Feuchte Keller

lps/Cb. Wasserschaden im Keller (Foto: Busche)

Diagnose und Behandlung

REGION. lps/Cb. Feuchtigkeit im Keller hat grundsätzlich zwei Hauptursachen. Wenn das Bauwerk undicht ist, kann die Abdichtung schwierig und teuer werden. Weniger dramatisch ist es, wenn die Feuchtigkeit durch feuchtwarme Luft verursacht wird, die an kühlen Wänden kondensiert. Dann genügt vermutlich die konsequente Entfeuchtung der Luft. Fachleute erkennen die Ursache meist schon am Nässebild.
Kondensationsnässe setzt sich breitflächig an den Wänden ab. Finden sich Löcher oder poröse Stellen in den Wänden und Abdichtungen, weist das Nässebild auf punktuelle Feuchtigkeit hin. Besonders Altbauten und sogenannte Altneubauten der Aufbauprogramme nach dem Zweiten Weltkrieg sind häufig feucht. Oft handelt es sich um Schäden durch fehlende oder nicht funktionierende Abdichtung.
Die Bausubstanz zieht dann Feuchtigkeit aus dem umgebenden Erdreich. Undichte Stellen und eindringendes Grundwasser erfordern umfangreiche Sanierungsarbeiten. Löcher müssen verschlossen werden. Oft werden solche undichten Stellen durch Verpressung behandelt, indem entsprechende Flüssigkeiten in die Wand injiziert werden, wo sie aushärten.
Bei sehr großen Schäden wird man den Keller ausgraben müssen und von außen isolieren. Gegen Kondensationswasser helfen Trockner. Hohe Außentemperaturen im Sommer verbieten die Belüftung des Kellers, denn sonst würden sich die Probleme verstärken. Auch automatische Lüftungssysteme dürfen nur bei bestimmten Temperaturen arbeiten.