Arzneitherapie

lps/Cb. Fragen zu Medikamenten: Apotheke (Foto: Busche)

Vom Umgang mit Medikamenten

REGION lps/Cb. Dosierhilfen für Tabletten sind praktisch und bewährt. Wer die Vorteile einer solchen Dosierhilfe nutzen möchte, sollte auf jeden Fall die Hinweise zur Lagerung im Beipackzettel lesen und sich im Zweifel vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Der Hinweis „vor Lichteinwirkung und Feuchtigkeit schützen“ zeigt, warum das „Ausblistern“, also das Entnehmen von Tabletten aus der Blisterpackung, problematisch sein kann.
Die Empfindlichkeit gegen Einflüsse von außen hängt von der Darreichungsform ebenso wie von den Wirkstoffen ab. Brausetabletten, Tabletten zur Anwendung in der Mundhöhle und in Wasser einzurührende Tabletten dürfen erst vor der Einnahme ausgeblistert werden. Sensible Wirkstoffe brauchen außerdem den Schutz der Verpackung. Nach der Anwendung sollten Blisterstreifen grundsätzlich wieder in die Verpackung gelegt werden. Erst wenn alles verbraucht ist, können auch Verpackung und Beipackzettel entsorgt werden. Auf diese Weise lassen sich Medikamente auch nach Monaten identifizieren. Bezüglich der Packungsgröße ist die Angabe von Stückzahlen oder Mengen üblich. N1, N2 und N3 stehen für die kleinste, die mittlere und die größte Packung. Auf der Packung ist auch vermerkt, um welche Darreichungsform es sich handelt, zum Beispiel Tabletten, Dragees oder Kapseln. Genannt wird auch die Anwendungsart (orale Einnahme, Injektion oder äußere Anwendung). Verfallsdaten („verwendbar bis“) gelten für noch nicht angebrochene Verpackungen.
Bei Augentropfen ist etwa nach dem Öffnen nur noch eine kurze Verwendbarkeit von einigen Wochen möglich. Auch bei Salben verkürzt sich die Haltbarkeitsdauer nach dem Öffnen. Dazu gibt es Hinweise auf der Verpackung und auf dem Beipackzettel. Ab dem Verfallsdatum kann die Wirksamkeit nachlassen oder sich verändern.