Blütenpracht mit Exoten
Viele asiatische Frühjahrsblüher sind heimisch geworden
REGION. lps/Ww. Die Wintermonate sind kaum vorbei, da zeigt sich die Natur schon vereinzelt im Sonntagskleid. Die gekräuselten gelben oder roten Blütenblätter der Zaubernuss (Hamamelis) sind die ersten Frühlingsboten. Sie erscheinen schon, bevor der Strauch seine Blätter entwickelt. Weiße Schneeglöckchen und Märzbecher kommen den bunten Tulpen und Narzissen zuvor. Und auch die Krokusse setzen mit kräftigem Lila, Gelb und Weiß Farbkleckse in das sonst noch kahle Beet.
Diese klassischen Frühlingsblüher werden in deutschen Gärten immer häufiger durch Exoten ergänzt, die auch in unseren Breiten eine Heimat gefunden haben. Die üppig blühende Magnolie ist bereits so verbreitet, dass ihre asiatische Herkunft kaum mehr wahrgenommen wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Rhododendron und den früher blühenden Azaleen. Wachsender Beliebtheit erfreut sich der Blauregen – eine Kletterpflanze mit wasserfallähnlich herabhängenden Blütenkaskaden, die ursprünglich aus Asien stammt. Die japanische Kirsche ist als Solitärbaum gern in deutschen Gärten gesehen, der seine Krone im Frühling in eine rosafarbene Blütenwolke verwandelt. Nur vereinzelt aber sieht man exotische Schönheiten wie den Erdbeerbaum in unseren heimischen Gärten. Er ist eine immergrüne Pflanze, die im Winter blüht und fällt durch seine sich abschälende rötliche Rinde auf. Der Erdbeerbaum braucht Platz: Er kann über sieben Meter hoch werden.
Der winterharte Blauglockenbaum dankt einen kräftigen Rückschnitt im Frühjahr mit üppigem Wachstum von bis zu drei Metern im selben Jahr. Seine zarten, rosafarbenen Blüten betören durch ihren Duft. Über und über mit gelben Blüten übersät ist im Frühling die Silberakazie. Ihre farnähnlichen Blätter sind ein Blickfang. Sie gedeiht jedoch nur in mildem Klima im Freien und sollte vorzugsweise im Wintergarten untergebracht werden.






