Immobilienerwerb

lps/Cb. Erwerberkriterium: ruhiges grünes Ambiente (Foto: Busche)

Gestaltungsspielraum ist ein wichtiges Kriterium

REGION lps/Cb. Politiker wiederholen besonders vor Wahlen gern die Notwendigkeit, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der soziale Wohnungsbau wurde jedoch vielfach abgewickelt und wegen des Flächenverbrauchs gestaltet sich der staatlich gewünschte und geförderte Neubau viel langsamer als geplant. Wer hingegen die Steigerung der Eigentumsquote propagiert, wird in öffentlichen Auftritten regelmäßig ins Abseits gestellt. Tatsächlich aber ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich äußerst gering.
Besonders in Ballungsräumen oder der Bundeshauptstadt liegt der Anteil an privatem Wohneigentum viel zu niedrig. Viele Menschen wünschen sich die eigenen vier Wände und wollen nicht mehr von einem Vermieter abhängig sein. Günstige Zinsen und die Vorsorge für das Alter treiben den Wohnungsmarkt. Für mehr als 50 Prozent der Erwerber sind dies gegenwärtig die Hauptmotive. Wichtig sind auch die Zufriedenheit mit dem Umfeld sowie die Möglichkeit, die Wohnräume möglichst individuell gestalten zu können. Man möchte sich frei entfalten und besondere Wünsche entweder in den Neubau einbringen oder bei Bestandsimmobilien durch Umbaumaßnahmen umsetzen. Für rund 40 Prozent überwiegen emotionale Gründe bei ihrer Kaufentscheidung. Ein gutes Umfeld kann erkundet werden. Dazu gehören auch eine gute Verkehrsanbindung, Kindergarten, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten. Nette Nachbarn kann man sich dagegen zwar wünschen, aber kaum aussuchen. Man sollte schon vor dem Umzug Kontakt mit den Nachbarn aufnehmen.
Gleiches gilt für Neubauvorhaben, wobei eine Kontaktaufnahme aus datenschutzrechtlichen Gründen oft schwierig sein wird. Ohne deren Zustimmung dürfen Bauträger keine Informationen über andere Erwerber herausgeben.