Jucken, Kratzen und kein Ende

Eine Intensivpflege mit johanniskrauthaltigen Crémes und Lotionen zeigt bei Neurodermitis und entzündeter Winterhaut gute Erfolge. (Foto: Bildquelle: Klosterfrau Gesundheitsservice)

Neurodermitis – genetisch bedingt

In der dunklen Jahreszeit hat Neurodermitis wieder Hochsaison. Jetzt sagen Forscher der Berliner Charité: Das Krankheitsrisiko ist offenbar weitgehend genetisch bedingt. Für den geplagten Patienten ist vor allem eine effektive und schonende Behandlung der Symptome entscheidend. Aufgrund überzeugender Studienergebnisse rückt nach Expertenmeinung dabei eine bewährte Johanniskraut-Creme mit antientzündlicher, juckreizstillender und antibakterieller Wirkung immer mehr in den Vordergrund.

Über 9.600 Menschen wurden im Rahmen einer klinischen Neurodermitis-Studie der Berliner Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin untersucht. Nach Ansicht der Wissenschaftler deutet sehr viel darauf hin, daß mehrere Gene an der Krankheitsentstehung beteiligt sind. U. a. wird bei den Betroffenen ein körpereigenes Eiweiß, das „Filaggrin“, vermindert oder gar nicht mehr gebildet. Sein Fehlen stört die natürliche Verhornung der Haut, sie trocknet aus und öffnet damit die natürliche Hautbarriere für klimatische, mechanische und bakterielle Reizungen, erklärt Privatdozent Dr. Detlef Becker von der Universitäts-Hautklinik Mainz.

Juckreiz – schlimmer als Schmerz
Chronischer Juckreiz ist nur schwer zu ertragen. Häufig wird er schlimmer als Schmerz empfunden Deshalb fügen sich viele Patienten durch Kratzen Schmerz zu, nur um den Juckreiz zu überdecken. Inzwischen ist klar, daß der Juckreiz eine ganz eigenständige Sinnes-Empfindung ist, die auch von eigenen Schmerzfasern geleitet und von speziellen Rezeptoren wahrgenommen wird. Die Behandlung der Neurodermitis greift auf unterschiedlichen Ebenen an: Bei der Erhöhung der Hautfeuchtigkeit, der Bekämpfung der Erreger und der Reduktion von Entzündung und Juckreiz. Ausgezeichnet bewährt hat sich für diese kombinierten Behandlungsziele ein speziell zubereiteter Johanniskraut-Extrakt (Bedan-Creme oder Lotion, rezeptfrei, Apotheke). Durch seine ausgeprägt antibakteriellen Eigenschaften ist er hervorragend zur Intensivpflege leichter und mittelschwerer entzündlicher Ekzeme und Neurodermitis geeignet. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie konnte nachgewiesen werden, daß der eingesetzte Johanniskraut-Wirkstoff Hyperforin neurodermitis-fördernde Bakterien wirksam bekämpft, direkt antientzündlich wirkt und zudem den Juckreiz hemmt.

Hautpflegemittel des Jahres 2010
Vorbeugender Hautschutz ist keine Frage von Alter oder vorgeschädigter Haut. Jeder Hauttyp hat an kalten Tagen einen gesteigerten Bedarf an schützenden Fetten, hautglättenden Stoffen und Pflegekomponenten. Mit Johanniskraut-Creme oder -Lotion, möglichst konsequent zweimal täglich aufgetragen, „steht eine in mehreren Studien dermatologisch geprüfte, intensiv feuchtigkeitsspendende Pflegeform zur Verfügung, die ein Austrocknen der Haut verhindert und zugleich stark antientzündliche, antibakterielle und ausgeprägt juckreizstillende Eigenschaften besitzt und daher sogar bei Neurodermitis mit Erfolg eingesetzt werden kann“. So lautete das Urteil der Jury des Bundesverbandes Deutscher Apotheker, die genau aus diesen Gründen das bereits von Ökotest mit „sehr gut“ ausgezeichnete Bedan jetzt offiziell zum „Hautpflegemittel des Jahres 2010“ wählte.