Scheitholz und Holzpellets

lps/Cb. Heizraum mit Pelletofen (Foto: Ökofen)

Offener Kamin oder Pelletofen

lps/Cb. Ein fröhlich prasselndes Kaminfeuer sieht urgemütlich aus und wärmt auch, aber nur die unmittelbare Umgebung. Schon in der Frühzeit des Ka-
mins wurde Holz verfeuert. Auch heute ist Holz als sogenanntes Scheitholz für das Abbrennen beliebt. Für Scheitholz finden Birke, Buche, Eiche und Erle besonders gern Verwendung. Bei Nadelhölzern kann es Probleme wegen des Harzes geben. Scheitholz-Vergaserkessel zeichnen sich durch eine gleichmäßige Verbrennung bei niedrigen Emissionswerten aus. Viel Handarbeit braucht noch das Lagern des Brennstoffs.
Auch das Nachlegen der Scheite geschieht nicht automatisch. Inzwischen sind die Füllräume der Kessel größer, und damit braucht man auch in Kälteperioden nur alle acht bis zwölf Stunden nachzulegen. In Übergangszeiten der Heizperiode reicht ein Nachlegen alle zwei Tage. Einen höheren Heizwert als Scheitholz haben Holzpellets aufgrund ihrer Verdichtung und ihrer einheitlichen Größe. Die Pellets sind kleine Stifte aus komprimiertem Holz. Für das Abbrennen im Kamin sind Holzpellets nicht geeignet. Zum Heizen mit Holzpellets gibt es Pelletöfen. Die Energieausbeute der Pelletheizung ist etwa halb so groß wie bei Gas oder Heizöl. Das heißt, zwei Kilogramm der kleinen Kraftpakete haben genauso viel Energie wie ein Liter Heizöl.
Pellets sind einfach zu transportieren, sie schonen die Umwelt und den Geldbeutel. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Öl und Gas wächst Holz ständig nach und ist regional verfügbar. Ein moderner Pelletkessel erkennt den Heizbedarf automatisch und führt die Pellets dem Brenner zu. Wie beim Scheitholz benötigt man für die Lagerung der Pellets Platz. Ein Einfamilienhaus braucht einen Lagerraum für Pellets von etwa 15 Kubikmeter.