Er hat wie 13 andere Teilnehmer/innen (bei insgesamt 409 Einsendungen) die 1:2-Niederlage der 96er in Mainz bei unserem Ergebnis-Tipp-Gewinnspiel richtig vorhergesagt und wurde per Zufallsgenerator als Gewinner der beiden Sitzplatztickets ermittelt.