Vorschüsse und Auslagen

lps/Cb. Mitarbeiterin in der Steuerkanzlei (Foto: Busche)

Berechnung gemäß StBVV

REGION lps/Cb. Steuerberaterinnen und Steuerberater dürfen von ihrer Mandantschaft für bereits entstandene und für die voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen Vorschüsse gemäß Paragraph 8 StBVV (Steuerberatervergütungsverordnung) verlangen. Vorschüsse sind insbesondere dann Sicherungsmittel für die Steuerberater, wenn die Entwicklung der finanziellen Situation von Mandanten die Forderung notwendig macht.
Eine besondere schriftliche Form ist hierfür nicht erforderlich. Werden die eingeforderten Vorschüsse nicht gezahlt, dürfen die Steuerberater ihre Tätigkeiten bis zur Erbringung des angeforderten Vorschusses ruhen lassen. Gemäß Paragraph 670 BGB besteht im Rahmen eines Auftrags bzw. Geschäftsbesorgungsvertrages ein Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen, die im Rahmen der Ausführung des Auftrages entstehen. Der Beauftragte kann die Aufwendungen „den Umständen nach für erforderlich“ halten. Der Auslagenersatz ist in den Paragraphen 3 und 15 bis 20 StBVV geregelt.
Der Vergütung ist die auf die Tätigkeit entfallende Umsatzsteuer hinzuzurechnen. Es besteht Anspruch auf den Ersatz der bei der Ausführung des Auftrags für Post- und Telekommunikationsdienste zu zahlenden Entgelte. Anstelle der tatsächlich entstandenen Kosten wird üblicherweise ein Pauschsatz gefordert. Dieser beträgt 20 Prozent der Gebühr pro einzelne Angelegenheit, maximal jedoch 20 Euro.
Weiterhin gibt es eine Dokumentenpauschale für Ablichtungen und für die Überlassung elektronischer Dokumente. Faxe stehen Ablichtungen gleich. Für Besprechungen mit Behörden oder mit Dritten in Steuersachen erhält der Steuerberater eine Gebühr, nicht jedoch für Nachfragen seitens der Behörde. Das Einverständnis der Mandantschaft soll vorliegen.