Sicherheit für die Bauzeit

Baustellen sind gefährliches Terrain. Wenn sich dort ein Fremder verletzt, kümmert sich die Bauherrenhaftpflichtversicherung um seine Forderungen. (Foto: Birgit Malchow/be.p)

Bauherren brauchen eine Extra-Haftpflicht

REGION (be.p) Ein spielendes Kind stürzt in einen nicht ordnungsgemäß abgedeckten Kanalschacht auf einer Baustelle. Vom Baugerüst fallen Bretter und treffen zwei Passanten. Der Bauherr muss in jedem Fall zahlen.
Der Verband der Privaten Bausparkassen rät Eigenheimbauern daher dringend zum Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung. Denn Schäden, die im Zusammenhang mit dem Bau eines Hauses auftreten, deckt die normale private Haftpflichtversicherung nicht ab. Durch die spezielle Bauherrenhaftpflichtpolice ist die gesetzliche Haftung des Bauherrn für Personen- oder Sachschäden gedeckt.
Jeder Bauherr ist per Gesetz verpflichtet, sich vom ersten Spatenstich bis zum Ende der Bauarbeiten persönlich um seine Baustelle zu kümmern. Auch, wenn Architekt und Bauunternehmer für ihn arbeiten, ist der Bauherr keineswegs von der eigenen Sorgfaltspflicht befreit. Wird ihm eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht oder der Überwachungs- und Aufsichtspflicht nachgewiesen, haftet er für entstandene Schäden.
Die Kosten für eine Bauherren-Haftpflichtversicherung sind abhängig von der Bausumme. Es muss ein Einmalbetrag für die gesamte Bauzeit bezahlt werden. (be.p)
Katrin Baum